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Fulda - Dom-Michaelskirche & Stadtschloss


Am 19.03.2015 hatte ich für unsere FA-Gruppe FFM-City eine Tagesreise nach Fulda zusammengestellt. Die Anreise wurde mit dem Hessenticket der DB gemacht.
Zu der Fahrt hatten sich 41 Mitglieder angemeldet, dabei waren dann 38 die auch pünktlich am FA-Treffpunkt Blumen-Hanisch im Hbf. eingetroffen waren.
Bis zu den Führungen im Dom, Michaelskirche & dem Stadtschloss um 14:00 Uhr war genügend Zeit zum bummeln oder Kaffee trinken.
Ab 16:30 hatte ich Plätze im "Brauhaus Wiesenmühle" reserviert.

Im Café Wess trafen sich bis zu den Führungen einige Mitglieder. Hier gibt es ein gutes Angebot an Kuchen und Torten.
Zur Domführung um 14:00 waren wir dann alle 38 Fa´ler zusammen, anschließend war die Besichtigung der Michaelskirche und des Stadtschlosses

Die Michaelskirche zu Fulda


Die Michaelskirche steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fuldaer Dom auf dem Michaelsberg. Von dem ursprünglichen karolingischen Bau hat sich nur die Krypta erhalten. Doch wurden wesentliche Elemente der ursprünglichen architektonischen Konzeption, die durch die Beschreibung in der Vita Aegil des Brun Candidus von Fulda bezeugt ist und die im Folgenden beschrieben wird, bei der Erneuerung des 10. und 11. Jahrhunderts nach einer weitgehenden Zerstörung, möglicherweise durch einen Ungarneinfall, beibehalten.
Der in frühchristlicher Tradition stehende Zentralbau erhob sich wie noch heute als Rotunde über acht Säulen. Der Zentralraum wurde durch einen ursprünglich wohl nur eingeschossigen, heute zweigeschossigen Umgang umfangen. Die Rotunde besaß ursprünglich ein Gewölbe oder eine Kuppel mit einem sichtbaren Schlussstein. Unter der Kirche befand sich die als Untergeschoss angelegte über zwei konzentrischen Mauerringen und einer Mittelsäule gewölbte und von außen zugängliche Krypta, die als ältester erhaltener Bauteil auf das Jahr 820 zurückgeht und als sehr frühes Beispiel einer hallenartigen Krypta in ihrer Konstruktion baugeschichlich einzigartig dasteht. Sie besaß demnach einen Zentralraum, der durch den inneren Mauerring gebildet und auch hier von einem tonnengewölbten Umgang umfasst wurde. Im Zentrum befand sich die kurze Mittelsäule mit ihrem jonisierenden Kapitell, das zusammen mit der inneren Ringmauer den inneren Gewölbering trug.
Quelle: Wikipedia

Diese Gedenktafel befindet sich an der Außenmauer der Michaelskirche und wurde zum Gedenken der gefallenen Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges angebracht.

Altar der Rochuskapelle in der Michaelskirche


Nach Norden öffnet sich die untere Rotunde im Rundbogen zur Seitenkapelle St. Rochus, die in der Barockzeit 1716-1717 anstelle des früheren nördlichen Anbaus errichtet wurde.
Der holzgeschnitzte Barockaltar ist eine gute Arbeit des Fuldaer Bildhauers Andreas Balthasar Weber um 1717. Auf dem profilierten Unterbau tragen zweimal drei korinthische Säulen ein waagrechtes, profiliertes und verkröpftes Gesims mit Akanthusschnitzereien.

Blick durch das Langhaus und Rundbau auf Altar und Ostapsis.

Der Fuldaer Dom


Der Fuldaer Dom, vollständig "Dom St. Salvator und St. Bonifatius", wurde von 1700 bis 1712 vom Baumeister Johann Dientzenhofer errichtet. Dabei wurde die alte und sehr große Basilika abgetragen und der neue Dom teilweise auf den alten Grundmauern erbaut. Der Dom zu Fulda ist die Kathedralkirche des Bistums Fulda. In einem Sarkophag sind die Gebeine des heiligen St. Bonifacius, dem Apostel der Deutschen. Der Dom von Fulda ist 99 Meter lang und die Türme sind 57 Meter hoch. Nördlich des Doms wohnt der Bischof. In dem angeschlossenem Museum können Gewänder und Reliquien des Fuldaer Bistums und auch wechselnde Ausstellungen besichtigt werden.

Die Bonifatiusgruft


In der Krypta steht vor deren östlicher Wand der Altar, der das Grab des Apostels der Deutschen birgt.
Das für den Altaraufbau verwendete Material ist schwarzer Marmor, der figürliche Schmuck und die Reliefs bestehen aus Alabastar.
Der Altar ist ein Werk des Johann Neudecker. Das Reliefbild stellt in lebendiger Szene den Augenblick dar, in dem Bonifatius den Schwertstreich des Mörders empfängt. Noch ist er nicht zu Boden gesunken, da stürzen schon die Engel des Himmels herunter, die Palme und die Krone des Märtyrers zu bringen.

Das Mittelschiff


Das Mittelschiff ist erheblich einfacher ausgestattet als die Seitenschiffe; infolge der Anordnung des Hochaltars vor dem Chor ist es auch viel kürzer als jene. Das Tonnengewölbe der Decke trägt, als Schmuck lediglich die ruhigen Stuckleisten der Stichkappen.
Die Raumwirkung wird durch die Einteilung des Hauptschiffes in abwechselnd schmale und breite Joche, durch die an den Seiten jeweils die kleineren rechteckigen Durchgänge und die großen Arkadenbögen, belebt.
Den Pfeilern sind Pilaster mit Kompositkapitellen vorgestellt, über diesen das den gesamten Raum durchziehende verkröpfte Konsolgesims.
Blickfang und Mittelpunkt ist der kuppelüberwölbte Raum der Vierung und der dahinter angeordnete Hochaltar.

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Foto: lahnelster
Blick auf den Hochaltar

Blick in die Kuppel

In der Laterne schwebt in 55 Meter Höhe der Kuppel das Sinnbild des Heiligen Geistes. In den Figurennischen über den Vierungsbögen stehen Engelstatuen von Artari, die drei Erzengel und den Schutzengel darstellend. Artari hat sie an Ort und Stelle modelliert und dabei den Blickwinkel des unter der Kuppel stehenden Betrachters berücksichtigt.
Eine besondere Pracht aber bieten die Kuppelzwickel mit den vorzüglich erhaltenen Fresken. Sie stellen in kühner Bewegtheit und Urwüchsigkeit die vier Evangelisten dar, auf Wolken schwebend.
Diese Wandgemälde stammen von Columba, der auch die Propheten-Medaillons in den Seitenschiffen und im Altarraum schuf.

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Foto: lahnelster

Im Mittelpunkt unter der Kuppel auf dem Fußboden befindet sich eine mittelalterliche runde Sandsteinplatte mit vier ehernen Schwurhänden nach allen Himmelsrichtungen, die sogenannte Schwurplatte, die aus der Vorgängerkirche stammt.

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Foto: lahnelster

Dreikönigsaltar


An der Außenwand der ersten langovalen Kapelle steht der wertvolle Dreikönigsaltar. Er stammt noch aus der Dreikönigskapelle der alten Stiftskirche und trägt das Stifterwappen des Fürstabtes Placidus von Droste. Der 1699 gearbeitete Altar traf erst wenige Wochen nach Drosteas Tod (1700) in Fulda ein, wurde auch noch aufgestellt, erhielt aber im Hinblick auf den geplanten Neubau kein Altarbild. Als ganz nach dem neuen Stilempfinden entsprechend wurde er in den Barockdom übernommen.
Schon durch sein wertvolles Material fällt er auf: der Aufbau aus rotem und schwarzem Marmor, der figürliche Schmuck aus Alabaster, die beiden oberen Säulen aus Achat.
Die beiden zart gestalteten Alabasterfiguren sind St.Bonifatius und St.Sturmius.
Das Altarbild von 1712, ist das schönste des Domes, stammt von Johann Ignaz Albin. Im Altarauszug ein Bild des "Sterns der Weisen"; die darüber angebrachten Putten weisen auf das Kreuz Christi hin.

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Foto: lahnelster

Der Benediktusaltar

Im südlichen Querschiff steht der Benediktusaltar; eine Arbeit in "stucco-lustro" Technik auf Holz. Die große Alabasterfigur des heiligen Benediktus stammt von Johann Neudecker dem Älteren.
Die Reliefbilder (Gipsschnitte) am Sockel des Altaraufbaues stellen Szenen aus dem Leben des heiligen Benediktus dar(von links): Benedikt in weltlicher Kleidung in der Höhle bei Subiaco; der Mönch Romanus lässt an einem Seil einen Korb mit Brot herab. Der Teufel zeigt ein Bild einer Jugenliebe; Benedikt wälzt sich in Dornen,um die Versuchung zu ersticken.

Die Johanneskapelle


Kurz vor dem nördlichen Seitenportal liegt die Johanneskapelle mit dem Johannesaltar an der Nordwand. Sie ist besonders üppig mit Schmuck bedacht. Nirgends erreicht der Stuckschmuck solche Fülle und einen solchen Reichtum der Einfälle wie in den beiden Seitenkapellen der Ostfassade. In den Ecknischen stehen die Figuren der Heiligen Maria, Joseph, Joachim und Anna.

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Foto: lahnelster

Der St.-Sturmius-Altar

Im nördlichen Querschiff befindet sich der St.-Sturmius-Altar. Der dem Gründer der Abtei Fulda geweihte Altar gleicht in seiner ganzen Anordnung dem gegenüberliegenden Benediktusaltar und ist wie dieser ein Werk Artaris.

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Foto: lahnelster

Auf diesem Stuhl nimmt Bischof Heinz Josef Algermissen Platz:

Er wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn.

In Paderborn wurde er am 19. Juli 1969 von Kardinal Lorenz Jaeger zum Priester geweiht. Nach elfjähriger Tätigkeit als Vikar in Bielefeld und Meschede wurde er 1980 Pfarrer in Bielefeld-Schildesche. Von 1974 bis 1979 war er auch Studentenseelsorger an der Gesamthochschule Paderborn. 1984 wurde er zusätzlich Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Als Pfarrer im überwiegend protestantisch geprägten Bielefeld setzte Algermissen ökumenische Akzente. Mit gemeinsamen Bildungs- und Bibelwochen trug er sehr zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen bei. Diese Arbeit hat ihn geprägt. So leitete er von 1989 bis 1996 die Ökumene-Kommission des Erzbistums. Von 1994 bis 1998 war er auch geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates.

Die Orgel im Dom zu Fulda


Das heute vorhandene Orgelgehäuse geht auf die Erbauungszeit des Domes in seiner barocken Form zurück. In den Jahren 1708 bis 1713 erbaute Adam Öhninger eine Orgel für den Fuldaer Dom mit 41 Registern auf drei Manualen und Pedal. Die Schnitzereien wurden von Andreas Balthasar Weber und dem Kunstschreiner Georg Blank gefertigt. Dieses Gehäuse wurde im Zuge der Gesamtrestaurierung des Fuldaer Domes in den Jahren 1992 - 1996 restauriert, die alte Farbfassung freigelegt und möglichst originalgetreu wieder hergestellt.

Im Zusammenhang mit dieser Restaurierung wurde auch die technische Anlage der Orgel erneuert. Das Instrument hat heute 70 (72) Register, verteilt auf vier Manualwerke und Pedal. Grundlage der Disposition waren Pfeifenbestände, die noch aus der 1876/77 von der Firma Sauer (Frankfurt a. d. Oder) gefertigten Orgel vorhanden waren. Hiervon wurden 24 Register, soweit deren vorhandene Pfeifen noch original waren, übernommen. Genaue Angaben finden sich in der nachfolgenden Dispositionsliste. Die ergänzten Pfeifen, die neuen Register und die technische Anlage sind von der Firma Rieger Orgelbau in Schwarzach/Vorarlberg gefertigt. Diese hat auch die schreinerischen Arbeiten am Gehäuse ausgeführt. Es mußte der rückwärtige Teil des Rückpositivs ergänzt werden. Daneben waren Decken, Seitenwände, Stützen und Querverstrebungen des Hauptgehäuses zu rekonstruieren.

Die Restaurierung von Gehäuse, Schleierwerk, Figuren und Farbfassung wurde von der Firma Jean Kramer, Fulda, ausgeführt. Es mußten in diesem Zusammenhang auch der Emporenfußboden vollständig und darunterliegende tragende Holzbalken teilweise erneuert werden.

Die Führungen wurden in zwei Gruppen aufgeteilt.
Unsere Gruppe lauscht gerade gespannt den Erläuterungen von Frau Ulrike Eichmann zu. Die zweite Gruppe wurde von Herrn Thomas Helmer geführt.

Die Marienkapelle

Die Marienkapelle war ursprünglich das Kapitelshaus und die Begräbnisstätte der Benediktiner.
Der Altar stammt aus dem Jahr 1758 und ist ein in dieser Region seltener „Kronenaltar“. Zu erkennen ist das Lamm mit Buch und den sieben Siegeln, in der Mitte auf einer Weltkugel mit Schlange eine fast lebensgroße Madonnenfigur mit Kind, Krone und Zepter. Links von Maria ist an einem Schlüssel Petrus als Büßer zu erkennen, rechts von Maria ist Maria Magdalena dargestellt.
An den Seiten des Altares stehen Figuren, die allegorische Bedeutung haben:
An der linken Seite die göttliche Tugend des Glaubens, die als Attribut mit einem Buch gekennzeichnet ist.
Rechts vom Altar steht die Figur der Hoffnung ohne nähere Attribute.

Die zweite Patronin des Bistums ist die heilige Elisabeth von Thüringen. Eine beinahe lebensgroße Holzplastik der Bistumsheiligen befindet sich rechts vom Sturmiusaltar auf einem hohen Postament. Die Patronin ist mit einem Fürstenmantel, Krone und Zepter geschmückt. Sie wendet sich einem Armen zu, dem sie ein Geldstück reicht.

Am Wandpfeiler zum Mittelschiff hängt eine Holzplastik aus dem Jahr 1489, eine so genannte Schutzmantelmadonna:
Maria steht mit dem Jesuskind im Arm auf einem Halbmond, zwei Engel halten ihren Mantel, unter dem sich Vertreter der damaligen Stände verbergen: Bischof, Mönch, Weltgeistlicher, Ritter, Bürger, Frauen und Jugendliche.
Die Schutzmantelmadonna ist eines der wenigen erhaltenen Ausstattungsstücke aus dem mittelalterlichen Vorgängerbau der Stiftskirche Fulda.

Stadtschloss Fulda

Den glanzvollen Mittelpunkt unter den profanen Bauwerken bildet das Stadtschloss, die Residenz der Fuldaer Fürstäbte und Fürstbischöfe.
Das heutige barocke Schloss wurde als Vierflügelanlage mit zwei Seitenflügeln, die einen Ehrenhof einfassen, in den Jahren 1708-1714 erweitert. Der Baumeister der Schlossanlage, die auf den Vorgängerbauten entstand, war Johann Dientzenhofer, der auch den barocken Dom erbaute. Sein Auftraggeber war Fürstabt Adalbert von Schleiffras.

Die "Historischen Räume des Stadtschlosses", der ehemaligen Residenz der Fuldaer Fürstäbte, bieten einen Blick in die Lebenswelt des Absolutismus. Wir konnten den Fürstensaal, den barocken Festsaal mit seinen Nebenräumen und den Spiegelsaal besichtigen. Ebenso war eine Wohnung der Fürstäbte des 18. Jhs., die um 1730 ausgestattet wurde, in den Rundgang eingeschlossen.

Zum Abschluss des Tages hatte ich Plätze im "Brauhaus Wiesenmühle" reserviert.
Das Mühlrad mit 44 Schaufeln, und einem Durchmesser von 6,90 Metern, einer Breite von 6,50 Metern und einem Gewicht von 55 Tonnen das größte noch in Betrieb befindliche Mühlrad Europas.
Die Wiesenmühle wurde das erste Mal 1337 in einer Urkunde des Fürstabts Heinrich VI. von Hohenberg erwähnt.

Mehr Informationen hier

Ich hoffe es hat Euch in Fulda gefallen. Das Wetter war ja super für so einen Tag.

Text, Fotos & Layout: Hans-Rüdiger(lahnelster)


*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger ***


*** Zur Diashow von Peter "HaryS" ***

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