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ESA - ESOC Darmstadt

Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich

Nach langer Terminplanung für den Besuch bei der ESA ( European Space Agency, Europäische Weltraumorganisation) in Darmstadt, war es dann am 08.11.2019 soweit, dass wir mit 20 Mitgliedern der Regio Gruppe FFM-City um 13:30 von Frau Hannelore Schuez von Darmstadt Marketing durch die ESA geführt wurden.

Nachdem die Personalausweise an Hand der Daten die ich der "Darmstadt Marketing" übermittelt hatte kontrolliert waren bekam jeder einen Besucherausweis.
Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Schuez erklärte sie uns noch die Aufgabe der ESA deren Aufgabe es ist, das gemeinsame europäische Weltraumprogramm zu konzipieren und umzusetzen. Die Zielsetzung ihrer Projekte ist dementsprechend vielfältig — von der Erforschung der Erde, ihres unmittelbaren Umfelds, des Sonnensystems und des Universums über die Entwicklung satellitengestützter Technologien und Dienstleistungen bis hin zur Förderung verschiedener europäischer High-Tech-Industrien. Die 18 Mitgliedsstaaten der ESA sind: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz, Spanien und Tschechien.
An bestimmten Projekten arbeiten im Rahmen entsprechender Kooperationsverträge auch Kanada und Ungarn mit.

Was macht ESA/ESOC in Darmstadt?

Das Europäische Satellitenkontrollzentrum - European Space Operations Centre (ESOC) hat bislang über 60 Satelliten der ESA operationell betreut, wie Huygens, Mars Express, Rosetta, Envisat, etc. Außerdem hat ESOC zahlreiche Missionen anderer nationaler und internationaler Organisationen unterstützt. Aufgrund seiner hochentwickelten Technik und seiner Spezialisten-Teams ist das ESOC in der Lage, gleichzeitig über 10 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in LEOP zu kontrollieren bzw. weltweit renommierte Rettungsaktionen durchzuführen.
Mehr Info über die ESA in diesem Video hier

Ariane 5

Hier stehen wir vor einem Model der Ariane 5.

Ehrgeizige Ziele verfolgte die ESA mit ihrem neuen Superträgerprojekt Ariane 5. Neben seiner herkömmlichen Funktion als Satellitentransporteur sollte er auch in der Lage sein, den bemannten europäischen Raumgleiter Hermes ins All zu befördern. Die Streichung des Gleiters zwang zum Umdenken und ließ aus der Ariane 5 einen der leistungsfähigsten Satellitenträger der Welt werden.

So erfolgreich die Ariane 4 auch flog, den Anforderungen des Satellitentransports am Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde sie nicht mehr gerecht. Außerdem ging auch international die Entwicklung weiter. Amerikanische, russische, chinesische, japanische oder indische Trägersysteme wurden weiterentwickelt oder neue auf den Markt gebracht. Teilweise konnten diese Länder dann Satellitenstarts zu wesentlich günstigeren Konditionen anbieten. Zudem wollte Europa nach der US-Einladung von 1984 zur Teilnahme am Aufbau und Betrieb der Raumstation Freedom nun auch selbst in die bemannte Raumfahrt einsteigen.
Ariane 5 mit Doppelstrategie:

Ein völlig neuer mächtigerer Träger musste geschaffen werden und sich sowohl für den unbemannten als auch für den bemannten Transport eignen. Gleichzeitig sollte die Einführung neuer Fertigungstechnologien zu einem besseren Nutzlast/Gesamtmasseverhältnis führen und die Produktionskosten drastisch gesenkt werden. Die Anforderungen an die Transportkapazität stiegen ebenfalls stetig, vor allem durch die immer größer und schwerer werdenden Kommunikationssatelliten.
Mehr über die Ariane 5 hier

Der Blick ins heiße Universum.

Start: 10. Dezember 1999, in Betrieb seit Januar 2000. Röntgenstrahlung wird von besonders energiereichen Prozessen im Universum ausgestrahlt, die häufig mit Temperaturen von über einer Million Grad verbunden sind. Bereits ROSAT und andere Röntgenobservatorien hatten gezeigt, welche Objekte diese Strahlung emittieren: Es sind insbesondere Sternatmosphären, Pulsare, Röntgendoppelsterne, heiße interstellare Materie, Supernova-Überreste, Galaxien, Aktive Kerne von Galaxien und Galaxienhaufen. Auch der diffuse Röntgenhintergrund ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.
XMM-Newton ermöglicht nun aufgrund seiner großen Sammelfläche und spektroskopischen Instrumentierung ganz neue Einblicke in das heiße Universum: Die um ein Schwarzes Loch kreisende Materie, verschmelzende Galaxien und auch hochenergetische Phänomene in unserem Planetensystem können mit vorher unerreichter Genauigkeit untersucht werden.
Mehr über XMM-Newton hier

Die Internationale Raumstation ISS ist ein imposanter Stern am Nachthimmel. Denn ihre Abmessungen sind im Verhältnis zu anderen Satelliten gewaltig. Mit 73 Metern Spannweite der Solarzellenflächen, 52 Metern Länge und 27 Metern Höhe ist sie das größte von Menschen geschaffene Bauwerk im Weltraum und dabei befindet sie sich noch im Aufbau. Sie ist deshalb mit dem bloßen Auge zu sehen und nach dem Mond und der Venus das hellste Objekt.

Cluster-II ist ein Satellitenprojekt der ESA und NASA zur Erforschung der irdischen Magnetosphäre. Es erlitt 1996 einen Rückschlag beim Fehlstart der ersten Ariane-5-Rakete, ist aber seit Sommer 2000 mit Reservesatelliten in Betrieb. Es besteht aus einer Gruppe von vier baugleichen Satelliten.

Venus Express ist die erste europäische Mission zur Venus, ein Himmelskörper, der den Wissenschaftlern noch viele Rätsel aufgibt. Eines der größten Geheimnisse ist, warum ein Planet, der im Hinblick auf Größe, Masse und Zusammensetzung der Erde so sehr ähnelt, im Laufe der letzten 4,6 Milliarden Jahren eine so unterschiedliche Entwicklung durchgemacht hat.

Eines der Hauptziele der Mission Mars Express besteht darin, Wasser in einem seiner chemischen Zustände aufzuspüren. Die ersten PFS-Daten zeigen außerdem, dass die Verteilung von Kohlenoxid in der nördlichen und der südlichen Hemisphäre des Mars unterschiedlich ist.

Galileo: Europas Unabhängigkeit und Kooperation.

Europa führt mit Galileo das erste, unter ziviler Kontrolle stehende, weltweite Satellitennavigations- und Ortungssystem ein, das der internationalen Zusammenarbeit offen steht und kommerziell betrieben wird. Dieses unabhängige System bietet einen hochpräzisen, garantierten, weltumspannenden Dienst, der auch in Krisenzeiten einsatzfähig bleibt.

Galileo gewährleistet damit einerseits die europäische Unabhängigkeit von den beiden militärisch kontrollierten Systemen GPS (USA) und GLONASS (Russland) und unterstreicht so die Souveränität Europas.
Andererseits konkurriert Galileo nicht nur mit den beiden Systemen, es ergänzt sie auch. Europa hat großen Wert darauf gelegt, dass Galileo nicht gegen sondern mit GPS arbeiten wird. Es basiert auf derselben Grundtechnologie wie GPS, ist kompatibel und bietet zusammen mit GPS eine wesentlich höhere Genauigkeit sowie erhöhte Ausfallsicherheit.

Der Nutzer wird also künftig in der Lage sein, mit noch zu entwickelnden Empfängern aus den Signalen aller empfangbaren Galileo-, GPS- und GLONASS-Satelliten in jeder beliebigen Kombination seine Position zu bestimmen ("Interoperabilität"). Mehr noch: Galileo ermöglicht eine Echtzeitortung mit einer Genauigkeit im Meterbereich, was bisher noch kein öffentlich zugängliches System angeboten hat.
Mehr Info über Galileo hier

Das Kontrollzentrum der ESA

Das ESOC (European Space Operations Centre) ist das Kontrollzentrum der ESA - "Europas Tor zum Weltraum". Seit 1967 ist es für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich. Das ESOC hat bislang über 60 Satelliten der ESA operationell betreut, wie Huygens, Mars Express, Rosetta, Envisat, GOCE, Herschel/Planck, etc. Außerdem hat das Zentrum zahlreiche Missionen anderer nationaler und internationaler Organisationen unterstützt.

Aufgrund seiner hoch entwickelten Technik und seiner Spezialisten-Teams ist das ESOC in der Lage, gleichzeitig über 15 Satelliten in Routine und weitere Satelliten in der frühen Startphase (LEOP) zu kontrollieren bzw. weltweit renommierte Rettungsaktionen durchzuführen. Im Jahr 2019 beschäftigt das ESOC etwa 270 Festangestellte sowie 600 Mitarbeiter von Vertragsfirmen.

Mehr Info hier

Alexander Gerst

Zum Abschluss der Führung bekamen wir noch einige Flyer und wir durften auch noch ein Gruppenbild mit "Alexander Gerst" machen.
Alexander Gerst ist seit 2009 Mitglied des ESA-Astronautenkorps. Am 28. Mai 2014 flog er an Bord einer russischen Sojus-Rakete zum ersten Mal zur Internationalen Raumstation ISS. Bei der halbjährigen Mission Blue Dot führte er über 100 wissenschaftliche Experimente durch. Vier Jahre später startete am 6. Juni 2018 seine zweite Mission mit dem Namen Horizons und in deren Rahmen Alexander Gerst bis zum 20. Dezember 2018 an Bord der ISS lebte und arbeitete. Neben seiner Rolle als Wissenschaftsastronaut übernahm er ab dem 3. Oktober 2018 bis zum Ende seiner Mission das Kommando der Raumstation. Er war nach Frank De Winne der zweite Europäer, der diese Führungsaufgabe übernahm. Nach Thomas Reiter und Hans Schlegel ist Alexander Gerst der dritte deutsche Astronaut auf der ISS und insgesamt der elfte Deutsche im All.

Er war einer von 8.413 Aspiranten, die sich 2008 bei der ESA für die Aufnahme in deren Astronautenkorps bewarben.
Im Rahmen der ISS Expeditionen 40 und 41 war Alexander Gerst Bordingenieur auf der Internationalen Raumstation.

Für den Abschluss des Tages hatte ich im historische Braustüb´l, das sich direkt am Hauptbahnhof befindet, Plätze reserviert.
Das Wirtshaus ist der Brauereiausschank der Darmstädter Privatbrauerei - und eine der größten Brauereigaststätten im südhessischen Raum.
Der kupferne Sudkessel im Mittelpunkt des Wirtshauses, holzvertäfelte Wände sind Erinnerungen an gegenwärtige und vergangene Braukultur.
Ich hoffe es war für euch trotz etwas Regen ein ereignisreicher Tag.
Bis zur nächsten Veranstaltung
Euer Hans-Rüdiger.

Text: http://www.esa.int

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)


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