Neu hier? Lies hier über unser Motto gemeinsam statt einsam.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

17-06-2012 bis 24-06-2012 Von Kiel nach St. Petersburg

Es fällt mir selber etwas schwer, eindeutig zu sagen, warum ich Sankt Petersburg bei meinem Besuch im Juni 2012 nicht besonders mag.
Mit großen Erwartungen bin ich nach St. Petersburg gekommen, vermutete eine prachtvolle, großartige, weltgewandte Stadt. Und, ja, prachtvoll ist sie wirklich, diese Stadt. Aber doch stapfe ich etwas lustlos durch die an der Mündung des Flusses Newa in die Ostsee gelegene, 5.000.000 Einwohner zählende Stadt St. Petersburg (immerhin die viertgrößte Stadt Europas). Ich wusste nicht so richtig, was ich von ihr halten sollte, fühlte mich zuweilen fast schon angeödet und genervt.
St. Petersburg ist eine recht junge Stadt, sie wurde erst im Jahr 1703 gegründet und hieß von 1914 bis 1924 Petrograd, von 1924 bis 1991 Leningrad und dann kehrte man wieder zu der deutschen Bezeichnung St. Petersburg zurück. Interessant ist, das der Verwaltungsbezirk, in dem die Stadt liegt, wie zu Sowjetischen Zeiten nach wie vor Leningrad heißt.
Eigentlich mag ich Städte, die am Wasser liegen! Eigentlich mag ich das nordische! Eigentlich mag ich eindrucksvolle Architektur!
Gute Voraussetzungen also, auch St. Petersburg bei einem Aufenthalt "eigentlich" zu mögen! Und doch:
WARUM NUR GEFÄLLT MIR ST. PETERSBURG NICHT SO RICHTIG?
Vielleicht liegt es daran, dass ich mir bei den vorangegangenen Teilen meiner Reise – die Mitsommernacht während der Fahrt durch die Fjorde Norwegens, die wunderschöne Stadt Stockholm, und das märchenhafte Tallin?
Schließlich war mein erster Eindruck von St. Petersburg ein aktives Kernkraftwerk im Hafen. Und die Hinweise der Reiseführerin auf Taschendiebe und „nicht zu betretende Rasenflächen“ taten das Ihre dazu. Militär war an jeder Ecke präsent.
Und speziell bei den Auto´s blieb mir der Mund vor Staunen fast ofen stehen. In den USA hatte ich wirklich schon riesige Stretchlimousinen gesehen, aber die in St. Petersburg übertrafen alle. Sie waren so lang, dass sie kaum um die Straßenecke kamen. Das tollste aber ist, das es in ganz St. Petersburg nur eine einzige Tankstelle gibt – wegen der Explosiongefahr (schon klar, aktive Atomkraftwerk ist dagegen ein Dreck) alle anderen Tankstellen liegen ca. 80 km. vor der Stadt.
Vielleicht aber ist es auch die Stadt selber, die mir nicht so richtig gefällt? Ich muss es einfach so sagen: Vieles ist mir in St. Petersburg zu wuchtig, zu massiv, zu gewaltig, zu gleichförmig, zu protzig! Manchmal habe ich fast das Gefühl, erdrückt zu werden. Die Nähe zum Wasser ist schön, aber die Zarenzeit hat dermaßen gewaltige Hinterlassenschaften hinterlassen, zum Teil richtig pompös, dass ich kaum nette, liebenswerte Ecken in der Stadt finde. Grau-Grüne Betontöne im Wechsel mit alten Prunkbauten es hat einen gewissen morbiden Charme, sieht aus wie eine alternde Diva. Zu dickes Make Up, alles zu sehr überpudert,ein Geruch nach Kampfer und Allter liegt über allem.

Ingrid

Neue Gruppengröße
In der Regionalgruppe Deutsch-Holländische-Grenzregion trifft sich alles, was im Umkreis von 30 bis 40 km um Kleve herum wohnt - sowohl auf der deutschen Seite als auch auf der Niederländischen. Wir haben uns diesen Wirkungskreis erst einmal vorgenommen, müssen ihn aber noch in der Praxis erproben. Gebt uns ein wenig Resonanz wie Euch diese neue Gliederung gefällt. Wir freuen uns auch über konstruktive Kritik.

Eure RGB Ingrid

Artikel Teilen

Regional > Deutsch-Holländische-Grenzregion > Ausflüge und Erlebnisberichte