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Wie macht sich die Lungenkrankheit bemerkbar?

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine Lungenkrankheit, die vier Stadien von leicht bis sehr schwer durchläuft. Die Deutsche Atemwegslinie gibt Betroffenen eine Leitlinie an die Hand, anhand der die typischen Symptome auf das Lungenleiden zurückgeführt werden können.

Hustende Frau wird von einer Ärztin untersucht

COPD erkennen anhand des AHA-Prinzips

Die charakteristischen COPD-Symptome werden mit dem sogenannten AHA-Prinzip zusammengefasst: Atemnot, Husten und Auswurf.

Die Atemnot tritt zumeist in Verbindung mit körperlichen Belastungen wie Treppensteigen, Gartenarbeit oder sportlicher Aktivität auf. Sie wird im Verlauf der Erkrankung stärker und kann Begleiterscheinungen wie Schwindel oder Panikattacken hervorrufen.

Der hartnäckige Husten macht sich vor allem morgens bemerkbar. Infolge der Verstopfung der Atemwege ist der Husten besonders schmerzhaft. Der ursächliche, meist zähe Schleim lässt sich nur schwer abhusten.

Zudem kommt es zu Atemgeräuschen, einem Engegefühl in der Brust und einer blau-roten Verfärbung der Haut, der sogenannten Zyanose. Begleitend dazu tritt meist auch ein starker Leistungsabfall auf, der im Verlauf der Erkrankung an Intensität zunimmt. Infolge der unzureichenden Sauerstoffversorgung wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen.

Symptome einer fortgeschrittenen COPD

Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten, kann eine schnelle Gewichtsabnahme bemerkt werden. Betroffene verlieren bisweilen mehrere Kilogramm Körpergewicht pro Woche. Auch Muskelmasse und Knochendichte verringern sich. Weiterhin treten bei der COPD Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Schwindel, Herzrasen und mit dem Fortschreiten der Erkrankung eine Herzschwäche auf. Weitere Organe des Körpers wie Leber, Nieren und Lunge werden ebenfalls geschädigt. Es kommt zu Flüssigkeitseinlagerungen.

Der Hormonspiegel verändert sich: Testosteron und Wachstumshormone werden nur noch in eingeschränktem Maße produziert. Dadurch treten weitere körperliche und psychische Beschwerden auf, etwa Bluthochdruck, Gereiztheit oder Depressionen. Generell steigt bei einer COPD das Risiko für seelische Leiden. Eine COPD kann Entzündungen am gesamten Körper hervorrufen.

So erkennen Betroffene eine Exazerbation

Eine unbehandelte COPD kann zu einer sogenannten Exazerbation führen. Hierbei nehmen die COPD-Symptome plötzlich stark zu. Die Betroffenen leiden unter einer zunehmenden Atemnot und starkem Husten mit übermäßig viel Auswurf, der zudem zäh und gelb-grün verfärbt ist. Hinzukommen Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Fieber. Die akute Verschlimmer der COPD-Symptome tritt oft infolge äußerlicher Einflüsse wie etwa einem Atemwegsinfekt auf und bedarf einer sofortigen Behandlung durch den Facharzt. In schweren Fällen kann die Exazerbation zu einer Bewusstseinstrübung, zum Koma und schließlich zum Tod führen.

Eine Exazerbation ist daran zu erkennen, dass die Symptome der COPD rasch an Intensität zunehmen. Es treten starke Atemnot, Hustenreize und Auswurf auf, die länger als üblich bestehen bleiben und deutlich intensiver ausfallen. Sollten diese Beschwerden bemerkt werden, muss zügig ein Arzt konsultiert werden. Durch eine umfassende Abklärung der Exazerbation können die Folgen der Komplikation abgemildert werden.

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