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Wie nützlich ist pneumologische Rehabilitation?

Jürgen Frischmann bei einem Vortrag zu COPD
Jürgen Frischmann bei einem Vortrag zu COPD

Wie nützlich ist pneumologische Rehabilitation?

Die meisten Patienten, die an einer mehrwöchigen stationären Rehabehandlung teilgenommen haben, berichten, dass diese ihnen sehr geholfen hat – vor allem dann, wenn sich wie bei Birgit, auch im Kopf etwas tut: „Wichtig ist, dass ich den Stressfaktor, sei es Arbeit, sei es Familie oder Freunde, sehr stark reduziert habe und mein ganzes Sozialleben ausschließlich auf meine eigenen Bedürfnisse umgestellt habe. Ich habe jetzt viele Ruhepausen eingeführt und an einem Kurs für 'Muskelentspannung nach Jacobsen' teilgenommen.“

Auf Lungenkranke speziell zugeschnittene Rehabilitation bessert nicht nur subjektiv das Befinden der Betroffenen, sondern steigert messbar die körperliche Belastbarkeit und kann sogar einen Überlebensvorteil bringen. Darauf weist Dr. Konrad Schultz, medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall und Experte für pneumologische Rehabilitation, in einer 2012 erschienen Pressemitteilung der Webseite www.lungenaerzte-im-netz.de hin. „Zu den wichtigsten Wirkungen der pneumologischen Rehabilitation zählen die Steigerung der Lebensqualität, ein besseres Allgemeinempfinden, die Abnahme von Atemnot, Husten und Auswurf, eine gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit und weniger Akutkrankenhausaufenthalte, sowie die Abnahme von krankheitsbegleitender Angst und Depression. Außerdem scheint die durch ein komplettes Rehabilitationsprogramm gesteigerte körperliche Belastbarkeit den Patienten auch einen deutlichen Überlebensvorteil zu bringen.“ Schultz beruft sich dabei besonders auf eine amerikanische Studie von 2012 sowie auf die Metaanalyse - das heißt der Auswertung verschiedener Studien - einer Wissenschaftlergruppe der Cochrane Collaboration, einem internationalen Forschungsnetzwerk. Die Wissenschaftler werteten neun Studien mit knapp 430 Teilnehmenden aus und kamen zu dem Ergebnis, dass Betroffene von Rehabilitation deutlich profitieren. „Dennoch“, so bedauert Schultz, „ wird sie leider immer noch zu selten angeordnet. Betroffene Patienten sollten daher nicht zögern, bei ihrer Krankenkasse oder bei ihrer Sozialversicherung einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen.“


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