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Weilburg - Henriettenführung & Schlossführung


Ein Klick auf die Bilder, und sie vergrößern sich

Am 18.08.2016 hatte ich nach Weilburg an der Lahn eingeladen um auf den Spuren von "Prinzessin Henriette" zu wandeln und anschließend das Schloss Weilburg mit einer Führung kennen zu lernen.
Bei herrlichem "Feierabend Wetter" empfing ich 29 Mitglieder am Bahnhof in Weilburg.
Nach einer kurzen Begrüßung ging es über den Fußweg der Eisenbahnbrücke vorbei an dem einzigartigen Schiffstunnel hoch zum Schloss.

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Fußweg über die Eisenbahnbrücke

Schiffstunnel Weilburg

Einmalig sind die "Weilburger Tunnel".
Hier liegen nebeneinander Tunnel für Auto, Schiff und Eisenbahn. Insbesondere der 1847 eröffnete Schifffahrtstunnel stellt ein in Deutschland einmaliges Bauwerk dar. Der jüngste Tunnel des Ensembles ist der im Jahr 2004 freigegebene Mühlbergtunnel der Teilortsumgehung Weilburg.

Der Schifffahrtstunnel in Weilburg wurde in den Jahren 1844-1847 erbaut. Er ist der einzige Schifffahrtstunnel in Deutschland und zusammen mit der an seinem unteren Ausgang befindlichen Kuppelschleuse ein einmaliges technisches Denkmal.

Bei einer Kuppelschleuse werden zwei hintereinander liegende Schleusen so aneinander gerückt, dass das Unterhaupt der oberen Schleuse zugleich Oberhaupt der unteren Schleuse ist. Die Kuppelschleuse in Weilburg ist ebenfalls eine technische Rarität. Sie wurde in Deutschland als zweite Schleuse dieser Art erbaut: Die erste Kuppelschleuse entstand im alten Hanekenkanal bei Meppen (1824 - 1845).

Tunneldurchfahrt und Schleusung sind kostenlos, die Schleusenbedienung wird von den Durchzuschleusenden selbst vorgenommen.
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Einige benutzten den Fahrstuhl um zum König Konrad Platz und anschließend über eine Menge Stufen, oder über den leichteren Weg der Straße, zum Schloss zu gelangen.

König Konrad Platz

Eine kleine Freifläche in der Vorstadt, unmittelbar vor dem Landtor und zu Füßen des Stadtturmes und der Schlossgartenmauer, trägt seit 1998 den Namen König-Konrad-Platz. Über Steinstufen ist von hier aus der Zugang in den Schlossgarten möglich. Im Frühjahr 2005 wurde eine Linde, die der Hausfrauenverein Weilburg einige Jahre zuvor für den Marktplatz gestiftet hatte, von dort an den König-Konrad-Platz verpflanzt.

Wohl bis in die 1870er Jahre befand sich auf der heutigen Freifläche ein kleines Gebäude, das dann abgerissen und durch größeres Wohnhaus ersetzt wurde. In dieses Wohnhaus raste am 06.06.1953 ein Lastwagen, wobei drei Menschen starben. Das Haus wurde abgerissen und die Fläche wird seitdem als Parkplatz für Kraftfahrzeuge benutzt.
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König Konrad Platz

Am Stadtturm vorbei, der zu der Stadtbefestigung gehörte und 1355-1371 unter Johann I. erbaut wurde, und im Mittelalter als Kerker genutzt wurde, ging es hoch zum Schlossgarten.

Die untere Orangerie


Die Untere Orangerie stellt als eingeschossiger Terrassenbau zusammen mit den beiden seitlichen Freitreppen aus Lahnmarmor die Verbindung von der oberen zur unteren Gartenterrasse dar. Sie wurde im Zusammenhang mit der Anlage der unteren Schlossgartenterrasse in den Jahren 1710-1714 erbaut. Wie mit der gesamten Neuanlage des Schlossgartens war auch mit ihrem Bau der Hofarchitekt Rothweil betraut, dem die Versailler Orangerie als Vorbild diente.
Der durch die untere Orangerie und die seitlichen Marmortreppen überbrückte Höhenunterschied beträgt 7,50 m. Die Orangerie wurde als Gewächshaus genutzt und diente zur Überwinterung kälteempfindlicher Pflanzen. Mit ihrem Bau wurde die teilweise Nutzung der oberen Orangerie als Überwinterungsraum entbehrlich, was vermutlich auch ein wesentlicher Grund für die Entscheidung zum Bau dieser Orangerie war.
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Die Schlosskirche


Im Jahr 912 gründete König Konrad I zum Andenken an seinen Vater, Konrad den Älteren, ein Chorherrenstift und ließ die Stiftskirche St. Walpurgis errichten, geweiht der Jungfrau Maria und der Heiligen Walpurgis. Unter Graf Philipp I. von Nassau-Weilburg (1371-1429) wurde diese 1397 niedergelegt und an deren Stelle die dem heiligen Andreas geweihte St. Andreaskirche erbaut.

Als Choranbau an die Stiftskirche St. Andreas wurde 1508 mit der Erweiterung durch den Neubau einer Kirche begonnen, die dem Heiligen Martin geweiht war und als St. Martinskirche die Funktion einer Stadtkirche für die Bürger Weilburgs innehatte. Baumängel und fehlende finanzielle Mittel waren dann aber wahrscheinlich der Grund dafür, dass dieser Bau auf Jahre hinaus in nur halb fertigem und baufälligem Zustand verblieb. Wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Kirchenreformation und der Auflösung der kirchlichen Niederlassung Pfannstiel 1538 unter Graf Philipp III.

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Auf den Spuren von Prinzessin Henriette


Für 12:30 Uhr hatte ich die Kostümführung "Auf den Spuren von Prinzessin Henriette" gebucht.
Am Neptunbrunnen wurden wir von Henriettes Kinderfrau Reuschin begrüßt.
Sie versetzte uns in das Jahr 1815,den 16.September. Am Vorabend ihrer Vermählung mit Erzherzog Karl von Österreich hat sich die 17-jährige Henriette, Prinzessin von Nassau-Weilburg, heimlich aus dem Schloss geschlichen, um mit ihrer Kinderfrau noch einmal die besonderen Orte ihrer Heimatstadt zu besuchen.

Während der Führung hat Henriette einige Bedenken geäußert weil es im Leben ihres Karl schon eine andere Frau gab.
Die Kinderfrau Reuschin konnte Henriette aber beruhigen, das nur vom "Nasereiben" kein Kind gezeugt wird.
Und so entstanden aus der glücklichen Ehe mit Karl sieben Kinder.

Wir bedanken uns für die sehr gute Kostümführung, und die tolle Darstellung von Kinderfrau Reuschin und Prinzessin Henriette.

Bevor die Schlossführung um 15:00 Uhr begann hatten wir noch Zeit für Kaffee und Kuchen oder für solch einen schönen Eisbecher, siehe Bild.

Das Weilburger Schloss


Das aus vier Flügeln bestehende Hochschloss bildet den ältesten Teil des Gesamtkomplexes Weilburger Schloss. Dieser Teil wurde in Teilabschnitten in den Jahren 1533-1572 erbaut und blieb bis heute fast unverändert erhalten.
Der zur Lahnseite weisende Ostflügel wurde als Einzelbau geplant und ersetzte den Palas der alten Burg. Er entstand zwischen 1533 und 1539 unter seinem Bauherrn Graf Philipp III von Nassau-Weilburg. Im Innenhof wird dieser Flügel von dem Uhrturm dominiert. Dieser reichte ursprünglich nur bis zum Obergeschoss und erhielt sein jetziges Aussehen erst im Zusammenhang mit einem Umbau des Obergeschosses im Jahr 1661/62. Um 1700 entstand die heutige Form des Turmfußes mit Treppenaufgang und schmiedeeisernem Ziergeländer unter Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg. Beim Innenausbau des Süderkers um 1560 entstand dort ein neues Portal.
Süd- und Westflügel des Hochschlosses wurden in den Jahren 1540-1548 erbaut, wobei der Plan des Baumeisters Balthasar Wolff nur die nach Norden offene dreiflügelige Anlage vorsah. Wache und Marstall wurden im Erdgeschoss des Westflügels integriert. In den Südflügel wurde ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes spätromanisches Portal als Durchgang zu einer schon vorhandenen Gartenanlage eingebaut. Der Bau des Pfeiferturms im Innenhof am Westflügel erfolgte zwischen 1567 bis 1572 unter dem Baumeister Ludwig Kempf.
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Die obere Orangerie


Die Obere Orangerie stellt die Verbindung zwischen Hochschloss und Stadt- und Schlosskirche her. Erbaut unter Julius Ludwig Rothweil, 1703-1705, ersetzte sie den seit der Renaissance vorhandenen "Kirchengang" und ergänzte als Gartensaal den für ein Barockschloss ungenügenden Festsaal im Hochschloss.
Nord- und Südflügel dienten in der kalten Jahreszeit der Unterbringung von Zitrusarten. Es ist aber auch möglich, dass hierfür nur der Nordflügel als Kalthaus genutzt wurde, der Südflügel dagegen als Warmhaus für Palmen und Farne diente. Der Nordflügel beherbergte aber auch eine Menagerie einheimischer und fremder Kleintiere und Vögel, die bis 1737 bestand.
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Die alte Lahnbrücke


Die heutige Steinerne Brücke hatte vor ihrer Erbauung bereits mehrere Vorläuferinnen an gleicher Stelle. Die Ersten dort die Lahn querenden Brücken waren aus Holz. Aber bereits 1359 wurde unter Graf Johann I. von Nassau-Weilburg die erste steinerne Brücke erbaut. Diese blieb zwischen Limburg und Wetzlar für fast 100 Jahre die einzige feste Lahnbrücke.
Nach ihrer Zerstörung 1408 durch Hochwasser und Eisgang wurde sie wieder aufgebaut, 1552 aber erneut zerstört. Graf Philipp III. von Nassau-Weilburg ließ eine neue Brücke errichten. Nach dem Einsturz eines Brückenbogens im Winter 1698/99 konnte diese Brücke zwar repariert werden, eine völlige Zerstörung in der Neujahrsnacht 1763/64 machte dann aber einen vollständigen Neubau erforderlich.
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Für den Abschluß des Tages hatte ich im Hotel Bahnhof reserviert.
Das Bahnhofsgebäude wurde 1862 eingeweiht, nachdem im gleichen Jahr der Streckenabschnitt Limburg-Weilburg fertiggestellt worden war.

Heute befindet sich ein Hotel und ein Restaurant darin.
Ich denke der Service war in Ordnung, denn in so kurzer Zeit 30 Essen bereit zu stellen, dass es auch noch schmeckt, ist ein Lob wert.

Text-Quellen: http://www.weilburg-lahn.info/

Text, Fotos & Layout: Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger ***

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