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Idstein

Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich


Für den Freitag,26.04.2019, hatte Elvira "Mulu" und ich "lahnelster" zu einer Altstadtführung mit "Hexenturm" nach Idstein eingeladen. 25 Mitglieder waren nach Idstein mit Auto oder Zug angereist.
Ankunft des Zuges sollte 12:07 in Idstein sein, der ließ aber auf sich warten, weil durch einen Fehler des Zugführers die Bremse angezogen war und dadurch eine starke Geruchsbelästigung in den Wagen zustande kam. Kurz nach 12:30 war der Zug dann in Idstein angekommen.
Elvira führte die Gruppe nun in die Altstadt zum "König-Adolf-Platz" wo jeder bis zur Stadtführung um 14:30 noch etwas essen oder trinken konnte. Mit dem Wetter hatten wir auch etwas Glück, da wir den Regenschirm nur kurz aufspannen mussten.

Die Stadtführerin Monika Möller begrüßte uns um 14:30 auf dem König-Adolf-Platz, dem Zentrum der Stadt Idstein, und erzählte uns etwas über die Geschichte Idstein´s.

Idstein wird urkundlich 1102 das erste Mal erwähnt. 1287 erwirkte Graf Adolf von Nassau-Idstein bei König Rudolf von Habsburg die Verleihung der Stadtrechte. Adolf von Nassau war von 1292 bis 1298 als Nachfolger von Rudolf von Habsburg deutscher König.
Der König-Adolf-Platz ist das Zentrum der Stadt und ihre gute Stube. Er ist umgeben von Fachwerkhäusern, die größtenteils um 1600 datieren. Neben dem Rathaus (1698) steht linkerhand das Schiefe Haus, das sich 1728 der Major der Stadtmiliz Nicolay erbauen ließ. Rechts vom Rathaus das mächtige "Kanzleitor", das seit 1497 den Zugang zum Schlossbezirk bildet.
Mehr Info über Idstein hier.

Schaut einmal gegenüber, sagte Frau Möller, in welcher Sprache ist dieser Spruch auf der Fassade??? Da kam sofort die Antwort "Latein", ist es aber nicht. Siehe Bild unten.

Der Höerhof .

Der Bauleiter des Idsteiner Schlosses Henrich Heer erhielt 1620 von seinem Dienstherrn Graf Ludwig II. das Baugrundstück in der Obergasse zum Geschenk. In deutlicher Anlehnung an den Schlossbau errichtete Heer das Gebäude auf massivem Steinsockel mit Fachwerkobergeschossen, Erkervorbau und Welscher Haube. Von 1910 bis 1990 Eigentum des Kunstmalers Ernst Toepfer und Familie, seit 1992 Hotel und Restaurant.

Evangelische Unionskirche.

Die großen Säulen und Arkadenbögen aus Marmor, die Spruchtafeln an den Brüstungen mit den kunstvoll mit Goldfarbe geschriebenen Texten, darüber Wände und Decke bedeckt mit farbkräftigen Bildern: Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein festlicher Saal. Erst wenn Kanzel und Altar im Chorraum wahrgenommen werden erkennt man, dies ist auch eine Kirche. Das entspricht dem Willen des Bauherrn. Seine Kirche sollte ein Festsaal sein und dieser wiederum sollte als Kirche erkennbar sein.
Alle Formen und aller Schmuck dieses Raumes haben dem hier verkündigten Wort Gottes zu dienen: Mit Säulen und Arkaden ist die Gestalt der Kirche angelehnt an die Basilikaform früher Kirchen und erinnert damit an Tradition und Überlieferung christlichen Glaubens seit Urtagen.
Mehr Info über die Kirche hier

Hochwasser 1956.

Über das Hochwasser von 1956 hatte Frau Möller auch etwas zu berichten.
Kaum hatten sich Idsteiner und Heimatvertriebene nach dem Ende des zweiten Weltkrieges von den Kriegsfolgen erholt, als 1956 ein so nie zuvor dagewesenes Hochwasser die Idsteiner Innenstadt überflutete. Tief hat sich diese Katastrophe in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingegraben.
Nach einem eiskalten Winter war der Sommer des Jahres 1956 verregnet und schwülwarm. Am Nachmittag des 10. Juli setzte ein leichter Gewitterregen ein. Schwarze und graugelbe Wolken zogen auf. Gegen 18 Uhr entluden sich dann zwei Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen, der über eine Stunde andauerte. Die Wassermassen suchten sich einen Weg von den Hängen in die Täler des Wörsbaches und des Wolfsbaches, eine breite Flut schoss auf die Stadt zu. Über das Kalmenhofgelände schließlich brach das Wasser in die Löhergasse und Rodergasse ein. Vom Wolfsbachtal strömte Wasser über Weiherwiese, Markplatz, Borngasse, Himmelsgasse und traf dort auf die Fluten der Rodergasse.
Mehr Info hier

Das Killingerhaus.

Das sogenannte Killingerhaus, heute Tourist-Info und Stadtmuseum, ist eines der schönsten der Idsteiner Fachwerkhäuser und das mit der reichsten Schnitzornamentik. 1615 haben es der gräfliche Amtsschreiber Johann Conrad Killing (gest. 1630) und seine Ehefrau Anna Margarethe Loeber, Tochter des nassauischen Vogtes in (Bad) Ems, erbaut. Das Ehepaar Killing blieb kinderlos. Deshalb hatte das Haus im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder neue Eigentümer. 1916 erwarb die Stadt das denkmal-geschützte Anwesen.

Das schiefe Haus.

Das für Idstein ungewöhnlich hohe Fachwerkhaus mit vier Vollgeschossen ist 1727 vom Major der Stadtmiliz Johann Jacob Nicolay erbaut worden. Im linken Hausteil war von 1736—1745 die Idsteiner Apotheke; später Nutzung als Geschäfts- und Wohn-haus. Nach Totalsanierung von 1995—1997 wurde das Schiefe Haus Teil des Idsteiner Rathauses. In die „Schieflage“ geriet das Gebäude durch konstruktive Mängel.
Durchgreifende Änderungen der Fassade im 18. Jahrhundert, wobei sich nach dem Verlust der Diagonalverstrebungen (wg. Schaffung größerer und höherer Räume) das komplette Gefüge des Fachwerk-Holzskeletts verschoben hat.


Das Kanzleitor.

Das Kanzleitor, das die Trennlinie zwischen städtischem Bereich im Süden und herr­schaftlichem Bezirk im Norden markiert, wurde 1497 in der Regierungszeit des Grafen Philipp von Nassau-Idstein als gräfliche Kanzlei errichtet. Wacht-und Gefängnislokal, Folterkammer, Getreide­speicher und Wohnung für Bedienstete waren weitere Nutzungen. Heute liegt im ersten Obergeschoss das festliche, geräumige Trauzimmer des Idsteiner Standesamtes.

Das Residenzschloss.

Das im Renaissancestil erbaute Residenzschloss der Grafen und Fürsten von Nassau-Idstein wurde unter Einbeziehung von Gebäudeteilen eines Vorgängerbaues hauptsächlich zwischen 1614 und 1634 errichtet. 1721 erlosch die Linie Nassau-Idstein. Das Schloss wurde nacheinander genutzt als nassauisches Zentralarchiv, Genesungsheim, Reservelazarett, Kaserne, Landschulheim, Lehrerbildungsanstalt und erneut als Lazarett. Seit 1946 Pestalozzi-Aufbauschule/Gymnasium.

Der Hexenturm .

Der Turm ist das älteste erhaltene Bauwerk Idsteins und das Wahrzeichen der Stadt. Er entstand in einzelnen Bauphasen um 1170, um 1240 und um 1500. Nach mehreren kleineren Um- und Anbauten im 18. Jahrhundert erhielt er 1810 sein heutiges Aussehen. Der volkstümliche Name „Hexenturm“ folgt einer allgemeinen Mode des 19. Jahrhunderts und hat mit den Hexenverfolgungen, die im 17. Jahrhundert in Idstein stattfanden, nichts zu tun.

Für den Abschluss des Tages hatte ich im Idsteiner Brauhaus - "Alte Feuerwache" Plätze reserviert.
Ich hoffe doch dass euch das Essen geschmeckt hat. Mein Dank gilt unserer Stadtführerin Monika Möller für die gute Führung und Elvira "Mulu" für die Begleitung von und zum Zug.
Bis zum nächsten Mal in Villmar/ Hofener Mühle
Hans-Rüdiger

Text: www.idstein.de/Startseite/Tourismus

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger "lahnelster" ***

*** Zur Diashow von Ulf "SeutenJunge" ***




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