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Experteninterview zum Thema „COPD“ – Prof. Juergens beantwortet die Fragen der Feierabend-Community

Die Diagnose „COPD“ bringt zahlreiche Fragen mit sich – egal ob als Betroffener oder Angehöriger.

Dass auch ihr viele Fragen rund um die Erkrankung habt, zeigt uns die Resonanz auf unseren Aufruf vor wenigen Wochen: Feierabend-Mitglieder hatten die Möglichkeit, Fragen rund um die COPD einzureichen, die wir an einen Experten auf diesem Gebiet weiterreichen konnten: Prof. Dr. med. Uwe R. Juergens, Chefarzt für Pneumologische Rehabilitation an der Asklepios-Nordseeklinik auf Sylt/Westerland.

Lest hier seine Ratschläge!

Trotz langjährig eingestellter Medikation treten vermehrt intensive Hustenanfälle mit festsitzendem Schleim auf, welcher sich erst sehr langsam während des Hustenanfalles löst. Was kann man dagegen tun?

Prof. Juergens: Ein produktiver Husten mit festsitzendem Schleim ist häufig der Hinweis auf eine Entzündung der Atemwege, die z. B. durch einen Atemwegsinfekt aktiviert wurde und dann zur Bildung eines zumeist gelblich verfärbten, klebrigen und daher schwer abhustbaren Sekrets führt. Im Unterschied hierzu ist der typische bronchitische Husten bei einer COPD nicht klebrig produktiv, sondern der Schleim ist hell-weißlich und dünnflüssig. Die Einnahme eines schleimlösenden Mittels kann – zusätzlich zur inhalativen Leitlinientherapie – beim Abhusten von zähem Sekret unterstützen. Der natürliche Wirkstoff Cineol, z. B. in Soledum® addicur, ist hierfür gut geeignet: Er wirkt schleimlösend und entzündungshemmend, so dass sich klebriger Schleim verflüssigt, besser abgehustet werden kann und darüber hinaus die Schleimbildung kontrolliert wird. So kann auch einer Verschlechterung in Form einer Exazerbation vorgebeugt werden.

Welche Vorteile bringt zusätzliche Bewegung für COPD Patienten? Kann das reduzierte Lungenvolumen durch Ausdauersport wieder erhöht werden?

Prof. Juergens: Die strukturellen Veränderungen der Lunge, welche eine COPD mit sich bringt, sind leider irreversibel und im Krankheitsverlauf zunehmend. In ihrer Konsequenz verbleibt immer mehr Luft in der Lunge und kann nicht mehr vollständig ausgeatmet werden. Dies führt zu erhöhter Anstrengung selbst bei leichten Tätigkeiten bis hin zur Belastungsluftnot. Viele COPD-Patienten bewegen sich deshalb kaum noch, wodurch ein Negativ-Kreislauf entsteht: weniger Aktivität = zusätzliche Abnahme der Leistungsfähigkeit. Es ist eine wichtige Aufgabe der Pneumologischen Rehabilitation, durch Atemschulung, Atemphysiotherapie und Atemmuskeltraining sowie durch Muskelaufbau und Konditionstraining die körperliche Leistungs- und Arbeitsfähigkeit zu sichern und die Spirale des Leistungsabfalls zu durchbrechen. Schon leichte Ausdauersportarten wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen können hier gute Effekte erzielen.

Über abschwellende Nasensprays ist bekannt, dass sie bei unsachgemäßem und zu langem Gebrauch abhängig machen können. Gilt dies auch für Inhalationen bei COPD?

Prof. Juergens: Das Problem abschwellender Nasensprays bei häufigem Einsatz ist, dass sich der Schleimhaut-abschwellende Rezeptor zunehmend zurückzieht und so seine Wirkung verlieren kann. Aus diesem Grund sollten entsprechende Nasensprays nicht länger als eine Woche eingesetzt werden. Dadurch, dass dieser Rezeptor nur in den oberen Atemwegen vorhanden ist und auch von bronchialerweiternden inhalativen Stoffen bei COPD und Asthma nicht aktiviert werden kann, hat dieses Problem für die unteren Atemwegen keine Relevanz.

Wie gefährlich ist die Krankheit für Passivraucher und wie kann ich mich schützen/wie vorbeugen, falls ich von Passivrauchen betroffen bin?

Prof. Juergens: Von Bedeutung ist, dass jede Form von Zigarettenrauch (wie Passivrauchen, aber auch sog. tertiäres Rauchen, z. B. aus Kleidungsstücken) eine nachteilige Wirkung auf die Atemwege haben kann. So kann z. B. eine bestehende Atemwegserkrankung aktiviert werden, u. a. auch durch die abnehmende entzündungshemmende Wirkung von inhalativen oder nasalen Steroiden infolge des Zigarettenrauchs. Die beste Lösung ist regelmäßiges Lüften sowie die konsequente Einhaltung der Raucherregeln. Dies hat heutzutage eine besondere Bedeutung, da Sauerstoffradikale aus dem Zigarettenrauch auch mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit viraler Infektionen einhergehen.

Häufig liest man: In den Wintermonaten steigt das Risiko für Exazerbationen. Was kann ich als Betroffener tun, um besser durch die nass-kalte Zeit zu kommen?

Prof. Juergens: Die klassischen Influenzaviren sind zwischen 7 °C und 13 °C aktiv. Üblicherweise also im Herbst, zum Beginn und Ende der Winterszeit und im Frühjahr. Bei entzündlichen Atemwegserkrankungen können diese Viren zusätzliche Entzündungsmediatoren aktivieren, wodurch sich eine COPD oftmals akut verschlechtert. Zur Vermeidung von Exazerbationen wird daher von der Leitlinie für jeden Patienten mit einer entzündlichen Atemwegserkrankung oder einem Alter > 60 Jahre eine jährliche Grippeschutzimpfung empfohlen. Darüber hinaus können antiviral, antibakteriell und entzündungshemmend wirkende Naturstoffe wie z. B. Cineol in Soledum® addicur unterstützen: Daher ist eine Zusatztherapie insbesondere in den Wintermonaten anzuraten. Von diesem Therapieansatz können alle akut und chronisch Erkrankten profitieren, um die „nass-kalte“ Winterzeit gut überstehen zu können.

Wir danken Herrn Prof. Dr. med. Uwe R. Juergens, Chefarzt für Pneumologische Rehabilitation an der Asklepios-Nordseeklinik auf Sylt/Westerland, herzlich für seine Antworten!

Darüber hinaus erreichten uns noch zahlreiche weitere Anfragen – leider konnten wir nicht jede in unserem Gespräch mit Prof. Juergens platzieren. In unserer COPD-Themenwelt findet ihr jedoch zahlreiche Wissenstexte mit vielen Informationen rund um eine COPD-Erkrankung:

  • Wenn ihr Fragen zur Erkrankung und ihren Ursachen, den typischen Symptomen, dem klassischen COPD-Verlauf oder grundsätzlichen Behandlungsmöglichkeiten habt, findet ihr hier weiterführende Informationen.

  • Wenn ihr Fragen zur Unterscheidung von Basis- und Zusatztherapie bzw. der Vermeidung von Exazerbationen habt, könnt ihr hier Informationen finden.

  • Wenn ihr erfahren möchtet, wie COPD-Betroffene ihre Lebensqualität durch aktives Selbstmanagement selbst verbessern können, haben wir für euch hier einige Hinweise zusammengefasst.

Zur Zusatzbehandlung bei chronischen und entzündlichen Atemwegserkrankungen hat sich der Naturstoff Cineol (bspw. in Soledum® addicur) mit seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkung bewährt. Darüber hinaus reduziert Cineol nachweislich die Anzahl, Dauer und Schwere von Exazerbationen bei COPD.1


Soledum® addicur



Pflichttext Soledum® addicur
Wirkstoff: Cineol
Anwendungsgebiete: Zur Zusatzbehandlung bei chronischen und entzündlichen Erkrankungen der Atemwege [z. B. der Nasennebenhöhlen, Asthma, COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung)].
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.




1Worth H et al. Concomitant therapy with cineole (eucalyptole) reduces exacerbations in COPD: a placebo-controlled double-blind trial. Respiratory Research 2009; 10(1): 69.

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Themen > Gesundheit > COPD > Experteninterview