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20.06.2017 Wir erlebten den 3D-Druck und mehr

Die alten Chinesen erfanden den Buchdruck, Gutenberg die beweglichen Lettern und viele klugen Köpfe danach die verschiedensten Druckverfahren. Das neueste Verfahren dabei ist der 3D-Druck, mit dem plastische Objekte hergestellt werden können. Dabei können diese beispielsweise hohl sein, Hinterscheidungen haben, oder Wanddicken mit innen liegender Wabenstruktur aufweisen. Um uns hierzu einen (kleinen) Überblick zu verschaffen besuchten wir die Firma 3D-Printer-FAB in Darmstadt, wozu uns der Chef, Herr Alwin Wilhelm Blum einlud.

Dabei erfuhren wir, dass es verschieden große 3D-Drucker gibt, wie auch solche, die nur einfarbig, oder auch farbig drucken können. Beim einfarbigen Druck wird eine Spule aus Kunststoffmaterial benötigt, was meistens als ABS Material vorliegt (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer).

Das Material ist thermoplastisch und wird bei rund 230 °C mit einem Durchmesser von 0,35 mm in Schichtstärken von jeweils 0,2 mm auf die Trägerplatte aufgetragen. Dabei sind alle Teile und Flächen in diesem 15 x 20 x 25 cm großen Druckerraum beheizt. Zur Demonstration ist die beheizte Materialzufuhr von der Trägerplatte abgehoben Deutlich sieht man den geschmolzenen Faden aus Kunststoff.

Sind Hohlräume, oder auch Hinterschneidungen gewünscht, dann ist eine Stützstruktur erforderlich. Hierfür wird eine zweite Materialspule benötigt, mit deren Material diese Stellen gefüllt werden. Das Material der Stützstruktur wird später abgebrochen, oder aus den Hohlräumen die gedruckten Gebilde herausgeschabt.

Wer hatte denn schon einmal eine Kathedrale in der Hand? Hier war viel Stützmaterial im Einsatz, bevor ein solches Kunstwerk seine Schönheit entfalten konnte.

Und so sieht das Bauwerk von unten aus

Man kann im 3D-Druck aber auch Flächen drucken, die danach, wie bei diesem Häuschen, zusammen gebaut werden.

Auch so etwas kann man drucken. Wie sonst könnte dieses Gebilde mit einem etablierten Fertigungsverfahren hergestellt werden?

Mit diesem elektrischen Messgerät kann selbst ein Elektromeister nicht messen. Es ist als Ausstellungsstück gedruckt und ist ansonsten zu nichts zu gebrauchen.

Inzwischen aber sind wir bereits bei Arbeiten aus dem Farbdrucker angelangt. Der hierfür vorhandene Drucker verfügt über 3 Farben plus schwarz, womit sich 64.000 Farbmöglichkeiten erzeugen lassen. Hier wird Gipspulver mit Kunststoff vermischt und mit einer Schichtdicke von 0,1 mm aufgetragen. Alleine der Drucker aber kostete 66.000 Euro. Dann muss er auch arbeiten!

Darüber hinaus gibt es auch Drucker für Metallmaterialien, wobei das Metall in Pulverform zur Verfügung steht.

Nun benötigt man für alle diese Drucke ein Computerprogramm, denn von dort werden die Drucker gesteuert. Die unterschiedlichsten Programme und Geräte stehen hierzu zur Verfügung. So verfügt die Firma 3D-Printer-FAB über einen 3D Scanner, mit dem in einer halben Minute 400 Bilder von einem davor in einer Umdrehung drehend platzierten Objekt abgelichtet werden.

Auf einem drehbar angetriebenen Sitz nahm eines unserer Mitglieder Platz, worauf sein 3D-Bild unmittelbar danach im Bildschirm des Laptops erschien.

Hiervon könnte auf Wunsch eine verkleinerte Kopie unseres Mitgliedes gedruckt werden, wie das im nachfolgenden Bild von einer anderen Figur dargestellt ist:

Herr Blum, der eine Elektronikfirma betreibt ist auch der Chef dieser im 3D-Druck etablierten Firma. Doch hiermit ruht er sich noch immer nicht aus. Er entwickelte einen sehr schnell anbaubaren Antrieb für Rollstühle. Das leicht am Rollstuhl zu befestigende Adaptergestänge wiegt 1,6 kg. Der leicht hieran anzudockende Antrieb mit einem Gewicht von 6,3 kg beinhaltet die Akkus, mit denen Wege bis zu 20 km zurück gelegt werden können. Dabei bewältig das System auch Steigungen und ist bis 30 km/h schnell. Diese Geschwindigkeit allerdings ist nur auf Privatgelände erlaubt. Im Normalfall darf nur 6 km/h und bei einer TÜV-Abnahme mit Nummernschild etc. bis 15 km/h schnell gefahren werden. Mehr hierzu kann man auch auf der Seite http://carbodrive.de/ erfahren.

Mit einem Regler wird die Geschwindigkeit per Hand am Lenker verstellt. Will man rückwärts fahren, dann dreht man den Lenker einfach herum, es gibt einen Knopf für Stopp und auch eine LED-Lampe zeigt bei Dunkelheit den Weg. Was das kostet? 2.400 Euro für den elektrischen Antrieb eines normalen Rollstuhls. Mein Respekt!

Noch einmal danken wir Herrn Blum, dass wir das alles erleben und erfahren durften

Bericht rikue
Bilder 3 x Arnulf (3D bo) alle anderen rikue

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