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Alzheimer: Tipps für pflegende Angehörige

Das frühzeitige Erkennen der Symptome ist sehr wichtig

Wer einen Menschen häufig sieht oder sogar mit ihm zusammenlebt, bemerkt zuerst gar nicht die allmählich voranschreitende Veränderung seines Wesens. Eines Tages fällt auf, das die noch selbstständig lebende Mutter in ihrem Küchenschrank fünf Pakete Mehl hortet, obwohl sie gar nicht backen will. Bei dem eigenen Partner an der Seite dauert es oftmals noch länger, bis bemerkt wird, was mit ihm los ist.

Tochter pflegt Vater

Wer ständig zusammenlebt, entwickelt eine andere Sichtweise und übersieht, dass der Partner vergisst, das Licht im Bad zu löschen, nachlässig in seiner Körperpflege wird oder die falsche Tür in seinem bekannten Umfeld benutzen will. Es ist nicht so, dass man es nicht sieht und denkt, das kann jedem mal passieren, besonders wenn man älter wird. Man will es zunächst überhaupt nicht erkennen. Demenz ist eine unheilbare und stetig fortschreitende Krankheit, was wir zu genau wissen aber nicht wahrhaben wollen.

Der Arzt bestätigt nach eingehender Untersuchung den anfänglichen Verdacht

Irgendwann muss dem Leiden unweigerlich ins Auge gesehen werden. Hat der Arzt die Diagnose gestellt, heißt es überlegen wie es weitergehen soll. Es ist schließlich nicht nur die Vergesslichkeit, die dann gefährlich werden kann, wenn der Herd nicht abgeschaltet wird oder wenn der Patient nicht mehr allein nach Hause findet. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass sich Aggressionen entwickeln, die unter Umständen bis zur Handgreiflichkeit führen können. Das Wesen verändert sich im Laufe der Zeit sehr. Angehörige sollten sich nicht alleine mit dieser Krankheit auseinandersetzen. Sie dürfen sich nicht scheuen, Hilfe von außenstehenden Fachkräften und anderen Betroffenen in Anspruch zu nehmen. Auf die Weise werden sie sowohl seelisch als auch körperlich entlastet, sodass sie wieder mehr an sich selbst denken können.

Wie der Umgang mit dem Patienten im Alltag funktionieren kann

Tochter pflegt Vater

Am besten sind Menschen mit der Diagnose Alzheimer in ihrem gewohnten Umfeld aufgehoben. Das sollte auch so lange wie möglich geschehen. Nach und nach müssen sie jedoch rund um die Uhr betreut und überwacht werden. Gibt es noch klare Momente und ist noch eine gewisse Selbstständigkeit vorhanden, geht es darum, dem Patienten schöne Momente zu verschaffen. Spielt er gerne Karten? Wenn er das schon immer getan hat, kann das noch sehr lange funktionieren. Dann sollte er es weiterhin tun. Alte Fotos aus der Kindheit wecken seine Erinnerungen. Musik aus vergangenen Zeiten bringt ihn zum Strahlen. Die tägliche Bewegung an der frischen Luft tut Körper und Geist gut. Auch wenn es lästig wird, wenn ein eben gesagter Satz immer wieder aufs Neue gesagt werden muss, sollte dies ohne Vorwürfe getan werden. Schließlich kann der Patient nichts für seine Vergesslichkeit, die das Kurzzeitgedächtnis zuerst betrifft. Vorwürfe sind dann völlig unangebracht. Sicher gab es vor der Erkrankung einen besonderen Wunsch, der jetzt erfüllt werden sollte. Wieder einmal die alte Heimat besuchen, einen Freund von früher kontaktieren, das Lieblingsessen zelebrieren oder Weihnachten feiern, obwohl gerade Ostern vorbei ist.

Ein kurzer aber wirkungsvoller Urlaub von der Krankheit

Nähere Verwandte sollten in die Problematik der Krankheit mit einbezogen werden. Eventuell können einige von ihnen stundenweise Arbeit abnehmen und sich mit dem Kranken beschäftigen. Überall in Deutschland gibt es Selbsthilfegruppen für Angehörige, in denen ein Austausch der Erfahrungen stattfindet. Sich einer solchen Gruppe anzuschließen, ist eine Wohltat und mobilisiert die eigenen Kräfte. Um selbst stark zu bleiben und Zeit für andere Dinge zu gewinnen, wäre es außerdem sehr hilfreich, den Patienten ab und zu oder sogar regelmäßig in eine Tagespflege-Einrichtung zu bringen. Hier bieten sich spezielle Demenzheime an, die bei fortschreitender Krankheit vielleicht eine vollständige Übernahme des Patienten vornehmen können. Das kann dann der Fall sein, sobald er seine Verwandten und Bekannten nicht mehr erkennt, nicht mehr weiß, wo er ist, nicht mehr selbstständig essen kann und sogar bettlägerig wird.

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