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19.02.2020 Textilien lassen sich bedrucken

Nun sahen wir, wie das entsteht, was wir so oft vor uns sehen.

Im Fernsehen sah ich vergangen einen Bericht, nachdem es in Großstädten wie in New York, Berlin, oder Hamburg zu einem neuen Trend gekommen ist. Sein Name ist „Gullyprint“, oder im Deutschen „Kanaldeckeldruck“. Demnach suchen Leute nach Kanaldeckeln, die ein Emblem der Stadt tragen.

Nun wird die Oberfläche dieses Deckels eingefärbt und ein T-Shirt darauf positioniert. Danach wird das T-Shirt mit einem sauberen Farbroller gegen den Deckel gedrückt. Dann wird das T-Shirt vom Kanaldeckel abgezogen und trocknen lassen. Schon hat man ein Unikat, das man zur Schau tragen kann.

So kompliziert aber muss man sich das nicht machen. Wesentlich besser kann es die Firma Textildruck Steitz, wo wir hinter die Kulissen blicken durften.

Gleich beim Eintritt in die Firma lachten uns 2 T-Shirts an, die mit Abbildungen von in Darmstadt bekannten und ansässigen Namen verbunden sind.

Empfangen und geführt wurden wir in 2 Gruppen. Die erste Gruppe wurde vom Betriebsleiter Herrn Mühle übernommen.

Die zweite Gruppe übernahm Herr Oliver Hösch.

Die Firma Steitz ist ein Lohndruck- und Komplett-Dienstleister in den Bereichen Textilgroßhandel und Textilveredelung und hat deswegen Verbindungen in viele Länder der Welt.

Dabei ist die 1983 gegründete Firma Spezialist für Transferdruck, Siebdruck, Sticks und weitere Druck- und Veredelungstechniken und das auf inzwischen über 2.000 m² Produktionsfläche.

Gleich zu Anfang dieses Berichtes möchte ich einen YouTube Film der Firma Steitz zeigen, der einen ersten guten Überblick vermittelt.

Textildruck Steitz e.K. Imagefilm

Hier Link zu dem Film anklicken

T-Shirts, Taschen, Gewebestoffe und ähnliche Erzeugnisse kommen heute aus Ländern, die noch billiger produzieren, als wir es in Deutschland oder Europa seit langem schon nicht mehr können. Gemeint sind hier Länder wie beispielsweise China, Indien, Bangladesch oder Kambodscha.

Da der Versand nach Deutschland in aller Regel per Schiff erfolgt ist schon wegen der Transportzeit mit Lieferzeiten von 6 bis 7 Wochen zu rechnen.

Steitz führt täglich zwischen 15.000 und 20.000 Drucke durch, wobei bei Bekleidungsteilen, wie T-Shirts oftmals noch die Kleidergrößen beachtet werden müssen. Denn klar ist dabei, dass ein Kinderkörper kleiner ist, als der eines Erwachsenen. Folglich wird ein Druckbild für die kleinste T-Shirtgröße hergestellt und dann für Erwachsene gegebenenfalls vergrößert.

Vor jedem Beginn eines neuen Druckauftrags steht Arbeit in der hausinternen Grafikabteilung an. Hier werden die Kundenwünsche und Ideen fachmännisch umgesetzt und danach an die Produktionsabteilung weiter gegeben.

Um Gegenstände aus Textil wie Polyester, Nylon, Viskose und Baumwolle hochwertig mit Farbe, Garn oder Applikationen zu veredeln setzt man das geeignete Druckverfahren ein.

Hierzu benötigt man entsprechende Maschinen und technische Ausrüstungen und auch Mitarbeiter, die sich stets auf dem neuesten Stand der Technik und Verarbeitungsrichtlinien befinden.

Die Firma beschäftigt zur Zeit 60 Damen und Herren und darunter 4 Auszubildende. Da die Arbeitskräfte aus allerlei Ländern kommen und oftmals Deutsch nicht verstehen ist es für die deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oftmals nicht gerade einfach Anweisungen, oder Ratschläge verständlich zu kommunizieren. Dennoch schaffen es die Verantwortlichen immer wieder Fachleute heranzuziehen.

Der Siebdruck kommt in vielen Branchen zum Einsatz, wenn es darum geht sowohl flache Gegenstände, oder auch Gegenstände mit Formen, wie Handtaschen zu bedrucken. Dabei wird Druckfarbe mit einem Gummi Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe auf das zu bedruckende Material gedrückt. Da wo gemäß dem Druckbild nicht gedruckt werden soll, wurde das Gewebe zuvor farbundurchlässig vorbereitet.

Die Siebe aus Polyester bestehen aus jeweils etwa 100 längs und quer verwobenen dünnen Fäden pro cm² und überstehen mehrere tausend Einsätze. Die Siebe sind jeweils in einem Rahmen eingespannt. Dort werden sie vorbehandelt, damit die Motive per Farbe übertragen werden, die nicht zu bedruckenden Flächen aber keine Farben durch lassen.

Hierbei wird nun klar, dass sich der Siebdruck hervorragend zum Bedrucken von Textilien wie T-Shirts eignet, wobei sich die unterschiedlichsten Texte und Motive in leuchtenden Farben und Farbtönen verewigen lassen. Dabei wird für jede Farbe ein Sieb und ein erneuter Druckvorgang erforderlich.

Die Farbe wird auf das Sieb aufgetragen, wonach ein Rakel über das Sieb streicht und die Druckfarbe durch das engmaschige Netz drückt.

Nun gibt es Drucke, die an bestimmten Stellen noch brillanter sein sollen. Hier wird in einem 2. Druckvorgang über den weißen Text noch einmal rot gedruckt.

Textildruck Steitz verfügt über sechs Siebdruck-Vollautomaten mit denen bis zu 10 Echtfarben auf Textilien aufgedruckt werden können. Weil die aufgedruckten Farben aber noch feucht sind, ist ein Trockenvorgang in der Maschine (Bild seitlich), oder auch außerhalb erforderlich.

Für viele Einsatzgebiete ist der Transferdruck ein wichtiges Verfahren. Dabei können Nummern auf Trikots aufgeflockt, oder Namen und Texte auf Arbeitskleidung geflext werden und das alles auch an komplizierten Stellen von Textilien. Mit einer Transferpresse werden dabei auch Flock-, Flex-, Plastisol- oder Digitalpatch-Motive schnell auf Textilien aufgebracht.

Unter dem Namen Digitaldruck verbirgt sich eine Gruppe von Druckverfahren, ohne dass dabei eine eigentliche Druckform benutzt wird. Vielmehr wird das Druckbild direkt von einer Datei oder von einem Datenstrom von einem Computer in die Druckmaschine übertragen. Die am weitesten verbreiteten Verfahren ist hier die Elektrofotografie.

Vor allem bei weißen Textilien, aber inzwischen auch bei dunklen, oder schwarzen Textilien kommt der Digitaldruck zum Einsatz. Dabei bietet das Verfahren eine enorme Farbvielfalt.

Der Begriff Stick wird bei verschiedenen Branchen verwendet und bedeutet jeweils etwas anderes. Bei der Textilverarbeitung aber erfolgt der Stick-Auftrag auf modernsten Mehrkopf-Strickautomaten. Diese können Designs bis zu 12 Farben herstellen, wobei die Fäden beim Wechsel der Farben vollautomatisch abgeschnitten und vernäht werden. Die Stickmaschinen selbst kontrollieren dabei die Qualität, bevor Endkontrollen und Qualitätssicherungen durch geschulte Mitarbeiter erfolgen.

So hergestellte Sticks werden wie hier auf das T-Shirt aufgeklebt, wobei dieses Bild zeigt, dass der Klebevorgang nicht gelungen ist.

Der Druckerei angeschlossen ist ein Lager mit 3 Aufzügen in dem täglich 25.000 bis 30.000 Einzelartikel bewegt werden können. Darüber hinaus hat man ein weiteres befreundetes Großraumlager gleich neben an und schließlich in Groß-Gerau noch ein Lager für 70.000 bis 80.000 Artikel. Das alles veranschaulicht die Größe und die Leistungsfähigkeit dieses Unternehmens.

Anmerkung: Wenn man mit der linken Maustaste auf eines der kleinen Bilder klickt, dann wird das größer dargestellt.
Noch einmal bedanken wir uns dafür, dass wir einen solchen Einblick nehmen konnten und wünschen der Firma Steitz und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterhin viel Erfolg.

Bericht und Bilder Rikue

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