Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Geistig fit bleiben im Alter

Der fortschreitende Alterungsprozess ist ein Teil des Lebens. Hierzu gehört auch der Abbau der Gehirnaktivitäten, durch den das Risiko für eine Demenzerkrankung ansteigt. Dabei ist das Gehirn nicht zwangsläufig dazu bestimmt, mit den Jahren seine Aufnahmefähigkeit zu verlieren, sondern kann weiterhin in der Lage sein, Neues zu erlernen oder umzusetzen.
Wichtig hierfür ist jedoch die Lebensweise der betreffenden Person. Schließlich lässt sich der Rückgang der Gedächtnisfähigkeit durch gewisse Faktoren positiv beeinflussen. Dazu zählt in erster Linie eine gesunde Ernährung.

Paar kocht gemeinsam

Bewusste Ernährung – Schlüssel zu geistiger Fitness im Alter

Grundsätzlich sollte in jeder Lebensphase auf eine ausgewogene Kost geachtet werden. Besonders im Alter benötigt der Organismus aber spezielle Nährstoffe, damit er aktiv bleibt.

Diese sind:

  • Antioxidantien wie Vitamin C, die dem Körper helfen, freie Radikale zu binden und somit die Molekülzerstörung durch Oxidantien zu verhindern. Das schützt nachweislich vor Demenz. Gerade Nüsse, Früchte, Gemüse wie Zucchini oder Tomaten enthalten jene Antioxidantien

  • Polyphenole, die in Trockenobst zu finden sind und Nervenzellen im Gehirn älterer Menschen bei dem Informationsaustausch unterstützen

  • Omega-3-Fettsäuren, welche hauptsächlich in fetthaltigerem Fisch oder Pflanzenölen wie Raps- und Leinöl auftauchen. Sie hemmen eine vorherrschende Demenzerkrankung bei ihrer Ausbreitung und beugen dem geistigen Verfall vor

  • Resveratrol, ein Stoff, der in Wein vorkommt und ebenfalls den geistigen Abbau verringert. Dazu sollte das alkoholische Getränk allerdings in sparsamen Mengen von etwa 15 g pro Tag konsumiert werden

  • SIR2, ein wertvolles Enzym, das die DNA verlängert und in Erscheinung tritt, wenn kalorienarm gegessen wird.

Paar kocht gemeinsam

Zusätzlich empfiehlt es sich, eine mediterrane Speisenabfolge zu bevorzugen, da sie die Gehirnaktivität besser schützt als eine fetthaltige Ernährung. Als Richtlinie für den Speiseplan gelten fünf Einheiten Rohkostprodukte und Obst am Tag, mindestens zweimal die Woche Fisch, wenig Fleisch und vermehrt Geflügel, ein Gläschen Wein und etwas Kaffee in Maßen, denn auch Letzterer soll das Gehirn vor der Alterung bewahren. Natürlich spielt die erstklassige Qualität der Lebensmittel ebenfalls eine tragende Rolle.
Insofern Fleischwaren verzehrt werden, wäre es gut, wenn jene von Weidetieren stammen, weil diese einen höheren Anteil an ungesättigten Fettsäuren vorweisen. Wer nebenbei gerne Süßigkeiten genießen möchte, darf zu Bitterschokolade greifen. Ihr Kakao-Anteil fördert die Hirndurchblutung und besitzt ebenfalls Antioxidantien. In Ergänzung dazu ist es ratsam, den Körper in Bewegung zu halten.

Regelmäßige Bewegung – mit gezielten Sporteinheiten das Demenzrisiko verringern

Sport ist ein zentraler Baustein für einen aktiven Organismus. So werden Geschicklichkeit, Mobilität und Koordinationsvermögen trainiert, während der Geist lernt, sich auf die wesentliche Dinge zu konzentrieren und Problemsituationen effektiv zu lösen. Bewegung bietet auch die Möglichkeit in Gruppen, die Sozialkompetenz aufrechtzuerhalten.
Welche Art von Sport ist hierbei nicht entscheidend, denn was zählt, ist die Ausdauer. Je konstanter jemand sein Fitnessprogramm absolviert, desto erfolgreicher gestaltet sich der Effekt. Circa drei Stunden in der Woche, verteilt auf 30 Minuten am Tag wären ausreichend, um das Gehirn besser zu durchbluten. Sehr beliebt sind Rad fahren, Schwimmen und Walking. Für eine größere Gedächtnissteigerung wäre hingegen Tanzen optimal, weil sich hier wechselnde Schrittfolgen mit Fitness und Rhythmus verbinden. Ohnehin sind neue Sportarten eine gute Option, um das Gehirn auf aktive Weise zu trainieren.
Falls die Beweglichkeit dagegen bereits eingeschränkt ist, sollten zumindest regelmäßige Spaziergänge stattfinden. Sport lässt sich aber auch auf geistige Art einsetzen wie bei dem Gehirnjogging.

Denksportaufgaben – Gehirntraining gegen den altersbedingten Gedächtnisverlust

Aeltere spielen Schach

Die ideale Vorbeugung gegen eine Demenz ist ein intensives Denksportprogramm. Hierbei eignen sich insbesondere knifflige Aufgaben wie Sudoku, das Erlernen neuer Sprachen oder künstlerische Arbeiten für das Gedächtnistraining. Sie verbessern die fluiden Funktionen, darunter das logische Denkvermögen sowie die Konzentrationsfähigkeit und setzen außerdem Motivation voraus.
Ähnlich ist das Hirnjogging, denn es verknüpft alltägliche Aufgaben mit Denksport. In der Umsetzung kann es variieren, weil es immer dem Leistungsstand der ausführenden Person angepasst werden sollte. Demnach könnte die Zusammensetzung von Namen und Gesichtern genauso wertvoll sein wie das wechselnde Platzieren von Gebrauchsgegenständen, beispielsweise Portemonnaie oder Schlüssel, das Aufbrechen alter Gewohnheiten gemeinsam mit der Umgewöhnung an neue Strukturen oder die Richtungsänderung bei Spaziergängen.
Im Allgemeinen sollte allerdings ebenfalls die positive Lebenseinstellung gegeben sein. Wer optimistisch ist, die Herausforderung, Neues zu erlernen nicht scheut und seine Sozialkontakte pflegt, trägt dazu bei, dass Körper und Geist länger aktiv sind. In Kombination mit einer gesunden Ernährung, wiederholten Sporteinheiten und einer abwechslungsreichen Alltagsgestaltung bleibt das Gehirn auch im fortgeschrittenen Alter leistungsfähig.

Artikel Teilen


Artikel bewerten
4 Sterne (8 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


7 7 Artikel kommentieren
Themen > Gesundheit > Demenz > Geistig fit bleiben im Alter