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Cybermobbing

Das Internet ist eine praktische Sache. E-Mails mit Freunden und Familie austauschen, einkaufen, nach Rezepten suchen - all das und mehr ist im World Wide Web ganz einfach möglich. Doch das Internet hat auch eine Schattenseite. In Form der sogenannten Cyberkriminalität gibt es neue Möglichkeiten, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Wie zum Beispiel durch Cybermobbing.

Was ist Cybermobbing?

Mann hat Angst vor einer Hand, die aus dem PC kommt

Unter diesem Begriff versteht man das Bedrohen, Bloßstellen, Beleidigen und Erpressen anderer Menschen im Internet. Im konkreten Fall gestaltet sich dies sehr unterschiedlich. Das Verbreiten von Lügen über eine bestimmte Person auf sozialen Netzwerken gehört genauso dazu wie das Versenden von Emails, die dem Empfänger Angst einjagen sollen.

Die Täter sind in der Regel Menschen aus dem direkten Umkreis. Häufig stecken Ex-Partner oder verschmähte Liebhaber hinter der Attacke. Sogar Familienmitglieder kommen in Frage, auch ein Disput unter Nachbarn kann zu Cybermobbing führen. Die Motive für derartige Taten sind meist emotionaler oder finanzieller Natur. Die Mobber wollen sich zum Beispiel für verletzte Gefühle rächen. Auch Geld, um welches der Täter vergeblich gebeten hat, kann ein Grund für dieses Delikt sein.

Wie kann ich mich gegen Angriffe im Internet schützen?

Frau sieht aengstlich-verletzt auf ihren Bildschirm

Wichtig ist, dass Du immer im Hinterkopf hast, dass das Internet nichts vergisst! Bilder, die Du dort hochgeladen hast, Kommentare, die geschrieben worden sind - all das kann man nicht einfach mit einem simplen Mausklick löschen, auch wenn es so scheint. Du kannst nie wissen, wer den jeweiligen Inhalt bereits gespeichert oder verbreitet hat.

Nicht zuletzt deshalb solltest Du Dir gut überlegen, was und wie viel Du von Dir selbst online preisgibst. Zudem solltest Du darauf achten, mit wem Du die eigenen Inhalte teilst. Für diesen Zweck gibt es auf vielen Webseiten, wie Social Media Plattformen (Feierabend.de, Facebook, Twitter, etc.) und Portalen wie Foren, Partnerbörsen oder Verkaufsplattformen Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen. Hier kannst Du festlegen, welche Nutzer der jeweiligen Seite Deine Informationen sehen können.

Ich bin Opfer - was kann ich tun?

Erlebst Du auf einer bestimmten Internetseite einen Cybermobbing-Angriff, kannst Du Dich an die Betreiber der Seite wenden. Im Idealfall hast Du Screenshots der Attacke, um diese auch nachweisen zu können. Die Betreiber können die Inhalte, von denen Du Dich belästigt fühlst, löschen. Zudem kann der Nutzer, der diese veröffentlicht hat, verwarnt oder gesperrt werden.

Bekommst Du ungewollte E-Mails, kannst Du den Absender selbstständig in den Einstellungen blockieren.

Außerdem solltest Du bei der Polizei Anzeige erstatten. Dies ist natürlich sehr viel einfacher, wenn Du weißt, wer hinter dem Mobbing steckt. Die Täter geben sich meist nicht zu erkennen, verstecken sich hinter falschen Online-Identitäten. Frag Dich selbst: Wer könnte mir schaden wollen? Habe ich jemanden verärgert? Aber gib Dir bitte nicht selbst die Schuld für die Angriffe. Cybermobbing ist eine kriminelle Handlung, es gibt keine Entschuldigung für ein derartiges Verhalten. Die Frage nach dem möglichen Täter und dessen Motiv dient einzig der Identifikation des Verbrechers.

Wie kann mir die Polizei helfen?

Je mehr Beweismaterial Du hast, desto besser. Der Mobber kann je nach Einzelfall für verschiedene Straftaten belangt werden. Dazu gehören Verleumdung, Bedrohung, Beleidigung und üble Nachrede. Das Cybermobbing an sich wird jedoch bisher noch nicht gesetzlich bestraft. Es gibt Politiker, die schon seit einiger Zeit für ein derartiges Gesetz kämpfen. Es ist also durchaus möglich, dass Cybermobbing in Zukunft zu einem eigenen Tatbestand wird.

Entscheidend für eine Verurteilung ist natürlich, dass der Täter identifiziert werden kann. Bei manchen Internetseiten muss man sich mit dem richtigen Namen und der richtigen Adresse anmelden. Weißt Du nicht, wer der Mobber ist, können die Betreiber der Seite den Namen an die Polizei weitergeben.

Unter welchen Folgen leiden die Opfer?

Frau liegt traurig auf einem Bett, neben ihr ein Tablet

Die Bestrafung der Täter ist auch deshalb sehr wichtig, weil die Opfer nach dem Angriff unter Umständen noch lange darunter leiden müssen - auch, wenn der Fall bereits in der Vergangenheit liegt. Eine Verurteilung kann dem Gemobbten dabei helfen, mit diesem unschönen Ereignis abzuschließen und ihm die Angst vor weiteren Angriffen des Täters zu nehmen.

Nicht wenige Betroffene wenden sich an Psychotherapeuten, um dieses Erlebnis zu verarbeiten. Häufig werden die Opfer von Alpträumen und Ängsten geplagt. Manche ziehen sich zurück, um nicht erneut zum Ziel Krimineller zu werden.

Unter Umständen lassen sich auch psychosomatische, körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, beobachten.

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