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Saalburg & Römisches Buffet

Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich


Für Sonntag den 04.11.2018 hatte ich auf Vorschlag von Dorothea (Apfelsinchen) auf die Saalburg bei Bad Homburg, die seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe ist, zu einem Römischen Buffet in die "Taberna" eingeladen.
Bei diesmal nicht so gutem Wetter wie im April 2016 sind 25 FA´ler der Einladung gefolgt.
Vor dem "Römeressen" wurden wir zu einer kleinen Museumsführung von ca.30 Min von Barbara Tritschler zu einem Rundgang begrüßt.

Die Saalburg in römischer Zeit

Gegen Ende des ersten Jahrhunderts besetzten die Römer Gebiete im freien Germanien rechts des Rheins, darunter den Taunus und die Wetterau.
Der Saalburgpass im Taunus bildete einen natürlichen Übergang von der Ebene des Mains in das Siedlungsgebiet der Germanen. Hier bauten römische Truppen Anfang des 2. Jahrhunderts ein Holzkastell und zwei Schanzen als erste militärische Anlagen. 160 Soldaten kontrollieren diesen wichtigen Verkehrsweg.
Der Limes, die Grenze zwischen dem römischen Reich und den germanischen Stammesgebieten, war zunächst nur ein Postenweg mit hölzernen Wachttürmen, auf dem die römischen Soldaten patrouillierten.

Im Jahr 120 n. Chr. wurde der Limes mit einer hölzernen Palisade versehen. Ein Grenzübertritt war nur noch an wenigen Übergängen möglich.
Um 135 n. Chr. wurde das Holzkastell zu einem Kohortenkastell mit einer Besatzung von rund 600 Mann ausgebaut. Entlang der Straße entwickelte sich ein Lagerdorf, der Vicus. Dort wohnten die Familien der Soldaten, Händler und Handwerker. Auf der Saalburg wurde die zweite Raeterkohorte stationiert. Die Soldaten für diese Hilfstruppeneinheit waren zuvor in der Provinz Raetien rekrutiert worden.
Gegen Mitte des 2. Jahrhunderts wurde das Kastell in Steinbauweise erweitert. Das Lagerdorf erhielt eine große Badeanlage, eine Herberge und andere öffentliche Bauten.

Mehr Info über die Saalburg hier.

Hier ein VIDEO über die Saalburg

In der Saalburg und im zugehörigen Kastelldorf sind 99 Brunnen unterschiedlicher Bauart ausgegraben worden; es gab auch steinerne Brunnen.
Der Brunnen ist aus gespaltenen Eichenbohlen in offener Baugrube aufgesetzt worden. An den Ecken wurden die Bohlen verschränkt. Nach Fertigstellung des hölzernen Brunnenschachts wurde die Baugrube zugefüllt. Hölzerne Eimer dienten zum Wasserschöpfen; die Brunnenseile bestanden aus Bast.

Hier sieht man von oben links nach rechts Einhenkelige Tonkrüge zum Aufbewahren von Wasser, Wein und Öl um 100 n. Chr. bis Mitte des 3. Jahrhunderts.
Die Gesichter auf den Vorratsgefäßen sollten die Geister abschrecken.

Die Maske (Theatermaske) wurde aus sehr feinem, hellbeigen Ton aus einem Model geformt. Der Haaransatz über der Stirn wird von einem Mondhörnchen geziert. Davon gehen aufgemalte braune Bänder aus, die Haarsträhnen andeuten. Oberhalb der Ohren sind Löcher eingestochen, durch die das Band für die Aufhängung gezogen wurde.
Ihren Ursprung hat die Verwendung von Theatermasken in der Zeit der griechischen Klassik.

Mit Posaunen und Trompeten

Das Instrument, das die Römer "Tuba" nannten, ist vom abnehmbaren Mundstück bis zum Schalltrichter gerade.
Das "cornu" hingegen besteht aus einem 3m langen, kreisförmig gebogenen Rohr. Beide waren aus Bronze gefertigt. Da sie keine Ventile hatten, konnten nur wenige verschiedene Töne erzeugt werden. Beide Instrumente wurden verwendet, um die Befehle des Centurio auf dem Schlachtfeld als Signal weiter zu geben.

Zahnschmerzen

Auch wenn die Römer schon einige Mittel zur Zahnpflege kannten, z.B. Mundwasser aus Rosenhonig, war Karies weit verbreitet. Um Schmerzen durch Karieslöcher zu lindern, empfahlen römische Ärzte diese mit speziellen Arzneimischungen zu füllen. Angeblich half ein Gemisch aus Salz, Myrrhe, Kümmel, schwarzem Pfeffer und Essig.
Erst wenn die Schmerzen unerträglich waren, wurde ein Zahn gezogen. Zunächst lockerte man den Zahn durch Rütteln, dann kamen spezielle Zahnzangen zum Einsatz. Wichtig war, dass der Zahn komplett heraus gezogen wurde und keine Knochensplitter oder Wurzelreste im Kiefer blieben.

Die "Klobürste" der Römer bestand aus einem Stock, an dem ein Schwamm befestigt war. Dieser wurde mit Wasser befeuchtet. Nach Gebrauch stellte man den Schwammstock wieder in einen Holzeimer-für den Nächsten!

Die römische Toilette

Hauseigene Toiletten mit Spülung und Anschluss an die Kanalisation gab es nur in größeren römischen Privathäusern.
Bewohner von Mietshäusern mussten sich mit Kübeln begnügen oder öffentliche Latrinen aufsuchen. In diesen gab es nicht selten mehr als 20, in Großlatrinen bis zu 80 Sitzplätze, zumeist direkt nebeneinander ohne Trennwände. Einfache Steinplatten mit einem Loch in der Mitte überdeckten den darunter verlaufenden Abwasserkanal. Nur selten gab es getrennte Toiletten für Männer und Frauen.
Latrinen waren Treffpunkte, an denen man mit anderen ins Gespräch kam, privat oder geschäftlich.

Nach ca. 30 Min. war die kleine Führung zu Ende, das Römische Buffet in der "Taberna" wartete schon. Hier möchte ich mich noch einmal im Namen aller bei Frau Barbara Tritschler für die hervorragende Führung bedanken.

Das Römische Buffet in der "Taberna"

Auf dem Römerteller "Taberna" befand sich folgendes:
Lukanische Wurst, römischer Kräuterkäse "Moretum", Boletos Fungos(gebratene Champignons in Honig karamellisiert), ital. Schinken,"in Ovis Apalis" Eier mit Pinienkernsoße dazu Römerbrot, mhmh lecker.

Nach der Vorspeise wartete das warme Römer Buffet

Dem Koch und der gesamten Mannschaft ein Lob für das was uns geboten wurde, einfach Spitze, oder was meint ihr, die ihr dabei wart.???

Zum Nachtisch hatte der Koch "Dulcia" vorbereitet, ein Quarkmousse auf Aprikosenspiegel, lecker.

Ich hoffe der Sonntag auf der Saalburg hat euch etwas Freude bereitet, wenn ja können wir das ja in einigen "Jahren" wiederholen.

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger "lahnelster" ***

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