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Scouts testen FreeStyle Libre 2

Rund 1,8 Millionen1 Menschen in Deutschland müssen wegen ihres Diabetes mehrmals täglich ihren Zuckerwert messen. Bis vor einigen Jahren war dies nur mithilfe eines Fingerstichs und der Nutzung von Teststreifen und Messgerät möglich. Auch heute noch ist dieses Verfahren der Blutzuckermessung weit verbreitet – doch neue, einfach zu nutzende und schmerzfreie2 Methoden der Zuckermessung werden immer beliebter. Die Firma Abbott bietet mit dem FreeStyle Libre 2 ein sensorbasiertes Glukosemesssystem an, welches das routinehafte Stechen nahezu schmerzfrei und sicher ersetzt2-6.

Scannen besser als ein Fingerstich?

Wir wollten es wissen und luden fünf Feierabend-Mitglieder zum Scouttest ein. Im Video erfährst Du bereits einiges über FreeStyle Libre 2 und den Tag in unserer Redaktion.


Willkommen bei der Feierabend-Redaktion

Feierabend-Mitarbeiter Andreas Risch begrüßte die Scouts, bevor die allgemeine Vorstellungsrunde folgte. Vier Herren und eine Dame im Alter von 69 bis 85 Jahren erzählten von der Erkrankung und Behandlung ihres Diabetes.

Drei der Scouts kontrollieren den aktuellen Blutzuckerwert per Fingerstich 3-4 Mal, zwei Scouts sogar 5-7 Mal pro Tag. Kein Wunder also, dass bei allen der Wunsch besteht, für die tägliche Blutzuckermessung eine komfortablere Alternative zu finden. Karl-Adolf (Bildmitte), Typ-1-Diabetiker, berichtet vom täglichen Insulin spritzen und dem einhergehenden Blutzuckermessen. Heute, erzählt er, seien seine Fingerspitzen vom vielen Stechen ein wenig beschädigt.

Auch Frithjof (links im Bild), Typ-2 Diabetiker, muss regelmäßig zur Stechhilfe greifen. Seit fast 30 Jahren kontrolliert er den Blutzucker und spritzt Insulin zu jeder Mahlzeit. Und Werner, ebenfalls Typ-2 Diabetiker, erhofft sich, in Zukunft ganz aufs Stechen verzichten zu können.

Zuerst die Theorie

Die zertifzierte Diabetesberaterin Birgit Olesen führte in die Funktionen von FreeStyle Libre 2 ein und beantwortete fachkundig alle Fragen. Zum Beispiel wollte Friedrich wissen, ob man auch durch die Kleidung messen kann und ob der Sensor auch Wasser ausgesetzt werden darf. Ja, kein Problem, solange der Abstand des Lesegeräts nicht mehr als 4 cm beträgt, kann auch durch die Kleidung gemessen werden7. Und der Sensor ist auch wasserfest. Einmal gesetzt, kann der Sensor für 14 Tage am Körper bleiben – auch beim Schwimmen8, Duschen und sogar in der Sauna.

…und dann die Praxis

Unter Anleitung von Birgit Olesen brachten die Scouts nach Einführung in das Messsystem gemeinsam den Sensor an, der die Größe einer Zwei-Euro Münze hat. Dafür wurde die Oberarmrückseite mit einem Alkoholtuch gereinigt, Sensor und Sensorapplikator zusammengesteckt und fest auf die Haut gedrückt. Ein kleiner, dünner und biegsamer Fühler wird dabei unter die Haut geschoben. Kurz überprüft, ob alles richtig sitzt – fertig! Für alle fünf Scouts war das Anbringen des Sensors einfach und schmerzfrei.

Auch Tamara Kissel, Produktmanagerin bei Abbott, stand den Testern mit Rat und Tat zur Seite. Es war von allgemeinem Interesse, was nach den 14 Tagen passiert, also dann, wenn ein neuer Sensor gesetzt werden muss und woran man erkennt, dass es soweit ist. Die Antwort ist denkbar einfach: Das Lesegerät informiert, wie lange der Sensor noch misst und wann ein Austausch erforderlich ist.

Nach einer Stunde Pause konnten die ersten Resultate auf dem Lesegerät bzw. der FreeStyle LibreLink App, die zwei der Scouts direkt installiert hatten, ausgelesen werden. Birgit Olesen erläuterte, was die einzelnen Trendpfeile bedeuten. Denn mit dem Freestyle Libre 2 stehen viel mehr Informationen zur Verfügung als bei der herkömmlichen Blutzuckermessung – etwa Informationen darüber, ob der Glukosespiegel gerade steigt oder fällt. Wichtig zu beachten ist, dass FreeStyle Libre 2 den Zucker nicht im Blut, sondern im Gewebe misst. Denn der Blutzucker- und Gewebezuckerwert kann sich in bestimmten Situationen unterscheiden, weil der Zucker etwas länger braucht, um über das Blut ins Gewebe zu gelangen. Auch die Funktion der Alarme9 und die Notizfunktion wurden erklärt.

Das sagen die Feierabend-Scouts nach 14 Tagen Test

14 Tage lang hatten die Scouts anschließend die Möglichkeit, FreeStyle Libre 2 im Alltag zu testen. Drei von ihnen gaben an, dass sie den Sensor im Alltag überhaupt nicht bemerkt haben und er komfortabel zu tragen ist, für sie eine glatte „1“. Ein Scout vergab die Note 2, ein weiterer Scout die Note 2-3 (bei einer Notenskala von 1 bis 5, 1= starke Zustimmung, 5=starke Ablehnung).

Auf die Frage: „Ist es diskreter einen Glukosewert mit einem Scan zu erhalten als mit einem Blutzuckermessgerät mit Stechhilfe und Teststreifen?“ kreuzten im Fragebogen alle Scouts die „1“ an. Auch bei der Frage, ob die Messergebnisse einfach zu verstehen waren, gab es von vier Testern ein „sehr gut“. Ebenfalls vier fanden die Alarme sehr hilfreich und fühlten sich viel sicherer (jeweils die Note 1), einer der Scouts vergab die Note 2.

Auf die Frage „Was sind die entscheidendsten Vorteile von FreeStyle Libre?“ stimmten alle fünf Scouts bei den folgenden Antworten überein:

  • Entfall des routinemäßigen Fingerstechens3

  • Einfache Bedienung

  • Diskreteres Messen

Gusti, eine der Scouts, schrieb uns außerdem, dass für sie die neue Art der Zuckermessung eine große Erleichterung gegenüber dem schmerzhaften Stechen über den Tag verteilt sei. Dank der Alarme könne sie beim Abgleiten in den Unterzucker oder bei Überzuckerung sofort reagieren.

Hier sehen die Scouts Möglichkeiten zur Optimierung

Möglichkeiten zur Optimierung sahen die Scouts z.B. im Servicebereich, da es teilweise zu längeren Wartezeiten bei der Beantwortung von E-Mails kam und die Art und Weise wie ein Rezept einzureichen ist, besser erklärt werden kann.

Fazit

4 von 5 Scouts beabsichtigen, FreeStyle Libre 2 nach der 2-wöchigen Testphase weiterhin zu nutzen.

Als wesentliche Vorteile sahen alle fünf Scouts das diskrete Glukosemessen im Alltag und den Entfall des routinemäßigen Fingerstechens an - neben den bereits genannten Testergebnissen.

Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit noch einmal ganz herzlich bei den Anwesenden für die offenen Gespräche, Anregungen, Lob und Verbesserungsvorschläge bedanken. Wir haben uns sehr über die Teilnahme in der Feierabend-Redaktion gefreut.

1 https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_in_zahlen; Zugriff am 24.05.2019.
2 85% der Teilnehmer einer Erstanwenderstudie stimmten der Aussage zu, dass das Setzen des Sensors schmerzfrei ist. 97% der Teilnehmer einer Erstanwenderstudie stimmten der Aussage zu, dass das Scannen des Sensors schmerzfrei ist. Daten liegen Abbott Diabetes Care vor.
3 Eine zusätzliche Prüfung der Glukosewerte mittels eines Blutzucker-Messgeräts ist erforderlich bei sich schnell ändernden Glukosespiegeln, weil die Glukosewerte in der Gewebeflüssigkeit die Blutzuckerwerte eventuell nicht genau widerspiegeln, oder wenn das System eine Hypoglykämie oder eine anstehende Hypoglykämie anzeigt oder wenn die Symptome nicht mit den Messwerten des Systems übereinstimmen.
4 Das Setzen eines Sensors erfordert ein Einführen des Sensorfilaments unter die Haut. Der Sensor kann bis zu 14 Tage lang getragen werden.
5 Haak T. et al. Diabetes Therapy. 2017; 8 (1): 55–73. Die Studie wurde mit 224 Erwachsenen durchgeführt.
6 Bolinder, J. et al. Lancet. 2016; 388 (10057): 2254-2263. Die Studie wurde an 239 Erwachsenen durchgeführt.
7 Das Lesegerät kann die Daten des Sensors in einem Abstand von bis zu 4 cm erfassen.
8 Der Sensor ist in bis zu 1 m Wassertiefe für die Dauer von bis zu 30 Minuten wasserfest.
9 Alarme sind standardgemäß ausgeschaltet und müssen eingeschaltet werden.

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