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Koblenz-Stadtführung-Romanticum

Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich


Am 24.11.2016 hatte ich zum zweiten Male nach Koblenz eingeladen. Grund dafür war die lange Warteliste am Anfang, die sich aber immer mehr verkleinerte, so blieben am Ende noch 24 Mitglieder der Regionalgruppe FFM-City übrig, die dann aber noch den Koblenzer Weihnachtsmarkt besuchen konnten.
Auf dem Programm für diesen Tag hatte ich eine Altstadtführung ohne "Deutsches Eck" wegen den langen Laufwegen und den Besuch der interaktiven Erlebnisausstellung Romanticum Koblenz welches am 20. Juni 2013 zusammen mit der Tourist-Information Koblenz, dem Mittelrhein-Museum sowie der Stadtbibliothek Koblenz im Kulturbau Forum Confluentes eröffnet wurde, gebucht.
Wir hatten auch noch genügend Zeit um auf dem Weihnachtsmarkt einen Glühwein zu trinken, oder einen Crepes usw. zu essen.
Um 12:00 Uhr wurden wir von unserer Gästeführerin Frau Karin Höhler an der Tourist-Info im Forum Confluentes zu einer 2 stündigen Altstadtführung abgeholt.

Der Schängelbrunnen


Als erstes führte uns Frau Höhler zum Schängelbrunnen.

Der Schängelbrunnen ist ein Wahrzeichen der Stadt Koblenz und steht auf dem Willi-Hörter-Platz, dem heutigen Rathaushof, umringt von den Renaissance- und Barockbauten des Jesuitenensembles. Er wurde 1940 von Carl Burger entworfen und ist dem Koblenzer Heimatdichter Josef Cornelius (1849-1943) gewidmet, der den Text zu dem bekannten Schängellied, der Hymne der Koblenzer, verfasste.
Der Begriff Schängel findet seinen Ursprung in der 20-jährigen Zugehörigkeit (1794-1813) der Stadt Koblenz zu Frankreich. Er bezeichnet die in diesem Zeitraum geborenen deutsch-französischen Kinder, die oftmals den Namen Jean (deutsch: Johann oder Hans) trugen. Der Koblenzer Mundart geschuldet wurde aus "Jean" meist "Schang". Über die Zeit entwickelte sich hieraus schließlich Schängel, eine Verniedlichung des Schang.
Heute verstehen sich alle gebürtigen Koblenzer als Schängel und lieben den kleinen Kerl, der für Witz, Schlagfertigkeit und rheinische Lebensart steht.
Die Bronzefigur spuckt in unregelmäßigem Rhythmus einen Wasserstrahl mehrere Meter weit über das Brunnenbecken hinaus. Also, nimm dich in Acht!

Die Jesuitenkirche


Die Jesuitenkirche wurde 1613-17 erbaut. Der junge Jesuitenorden verwandte Elemente älterer Baustile, um sich in Traditionen einzuschreiben. So sind hier ein gotisches Rosettenfenster und ein Renaissance-Portal vereint. In der Mitte der Portalrahmung steht der Patron der Kirche, Johannes der Täufer. Links von ihm ist Ignatius von Loyola (1491-1556), der Gründer des Jesuitenordens, dargestellt, rechts dessen Gefährte, der Apostel Indiens und Japans, Franz Xaver (1506-52).
Das schlossartige Jesuitengymnasium mit seinen Türmen und prächtigen Portalen entstand 1694-1701 nach Plänen Johann Christoph Sebastianis, nachdem die Franzosen 1688 das erste Schulgebäude zerstört hatten. Johann Georg Judas schuf die Turmhauben. Seit 1895 ist es Rathaus der Stadt Koblenz.

Mit "Vier Türme" sind die Erker der baroken Eckhäuser an der Kreuzung Altengraben/Am Plan und Markt-/Löhrstraße gemeint. In die Ecke des Hauses „Zum grünen Baum“ von 1692 wurde 1950 ein Durchgang eingebaut. Er bot den Fußgängern eine Ausweichmöglichkeit, wenn hier die 1899-1967 bestehende Straßenbahn um die Ecke bog. Das Haus „Zum heiligen Petrus“ wurde 1691 von Johann Christoph Sebastiani erbaut. Das Haus mit den Pflanzen und Putten auf dem Erker (1690) überstand als einziges die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges gut. An der Hauptwache von 1689 erinnern Geschütze, Fahnen, Musketen und Hörner an die kurtrierischen Soldaten, die von hier aus polizeiliche Aufgaben wahrnahmen. Zur preußischen Zeit war hier noch bis 1848 die Hauptwache.

Die Liebfrauen Kirche

Die Liebfrauenkirche zählt neben der Basilika St. Kastor und der St. Florinkirche zu den ältesten Kirchbauten in Koblenz. Die baulichen Wurzeln von Liebfrauen reichen aber wohl am weitesten zurück, nämlich bis ins 5./6. Jahrhundert. Die spätromanische Pfeilerbasilika wurde 1180 bis 1205 erbaut. In der Gotik erfuhr der Kirch Bau mehrere Veränderungen. Die spätromanische Apsis wurde Anfang des 15.Jahrhundert abgebrochen um Platz für einen gotischen Chor zu machen. Auch das Gewölbe wurde Mitte/Ende des 15. Jahrhundert gotisiert. Anfang des 18. Jahrhundert wurde in der Fassade Platz geschaffen für ein Bildnis der Gottesmutter Maria, der Patronin der Kirche und der Stadt Koblenz. Auch die Liebfrauenkirche wurde im Krieg beschädigt und nach und nach wieder in Stand gesetzt.

Reche Henrich auf dem Münzplatz

Dä Reche Henrich ... ist wohl das bekannteste Kowelenzer Original. Von Beruf Schumacher war er der Enkel des Blemersch Klär. Zu seinen Hauptstreichen gehörte es das 8. Armeekorps zu alarmieren. Als ehemaliger Tambour marschierte er, den Generalmarsch spielend durch Koblenz, worauf hin sich alle am Appellplatz einfanden. Seine Strafe waren sechs Wochen strenger Arrest.
Bei den Schängelcher war er beliebt weil er den Generalmarsch auf aufgeblasenen Backen trommelnd und gleichzeitig summend durch die Straßen lief. Diese versahen ihn mit dem Lied ....Resch, Resch, Resch Eise eß kai Blech Blech eß kai Eise datt wolle mer demm Resch beweise ....
Ob er der Tochter des Gefängnisdirektor Damenstiefel anfertigte bei denen die Absätze vorne waren, oder einen Schumachermeister bei Nacht aus dem Bett läutete um zu testen ob dieser auch bei Nacht seinen Zylinder trug, er war stets für Scherze zu haben.

Blemersch Klär auf dem Münzplatz

Dat Blemersch Klär... war in früherer Zeit als Maketenderin bekannt und zog mit den Soldaten aufs Manöverfeld und die Übungsplätze. Gezeichnet mit Kaffeekessel in der einen und Doppelhenkelkorb in der anderen Hand zierte Sie lange Zeit die Sitzungssäle im Kowelenzer Karneval.
Wenn dat Blemersch Klär von Zeit zu Zeit torkelnd und wankend durch die Altstadt zog konnte es von Zeit zu Zeit vorkommen das Ihre Beine versagten. Auf Veranlassung der Polizei wurde Sie dann auf eine Schubkarre geladen und ins Kittchen transportiert.

Spitals Andun


Etwas versteckt steht die Koblenzer Originale Figur des „Spitals Andun“ zusammen mit einem kleinen Mädchen in der Gemüsegasse an der Ecke Etzegäßchen. Fein herausgeputzt mit Hilfe der Schwestern des Koblenzer Spitals steht Andun da, dessen Wohnsitz in dem damaligen Bürgerhospital war. Dargestellt ist hier sicherlich sein Namenstag, an dem er immer durch die Gassen der Altstadt ging und den alle Koblenzer gerne mit ihm feierten. Die Bürger mochten Spitals Andun und beschenkten ihn an seinem ganz persönlichen Feiertag mit Lebensmittel, Blumen und anderen nützlichen Dingen. Den ganzen Tag über wurde Andun von Kindern begleitet, die ihm beim Tragen der Geschenke halfen. Die Geschenke kamen letztendlich allen Bewohnern des Spitals zu Gute. Spitals Andun, einer der Koblenzer Originale wurde im Krieg zusammen mit den anderen Bewohnern vor den schweren Luftangriffen 1944 evakuiert und starb 1946 im Westerwald.

Das Pfefferminzje

Das Pfefferminzje, mit bürgerlichem Namen Annemarie Stein aus Bonn hatte ohne Zweifel eine bessere Bildung genossen.
Trotz Ihrer eigenen Lage hatte Sie ein Herz für die Tiere und sammelte bei den Metzgern, Bäckern und Wirten Abfälle für Ihre Lieblinge.
Sie bekam Ihren Namen durch den Hausierhandel mit Zuckerwaren, vor allem mit Pfefferminzrollen.
Weil Ihr zahnloser Mund bei der Aussprache des Pfefferminzchen nur ein verstummeltes Pepfermündje herausbrachte.
Zu Ihrem Auftreten gehörte es auch das Sie nach Ihrem imaginären Vorbild, der Königin von Saba, tanzte und sang. In Karnevalssitzungen begeisterte Sie durch Ihre Kunst des Stegreimdichtens. Sie verstarb im letzten Krieg.

Kampf um das Frankenreich

Koblenz - 1. Juni 860. Koblenz, das spätestens seit dem Vertrag von Verdun als grenznahe Stadt wieder eine große strategische Bedeutung hat, wird Schauplatz eines denkwürdigen Schauspiels: Die Könige Ludwig der Deutsche, Karl der Kahle und Lothar II. treffen sich, um für die drei seit 17 Jahren bestehenden Teilreiche vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen. Gesprächsstoff haben die drei Herrscher genug. Denn spätestens seit der Zeit Ludwigs des Frommen, der von 817 bis 840 regierte, dürfen die familiären Verhältnisse mit Fug und Recht als zerrüttet bezeichnet werden. Mehr Info hier

Besonderes Augenmerk verdient die mit Putzplastiken verzierte Fassade des ehemaligen Wohn- und Geschäftshauses eines Drogisten. Von Renovierungsarbeiten in den 60er Jahren blieben die im dritten Obergeschoß befindlichen Reliefs, die um ein dreiteiliges Fenster angebracht sind, erhalten. Als Motive sind links eine Schwester mit Kind und rechts eine Mutter mit Baby dargestellt. Gekrönt ist der Zwerchhausbau von einer schönen Hygieia-Plastik des Jugendstils.

Die Historiensäule auf dem Josef-Görres-Platz

Die Historiensäule ist ein Brunnen auf dem Josef-Görres-Platz in der Altstadt von Koblenz. Er wurde 1992 der Stadt zur 2000-Jahr-Feier vom Land Rheinland-Pfalz geschenkt. Fertiggestellt und der Stadt übergeben wurde er jedoch erst am 1. Juni 2000. Geschaffen wurde der Brunnen mit Historiensäule von dem Bildhauer Jürgen Weber. Die 10,59 Meter hohe, 3,6 Tonnen schwere und 1,25 Millionen DM teure Säule erzählt die bewegende 2000-jährige Geschichte der Stadt Koblenz in zehn Bildern von der Römerzeit bis heute.
Von 1884 bis zu seiner Entfernung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stand an gleicher Stelle das „Goeben-Denkmal“, zu Ehren des preußischen Generals August Karl von Goeben.

Nach ca. 2 Std. ging eine informative und gut geführte Altstadtführung zu Ende. Hier gilt noch einmal unser besonderer Dank an Frau Karin Höhler.
Bis zum Besuch des Romanticum im Forum-Confluentes um 14:30 Uhr, hatten wir noch etwas Zeit für einen Glühwein.

Nachdem ich die 24 Karten geholt und verteilt hatte, begrüßte uns Herr Axel Hahn von der Tourist Info.
Er begleitete uns ca. 1Std.durch das Romanticum. Dabei begegneten wir den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, den Burgen und der bizarren Felsenlandschaft der Festung Ehrenbreitstein bis zur Loreley.
Dafür möchten wir uns bei Herrn Hahn noch einmal bedanken.

Am "Scherenschnitt-PC" konnten wir uns unseren Scherenschnitt mit den auf der Kommode liegenden Accessoires selbst gestalten.
Schon vor 200 Jahren wurde der Scherenschnitt populär. Das Schattenbild verbreitete sich auf Grund der einfach und preiswerten Herstellungstechnik schnell in allen Volksschichten und war ein beliebtes Andenken.

Scherenschnitt-1
Wer erkennt sich hier wieder ???

An 30 Exponaten konnten wir Informationen, Empfehlungen und Daten mit unserer Eintrittskarte sammeln und zu Hause am PC mit dem Zugangs-und QR-Code nochmal anschauen.
Für jeden Besucher wird eine Microseite generiert, auf der die gesammelten Daten angeschaut werden können.


Hier sind meine gesammelten Werke von dem Rundgang

Mit dem Sagenscheinwerfer werden Gestalten aus Sagen des Oberen Mittelrheintals lebendig und erscheinen in der Kulisse, wie hier die Loreley.
Klick auf das Bild und du hörst das Lorelay Lied

An Bord eines virtuellen Schiffes begann eine fantastische Reise durch das romantische Mittelrheintal.
Unser Kapitän Franz "Franz3" zeigte uns beide Seiten des Flusses in einer multimedialen Fahrt auf dem Rhein.

Für den Abschluss des erlebnisreichen Tages hatte ich im "Alten Brauhaus" Plätze reserviert.
Bereits zum zweiten Mal nach 2009/10 hat das Alte Brauhaus Koblenz den Gastronomiepreis Rheinland-Pfalz 2013 in der Kategorie Gasthaus/Brauereigaststätte gewonnen. Der Gastronomiepreis ist eine Auszeichnung für besondere Qualität und Gastfreundlichkeit, die die Tester mit dieser Auszeichnung würdigten.
Das können wir FA´ler der Feierabend Regionalgruppe Frankfurt-City nur bestätigen.
Essen, Trinken und der Service "Bedienung" war sehr gut.

Mehr Info über das Alte Brauhaus hier

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger ***

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