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Seligenstadt entdecken.

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Das Motto für unseren Besuch in Seligenstadt am 09.08.2019 lautete "Seligenstadt entdecken".
Einige von den Teilnehmern waren mit dem Auto angereist. Treffpunkt war der Marktplatz wo wir bei einem Kaffee und einem Stück Kuchen auf den Gästeführer warteten.
Nachdem ich unseren Gästeführer Dr. Michael Hölzinger telefonisch an unsere Stadtführung erinnert hatte, konnte die Stadtführung dann verspätet um 14:50 beginnen.

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Roland "Ringer1" war mit dem Fahrrad aus dem Rodgau angereist.

Unser Stadtführer begrüßte uns auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Da Regen angesagt war, hat er die Route auch etwas anders gestaltet.
So erzählte er uns, dass Seligenstadt von mehr als 1.900 Jahren Geschichte geprägt ist.
Mit seinen etwa 20.000 Einwohnern ist es ein traditionsreiches, sehenswertes Städtchen: Reich verzierte Fachwerkhäuser im mainfränkischen Stil, das Romanische Haus von 1187, das Einhardhaus sowie das klassizistische Rathaus bilden den historischen Altstadtkern. Die Einhard-Basilika, die ehemalige Benediktiner-Abtei mit dem einmalig schönen Klostergarten, die Ruine der Kaiserpfalz Barbarossas und das barocke Wasserschlösschen sind weitere Zeugen unserer langen Geschichte.
Einige der Sehenswürdigkeiten konnten wir uns an diesem Tage leider nicht ansehen.

An diesem Wochenende "Geleitswochenende" waren schon überall in der Stadt Tische & Bänke aufgebaut.
Unser Gästeführer hat dann auch die Führung so gelegt, weil auch Regen angesagt war, der aber nur von kurzer Dauer war.

Das Geleitsfestwochenende wird mit vielen kleinen Festen in den Höfen, Gassen und Plätzen in Seligenstadt eingeläutet: "Unsere Stadt feiert" heißt es samstags und sonntags, 10. und 11. August mit Bewirtung, leckerem Essen und sehen, schauen und gesehen werden, Bekannte treffen oder einfach nur die Atmosphäre und Stimmung genießen, schlendern von einem Hof zum anderen und und und....
Mehr Info über das Geleitfest hier.

Ein ausgedehnter Spaziergang führte uns zu den historischen Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen Stadt. Von der Römerzeit über die Klostergründung im 9. Jahrhundert bis zu den Bauten Barbarossas, dem romanischen Haus und der Kaiserpfalz aus dem 12. Jahrhundert, spannt sich der Bogen hin zur barocken Klosteranlage und bis in die Gegenwart.

Romanische Steinhaus .

Das Romanische Steinhaus im Rathausinnenhof ist das älteste weltliche Gebäude der Stadt. Es ist ein Wohnhaus, das Ende des 12. Jahrhunderts errichtet und aus Stein gebaut wurde. Eine große Besonderheit, denn Steinhäuser waren im Mittelalter in Deutschland so selten, dass sie ausdrücklich den Namen "Steinernes Haus" erhielten. Oft haben solche Häuser - wie auch hier in Seligenstadt - diesen Namen bis heute behalten.
Bis 1978 befand sich das romanische Steinhaus in Privatbesitz und diente einer Seligenstädter Bauernfamilie als Wohnung. Der gesamte heutige Platz war dicht mit Stallungen, Scheune und Schuppen bebaut. Entdeckt wurde das Haus durch einen Artikel in einer deutschen Architekturzeitschrift. Nachdem man die historische Bedeutung des Hauses erkannt hatte, erwarb die Stadt das Gebäude und sanierte es. Ein im Mauerwerk verbliebenes Gerüstholzstück wurde chronologisch untersucht, das heißt, dass anhand der Jahresringe des Holzstücks dessen Alter analysiert wurde. Als Fälldatum konnte das Frühjahr 1187 bestimmt werden. Es ist anzunehmen, dass das romische Steinhaus als Vogtei, also als Amtshaus eines Vogts des Kaisers Friedrich Barbarossa errichtet wurde.
Mehr Info hier

Der Saal im Obergeschoss dient heute als Trauzimmer und wird darüber hinaus für kleinere kulturelle Veranstaltungen genutzt. Nach der erfolgreichen Sanierung des Gebäudes erhielt die Stadt Seligenstadt im Jahr 1986 den Denkmalschutzpreis des Landes Hessen. Mehr Info hier

Pulverturm am Mainufer.

Der Pulverturm am Mainufer in Seligenstadt gehört zu den ältesten Bauwerken der Stadt, auf Veranlassung des Seligenstädter Klosters wurde 1462, bedingt durch die Mainzer Stiftsfehde, der Turm als Nord-Westliche Eckbefestigung der Stadtmauer errichtet. Bis ins 16. Jahrhundert wurde der "Mulaul", wie der Turm auch genannte wird, als Munitionslager Genutzt. Ab 1598 diente er auch als Gefängnis. Eines der ältesten Bauwerke Seligenstadts wurde nun mit finanzieller Beteiligung einheimischer Vereine umfangreich saniert.

Das Palatium .

Die ehemalige Kaiserpfalz, das Palatium, am Mainufer der Stadt Seligenstadt, gehört neben den Kaiserpfalzen in Gelnhausen zu den bedeutendsten Baudenkmalen aus staufischer Zeit in Hessen. Die Pfalz wurde um 1188 von Friedrich I. Barbarossa - wohl am Ort eines königlichen Dominalhofes - errichtet und später von Friedrich II. weiter ausgebaut. Die Gebäude zählen zu dem Bauten von nationalem Rang für die deutsche Geschichte. Die Pfalz wurde bereits in mittelalterlicher Zeit zerstört und die Ostfassade in die seit 1462 ausgebaute Stadtmauer Seligenstadts einbezogen. 1883 wurden die ersten Freilegungen und Instandsetzungen durchgeführt, 1938 erfolgte eine Grabung und Mauerwerksergänzungen. Heute zeigt das Palatium zur Mainseite eine repräsentative Schaufront mit einer symmetrischen Gliederung, vorgebautem Altan, kleinen Rundbogenfenstern aus der ersten Bauphase und Eingänge aus der zweiten Bauphase. Daher wurde die Außenfassade in zahlreiche Festveranstaltungen eingebunden, der Innenraum konnte aufgrund seines maroden Zustands nicht genutzt werden. Zur Sicherung und langfristige Erhaltung der monumentalen Schaufront des Palastes am Mainufer mussten dringende Maßnahmen am durch Verwitterung stark geschädigten Mauerwerk durchgeführt werden. Die letzte umfassende Restaurierung erfolgte 1938. Daher beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Sanierung, auch um eine museale Nutzung der Stadt zu ermöglichen.
Mehr Info über das Palatium hier

Fischerzunft Seligenstadt .

Im Mittelalter war die Fischerei wie auch die Jagd ein kaiserliches Bannrecht, das von den Kaisern an die Landesherren verliehen wurde. Diese übertrugen die Rechte wiederum einem Staatsbeamten (Vogt) oder dem Abt eines Klosters.
„In einem Weisthum von 1430 – 1433 über die Gerechtsame der Abtei Seligenstadt im Gericht Klein Steinheim wird bestimmt, dass alle Fische im Main und in den Wasserbächen der Abtei gehören.“
Es ist nicht anzunehmen, dass der Abt das Fischen selbst betrieb, sondern Männer beauftragte diese Arbeit für das Kloster zu übernehmen, woraus vermutlich für sie und ihre Nachkommen ein Gewohnheitsrecht entstanden ist.

Mehr Info über die Fischerzunft hier

Rundgang durch die Basilika

Wir betreten die Basilika durch die neuromanische Vorhalle. Der Blick nimmt zuerst die klare Raumwirkung des Mittelschiffs aus dem 9. Jh. wahr und dringt über die Vierung in den Chor des 13. Jh. Das Mittelschiff, dessen helle Wände an einer flachen Bretterdecke enden, öffnet sich in je neun weit gespannten Arkaden zu den Seitenschiffen von nahezu halber Höhe der Seitenschiffe an und teilt die Wand in eine monumentale Arkadenzone und den Obergarden. Ein großer Spitzbogen bildet am östlichen Ende des Mittelschiffes den Übergang zum Querhaus, während sich in den Seitenschiffen die ursprünglichen Rundbogendurchgänge erhalten haben. Ihre Basissteine sind original und die Kämpferprofile getreu wiederhergestellt.
Mehr Info über die Basilika

Für den Abschluss des Tages hatte ich im "Hotel Gasthof zum Riesen" Plätze reserviert. An diesem Nachmittag war es sehr schwül, so waren wir alle froh auf ein kühles Getränk.
Ich denke das Essen war auch in Ordnung, so konnten wir nach einer Portion Eis wieder unsere Heimreise antreten.
Bis bald in Bonn Hans-Rüdiger

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger "lahnelster" ***



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