Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Weinheim-Kostümführung .

Am Donnerstag,18.09.2019 hatte ich zu einer Kostümführung "unterwegs mit der Katze im Sack" nach Weinheim eingeladen. Sprichwörtliche Redewendungen und ihre ursprüngliche Bedeutung.
Viele Redewendungen und deren Ursprünge, die für manche ein Buch mit sieben Siegeln sind und wie ein Roter Faden durch unseren täglichen Sprachgebrauch ziehen, waren Inhalt und Teil dieser interessanten Führung mit unserem Gäste(ver)führer Franz Piva, durch die wunderschöne Altstadt.
Bis zur Führung hatten wir 2 Std. Freizeit die manche für eine Kaffee-Kuchen Pause nutzten, oder in den nahe gelegenen Schlosspark oder den Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof gingen.

Geschichte des Hermannshofs .

Die Geschichte des Schau- und Sichtungsgartens Hermannshof ist untrennbar mit der Weinheimer Industriellenfamilie Freudenberg und dem Unternehmen Freudenberg verbunden.

Der große Park besteht schon seit über 200 Jahren. 1888 erwarb Hermann-Ernst Freudenberg (1856-1923) das 2,3 ha große Anwesen mit Villa und Garten. Nach ihm wurde später der „Hermannshof“ benannt. Zusammen mit seiner Frau Helene trugen er und später zwei gartenbegeisterte Generationen eine beachtliche Sammlung seltener Gehölze zusammen, die zu mächtigen Exemplaren heranwuchsen.

Ab 1924 wurde der Garten im architektonischen Stil durch den Gartenarchitekten Prof. Heinrich Wiepking-Jürgensmann für Hans und die pflanzengeisterte Gartenliebhaberin Ida Freudenberg umgestaltet.

Nach dem 2. Weltkrieg besetzten die Amerikaner Haus und Garten, der Park wurde aber weiter gepflegt. Bis Mitte der 1970er wurde das Anwesen noch privat von der Familie Freudenberg bewohnt, dann übernahm die Firma Freudenberg das Grundstück.

Im Jahre 1980 beschlossen die Familien und die Firma Carl Freudenberg, auf dem Gartengelände des Hermannshofs einen Schau- und Sichtungsgarten einzurichten und über die Trägerschaft eines Vereins der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen.
Mehr Info hier

Das ehemalige Schloss, heute Rathaus und Sitz der Stadtverwaltung, setzt sich aus Bauteilen verschiedener Epochen zusammen. Zum ältesten Baubestand aus der Zeit um 1400 gehört die Durchfahrt des Obertorturms, der durch den Umbau Ende des 17. Jahrhunderts seinen wehrhaften Charakter verlor. Rechts schließt sich der Renaissancebau des Kurpfälzischen Schlosses von 1537 an. Hier verbrachten Mitglieder der kurfürstlichen Familie wie Ottheinrich, Johann Wilhelm und seine Frau Anna Maria Luisa Medici sowie Elisabeth Auguste längere Zeit. Dann folgt der von der Familie Berkheim in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgebaute Schlossteil mit dem 1868 errichteten neugotischen Turm. Der südlich des Obertors gelegene barocke Schlossteil wurde 1725 durch die Familie Ulner von Dieburg errichtet. Seit 1938 befindet sich die gesamte Anlage im Besitz der Stadt Weinheim.

Um 14:30 Uhr wurden wir von unserem Stadtführer Franz Piva an dem Brunnen vor dem alten Rathaus begrüßt.
Der 80jährige Franz Piva führt im Jahr bis zu 300 Führungen durch.
Er erzählte uns dass Weinheim mal 200 Hektar Weinberge hatte, kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Denn eigentlich lebten die Menschen hier früher von der Gerberei, auch mit Wein hat der Name „Weinheim“ nichts zu tun.
Wir hatten die Führung "unterwegs mit der Katze im Sack" mit seinen
Sprichwörtlichen Redewendungen und ihre ursprüngliche Bedeutung gebucht, eine sehr interessante Führung, bei der wir einige "neue" Redensarten kennen lernten.

Hier kannst du einiges über Redewendungen nachlesen

St. Laurentius-Kirche .

Im Jahr 1232 wurde das Kloster Lorsch den Mainzer Bischöfen unterstellt. Um den Weinheimer Besitz kam es nun zu Streitigkeiten zwischen Mainz und den Pfalzgrafen, die Inhaber der Lorscher Vogtei waren. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts gründeten der Pfalzgraf in Konkurrenz zur alten Siedlung, direkt südlich die Neustadt. Dort stiftete Hedwig von Swende, Gemahlin des Ritters Gudelmann von Weinheim, 1293 die erste Kirche und übergab sie den Karmeliten, die an die Kirche anschließend ein Kloster erbauten.
Mehr Info über hier

Der ehemalige Adels Hof steht an der Ecke Münzgasse 1-5. Im Kern aus dem frühen 15. Jahrhundert, wurde das Anwesen v. a. im 17. Jahrhundert stark verändert.
Über den Portalen befinden sich die Wappen von Rabenhaupt und von Meerfeld (Münzgasse) bzw. von Rabenhaupt und Recke von der Horst (Judengasse).

Burg Windeck .

Seit rund 900 Jahren blickt die Burg Windeck auf die Siedlungen im Rheintal, das schon vor vielen tausend Jahren Lebensraum nicht nur für Kelten und Römer bot. Weinheims ältestes Bauwerk entstand um 1100, von den Lorscher Klosteräbten zum Schutz ihrer Besitzungen in Weinheim erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde „die Windeck" mehrfach schwer beschädigt und notdürftig wieder hergerichtet. 1674 schließlich ließ sie der Oberbefehlshaber der französischen Truppen, Marschall Vicomte de Turenne, im Zuge des niederländisch-französischen Krieges, endgültig schleifen. Die Ruine diente fortan als „Steinbruch" für Weinheimer Häuser.
1803 nahm der badische Staat die Reste in Besitz und verkaufte sie 1900 an den frisch ernannten Grafen Sigismund von Berckheim, dessen Vater übrigens der Begründer des Weinheimer Exotenwaldes war. Er schützte die Burg vor dem weiteren Verfall und begann sie teilweise wieder aufzubauen. 1978 kam die Stadt Weinheim in den Besitz der Burg und setzte die Erhaltungsarbeiten fort.

Im Hof des Hauses Judengasse 9 sind Fundamente des im 14. Jahrhundert erbauten, viereckigen, ehemals mächtigen Turmes erhalten. Er stand in der Nord-Ost-Ecke der befestigten Stadt

Das Kerwehaus in der Münzgasse 13 das 1559 erbaute Fachwerkhaus ist seit 1970 im Besitz des „Heimat- und Kerwevereins Alt Weinheim e.V.“.
Es bildet den Mittelpunkt eines der größten Volksfeste an der Bergstraße, der jährlich Anfang August stattfindenden Weinheimer Kerwe(Kirchweih. An der Stelle des Nebengebäudes befand sich im Mittelalter vermutlich die Synagoge der 1298 erstmals erwähnten jüdischen Gemeinde. Über den Portalen befinden sich die Wappen von Rabenhaupt und von Meerfeld (Münzgasse) bzw. von Rabenhaupt und Recke von der Horst (Judengasse.

Im Hof der Ulner-Kapelle, einem ehemaligen Hospital in der Stadtmühlgasse machten wir dann eine längere Rast.

Nur von der Gerberbachseite sichtbar sind Chor und Langhaus der um 1350 dank einer Stiftung Hildegunds von Weinheim erbauten Kapelle. Das Hauptportal der Kapelle, von einem Wohn- und Geschäftshaus zur Marktplatzseite überbaut, zeigt im Schmiedewerk das Wappen der Ulner, der späteren Besitzer der Kapelle. Das zu der Stiftung gehörende, an die Kapelle angebaute, frühere Armen- und Altenspital wurde mehrfach umgebaut.

Das Gerberbachviertel wirkt mit seinen winkligen Gassen und alten Fachwerkhäusern sehr malerisch. In diesem am Bach gelegenen Viertel sind noch heute zahlreiche Gerberhäuser und Werkstätten zu sehen.
Die alten Handwerkerhäuser im unteren Teil der Altstadt sind heute eine besondere Zierde. Das Fachwerkhaus (siehe Bild) wurde 1626 von einem Gerber erbaut. An dem angebrachten Zunftzeichen ist das leicht zu erkennen.
Die Zunft der Gerber gab dem Gerberbachviertel seinen Namen. Ein durch das Viertel fließender Bach versorgte die Gerber mit dem notwendigen Wasser, die deshalb ihre Häuser unmittelbar am Bach erbauten.

Am Ende unserer Führung stand noch das Gruppenfoto auf dem Plan. Das wurde vor dem Alten Rathaus und Tourist-Info gemacht.
Das Erdgeschoss des um 1557 als Kaufhaus geschaffenen Baus war ursprünglich eine offene Halle. Darüber befindet sich der mit reicher Renaissancemalerei ausgestattete Bürgersaal. Ab 1752 bis nach dem 1. Weltkrieg diente das Gebäude als Rathaus. Der Staffelgiebel und der hölzerne Balkon wurden1861/62 stilgerecht erneuert. 1968 und 1997-2002 wurde das Gebäude einer gründlichen Renovierung unterzogen. An der Vorderfront zeigt ein Schildhalter im zweiten Obergeschoss die drei Bestandteile des Weinheimer Wappens: den pfälzischen Löwen, die weiß-blauen Wittelsbacher Rauten und die Weinleiter. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen der Marktbrunnen aus dem Jahre 1928 mit der Statue der Justitia und der prächtige Fachwerkbau der Löwenapotheke aus dem Anfang des 17. Jahr-hundert.

Für den Abschluss des erlebnisreichen Tages hatte ich für uns in der "Woinemer Hausbrauerei" Plätze reserviert.

Dazu möchte ich noch etwas sagen: wenn man ein oder zweimal im Monat in einem Lokal isst, sollte man nicht so "pingelisch" mit der Qualität des Essens umgehen. Ich war auf jeden Fall zu frieden.

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger "lahnelster" ***

Artikel Teilen


Artikel bewerten
5 Sterne (6 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


6 6 Artikel kommentieren

Regional > Frankfurt-City > 25 Berichte ab 2016 > 04 Veranstaltungen 2019 > 17 Weinheim 18.09.2019