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Koblenz - Altstadt & Romanticum

Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich

28 Mitglieder der Regionalgruppe FFM-City sind meiner Einladung am Mittwoch dem 12.10.2016 nach Koblenz gefolgt.
Auf dem Programm für diesen Tag hatte ich eine Altstadtführung ohne "Deutsches Eck" wegen den langen Laufwegen und den Besuch der interaktiven Erlebnisausstellung Romanticum Koblenz welches am 20. Juni 2013 zusammen mit der Tourist-Information Koblenz, dem Mittelrhein-Museum sowie der Stadtbibliothek Koblenz im Kulturbau Forum Confluentes eröffnet wurde, gebucht.
Um 12:00 Uhr holte uns Herr Wolfgang Henzler im Forum Confluentes zur zwei stündigen Stadtführung ab.

Das Wasser das diesen Brunnen speist, hat Clemens Wenzeslaus Erzbischof und Kurfürst von Trier aus eigenen Mitteln von oberhalb Metternich hierhin führen lassen. Die Wasserleitung wurde begonnen 1783 und am 21. August 1786 vollendet.

Mit "Vier Türme" sind die Erker der baroken Eckhäuser an der Kreuzung Altengraben/Am Plan und Markt-/Löhrstraße gemeint. In die Ecke des Hauses „Zum grünen Baum“ von 1692 wurde 1950 ein Durchgang eingebaut. Er bot den Fußgängern eine Ausweichmöglichkeit, wenn hier die 1899-1967 bestehende Straßenbahn um die Ecke bog. Das Haus „Zum heiligen Petrus“ wurde 1691 von Johann Christoph Sebastiani erbaut. Das Haus mit den Pflanzen und Putten auf dem Erker (1690) überstand als einziges die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges gut. An der Hauptwache von 1689 erinnern Geschütze, Fahnen, Musketen und Hörner an die kurtrierischen Soldaten, die von hier aus polizeiliche Aufgaben wahrnahmen. Zur preußischen Zeit war hier noch bis 1848 die Hauptwache.

Reche Henrich auf dem Münzplatz

Dä Reche Henrich ... ist wohl das bekannteste Kowelenzer Original. Von Beruf Schumacher war er der Enkel des Blemersch Klär. Zu seinen Hauptstreichen gehörte es das 8. Armeekorps zu alarmieren. Als ehemaliger Tambour marschierte er, den Generalmarsch spielend durch Koblenz, worauf hin sich alle am Appellplatz einfanden. Seine Strafe waren sechs Wochen strenger Arrest.
Bei den Schängelcher war er beliebt weil er den Generalmarsch auf aufgeblasenen Backen trommelnd und gleichzeitig summend durch die Straßen lief. Diese versahen ihn mit dem Lied ....Resch, Resch, Resch Eise eß kai Blech Blech eß kai Eise datt wolle mer demm Resch beweise ....
Ob er der Tochter des Gefängnisdirektor Damenstiefel anfertigte bei denen die Absätze vorne waren, oder einen Schumachermeister bei Nacht aus dem Bett läutete um zu testen ob dieser auch bei Nacht seinen Zylinder trug, er war stets für Scherze zu haben.

Blemersch Klär auf dem Münzplatz

Dat Blemersch Klär... war in früherer Zeit als Maketenderin bekannt und zog mit den Soldaten aufs Manöverfeld und die Übungsplätze. Gezeichnet mit Kaffeekessel in der einen und Doppelhenkelkorb in der anderen Hand zierte Sie lange Zeit die Sitzungssäle im Kowelenzer Karneval.
Wenn dat Blemersch Klär von Zeit zu Zeit torkelnd und wankend durch die Altstadt zog konnte es von Zeit zu Zeit vorkommen das Ihre Beine versagten. Auf Veranlassung der Polizei wurde Sie dann auf eine Schubkarre geladen und ins Kittchen transportiert.

Die Liebfrauen Kirche

Die Liebfrauenkirche zählt neben der Basilika St. Kastor und der St. Florinkirche zu den ältesten Kirchbauten in Koblenz. Die baulichen Wurzeln von Liebfrauen reichen aber wohl am weitesten zurück, nämlich bis ins 5./6. Jahrhundert. Die spätromanische Pfeilerbasilika wurde 1180 bis 1205 erbaut. In der Gotik erfuhr der Kirch Bau mehrere Veränderungen. Die spätromanische Apsis wurde Anfang des 15.Jahrhundert abgebrochen um Platz für einen gotischen Chor zu machen. Auch das Gewölbe wurde Mitte/Ende des 15. Jahrhundert gotisiert. Anfang des 18. Jahrhundert wurde in der Fassade Platz geschaffen für ein Bildnis der Gottesmutter Maria, der Patronin der Kirche und der Stadt Koblenz. Auch die Liebfrauenkirche wurde im Krieg beschädigt und nach und nach wieder in Stand gesetzt.

Der Augenroller am First des Mittelrhein Museums

Errichtet mir ein Denkmal, es wird euch Glück bringen."
Der gefürchtete Räuber Johann Lutter von Kobern trieb im Rheinland sein Unwesen. Er bestahl arme Bauern sowie reiche Adelsleute. Über Jahre hinweg hielt er das Rheinland in Angst und Schrecken. Aber eines Tages wurde er gefasst. Den Bewohnern des Rheinlandes fiel ein Stein vom Herzen. Die Richter verurteilten ihn zum Tode. Er wurde am 14 .Oktober 1536 geköpft. Auf dem Weg zu seiner Hinrichtung sprach er zu den Leuten: “ Errichtet mir ein Denkmal, es wird euch Glück bringen! ”
Auf dem Schafott verrollte er seine Augen und streckte den Zuschauern die Zunge heraus. Dies tat er auch noch, als sein Kopf abgeschlagen war. Dadurch erhielt er den Namen Augenroller.
Nach Erzählungen hatte das erste Denkmal riesige Augen und einen großen Mund. Jedes Kind hatte Angst, dort vorbeizugehen. Das Denkmal wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Heute sieht man den Augenroller am First des Mittelrhein Museums.

Das Pfefferminzje

Das Pfefferminzje, mit bürgerlichem Namen Annemarie Stein aus Bonn hatte ohne Zweifel eine bessere Bildung genossen.
Trotz Ihrer eigenen Lage hatte Sie ein Herz für die Tiere und sammelte bei den Metzgern, Bäckern und Wirten Abfälle für Ihre Lieblinge.
Sie bekam Ihren Namen durch den Hausierhandel mit Zuckerwaren, vor allem mit Pfefferminzrollen.
Weil Ihr zahnloser Mund bei der Aussprache des Pfefferminzchen nur ein verstummeltes Pepfermündje herausbrachte.
Zu Ihrem Auftreten gehörte es auch das Sie nach Ihrem imaginären Vorbild, der Königin von Saba, tanzte und sang. In Karnevalssitzungen begeisterte Sie durch Ihre Kunst des Stegreimdichtens. Sie verstarb im letzten Krieg.

Die Cusanus-Stele

Die Cusanus-Stele ist ein Schmuckstuck der Stadt Koblenz. Wo auf dem Florinsmarkt vorher Müllcontainer standen, erhebt sich eine Säule von künstlerischem Rang, umgeben von einem großen Blumenbeet. Geschaffen wurde die Stele von dem Bildhauer Waldemar Kaspers aus Schuld an der Ahr, und zwar aus einem einzigen,gewaltigen Basaltstein.
Der Platz, auf dem sie errichtet wurde, hat eine allseits anerkannte Bereicherung erfahren. Das wissen auch die Stadtführer, die es nicht versäumen, an dieser Stelle Worte zu dem großen Gelehrten und Kirchenfürsten zu verlieren.

Mehr Informationen dazu hier

Die Jesuitenkirche

Die Jesuitenkirche wurde 1613-17 erbaut. Der junge Jesuitenorden verwandte Elemente älterer Baustile, um sich in Traditionen einzuschreiben. So sind hier ein gotisches Rosettenfenster und ein Renaissance-Portal vereint. In der Mitte der Portalrahmung steht der Patron der Kirche, Johannes der Täufer. Links von ihm ist Ignatius von Loyola (1491-1556), der Gründer des Jesuitenordens, dargestellt, rechts dessen Gefährte, der Apostel Indiens und Japans, Franz Xaver (1506-52).

Das schlossartige Jesuitengymnasium mit seinen Türmen und prächtigen Portalen entstand 1694-1701 nach Plänen Johann Christoph Sebastianis, nachdem die Franzosen 1688 das erste Schulgebäude zerstört hatten. Johann Georg Judas schuf die Turmhauben. Seit 1895 ist es Rathaus der Stadt Koblenz.

Historiensäule auf dem Josef-Görres-Platz

Die Historiensäule ist ein Brunnen auf dem Josef-Görres-Platz in der Altstadt von Koblenz. Er wurde 1992 der Stadt zur 2000-Jahr-Feier vom Land Rheinland-Pfalz geschenkt. Fertiggestellt und der Stadt übergeben wurde er jedoch erst am 1. Juni 2000. Geschaffen wurde der Brunnen mit Historiensäule von dem Bildhauer Jürgen Weber. Die 10,59 Meter hohe, 3,6 Tonnen schwere und 1,25 Millionen DM teure Säule erzählt die bewegende 2000-jährige Geschichte der Stadt Koblenz in zehn Bildern von der Römerzeit bis heute.
Von 1884 bis zu seiner Entfernung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stand an gleicher Stelle das „Goeben-Denkmal“, zu Ehren des preußischen Generals August Karl von Goeben.

Der Schängelbrunnen


Der Schängelbrunnen ist ein Wahrzeichen der Stadt Koblenz und steht auf dem Willi-Hörter-Platz, dem heutigen Rathaushof, umringt von den Renaissance- und Barockbauten des Jesuitenensembles. Er wurde 1940 von Carl Burger entworfen und ist dem Koblenzer Heimatdichter Josef Cornelius (1849-1943) gewidmet, der den Text zu dem bekannten Schängellied, der Hymne der Koblenzer, verfasste.
Der Begriff Schängel findet seinen Ursprung in der 20-jährigen Zugehörigkeit (1794-1813) der Stadt Koblenz zu Frankreich. Er bezeichnet die in diesem Zeitraum geborenen deutsch-französischen Kinder, die oftmals den Namen Jean (deutsch: Johann oder Hans) trugen. Der Koblenzer Mundart geschuldet wurde aus "Jean" meist "Schang". Über die Zeit entwickelte sich hieraus schließlich Schängel, eine Verniedlichung des Schang.
Heute verstehen sich alle gebürtigen Koblenzer als Schängel und lieben den kleinen Kerl, der für Witz, Schlagfertigkeit und rheinische Lebensart steht.
Die Bronzefigur spuckt in unregelmäßigem Rhythmus einen Wasserstrahl mehrere Meter weit über das Brunnenbecken hinaus. Also, nimm dich in Acht!

Der Jesuitenplatz

Seinen Namen erhielt der Platz im Herzen der Koblenzer Altstadt von der gleichnamigen Ordensgemeinschaft, die an dieser Stelle von 1580 bis 1773 wirkte. Sie übernahmen ein im 13. Jahrhundert begründetes Zisterzienserinnen um sie als Klosterschule zu nutzen.
Das schlossartige Jesuitengymnasium mit seinen Türmen und prächtigen Portalen auf der Südseite des Platzes entstand 1694-1701. Seit 1895 ist hier das Rathaus der Stadt Koblenz untergebracht(RathausgebäudeI).

In der südöstlichen Ecke des Jesuitenplatzes befindet sich die ehemalige Jesuitenkirche (heute Citykirche). Sie wurde 1613-17 erbaut.

Nach zwei Stunden endete die hervorragende Stadtführung mit Herrn Henzler hier vor dem Eingang des Koblenzer Rathauses.

Mehr über Koblenz kannst du hier erfahren

Das Romanticum

Nach der Altstadtführung gegen 14:30 Uhr, besuchten wir das 2013 eröffnete Romanticum. Hier konnten wir auf ca. 800 Quadratmetern eine einzigartige, interaktive Erlebnisausstellung zum Oberen Mittelrheintal bestaunen. In zehn eigenständigen, unterschiedlich gestalteten Ausstellungsbereichen mit mehr als 70 interaktiven Stationen erlebten wir die einzigartige Landschaft des UNESCO-Welterbes, lernten den Rhein mit all seinen Facetten, Sagen, Sehenswürdigkeiten und Legenden kennen.

Ein Mitarbeiter bekleidete uns nach unten in die Erlebnisausstellung und erklärte uns kurz den Umgang mit dem "Scherenschnitt-PC".
Hier konnten wir uns unseren Scherenschnitt mit den auf der Kommode liegenden Accessoires selbst gestalten.
Schon vor 200 Jahren wurde der Scherenschnitt populär. Das Schattenbild verbreitete sich auf Grund der einfach und preiswerten Herstellungstechnik schnell in allen Volksschichten und war ein beliebtes Andenken.

An 30 Exponaten konnten wir Informationen, Empfehlungen und Daten mit unserer Eintrittskarte sammeln und zu Hause am PC mit dem Zugangs-und QR-Code nochmal anschauen.
Für jeden Besucher wird eine Microseite generiert, auf der die gesammelten Daten angeschaut werden können.

Hier sind meine gesammelten Werke von dem Rundgang

Mit dem Sagenscheinwerfer werden Gestalten aus Sagen des Oberen Mittelrheintals lebendig und erscheinen in der Kulisse, wie hier die Loreley.

An Bord eines virtuellen Schiffes begann eine fantastische Reise durch das romantische Mittelrheintal.
Unser Kapitän Robert "rofra" zeigte uns beide Seiten des Flusses in einer multimedialen Fahrt auf dem Rhein.

Für den Abschluss des erlebnisreichen Tages hatte ich im "Alten Brauhaus" Plätze reserviert.
Bereits zum zweiten Mal nach 2009/10 hat das Alte Brauhaus Koblenz den Gastronomiepreis Rheinland-Pfalz 2013 in der Kategorie Gasthaus/Brauereigaststätte gewonnen. Der Gastronomiepreis ist eine Auszeichnung für besondere Qualität und Gastfreundlichkeit, die die Tester mit dieser Auszeichnung würdigten.
Das können wir FA´ler der Feierabend Regionalgruppe Frankfurt-City nur bestätigen.
Essen, Trinken und der Service "Bedienung" war sehr gut.

Mehr Info über das Alte Brauhaus hier

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger ***

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