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Ernährungstipps für COPD-Patienten

Viele COPD-Patienten haben mit Untergewicht zu kämpfen. Jeder fünfte Patient ist sogar mangelernährt. Mit der richtigen Ernährung kann man dem entgegenwirken.

Aufgrund der Atemwegsobstruktion, Husten und Atemnot kostet es COPD-Patienten mehr Energie zu atmen. Anstatt jedoch mehr Energie über die Nahrung aufzunehmen, leiden viele an einer anhaltenden Appetitlosigkeit, die wiederum zu Gewichtsverlust und einer gesundheitlichen Verschlechterung führt. Wer sich bewusst ernährt und auf regelmäßige Mahlzeiten achtet, kann das verhindern.

Welche Lebensmittel sind geeignet?

Für COPD-Patienten gilt grundsätzlich eine fettarme, eiweißhaltige und nährstoffreiche Ernährung als empfehlenswert. Der Körper muss mit ausreichend Energie und Nährstoffen versorgt werden. Hierbei sollte allerdings auch die Situation des Einzelnen beachtet werden. Ist der Patient stark untergewichtig, sollten auch hochkalorische Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen, um den Patienten seinem Idealgewicht wieder näher zu bringen. Dazu zählen:


  • Milchprodukte wie Sahne, Quark, Joghurt, Käse und Milch

  • Nüsse (besonders kalorienreich sind z.B. Pekannüsse, Macadamianüsse, Paranüsse)

  • Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen)

  • Pflanzliche Öle (Olivenöl, Rapsöl oder Nussöl)

Ansonsten gilt die altbekannte Ernährungspyramide.

Lebensmittelpyramide

Die Basis bilden kohlenhydratreiche Lebensmittel wie beispielsweise Kartoffeln, Reis, Nudeln, Müsli und Brot. Kohlenhydrate lassen sich schnell vom Körper in Energie umwandeln, was für COPD-Patienten enorm wichtig ist. Diese Lebensmittel sollten Teil jeder Mahlzeit sein. Vollwertkost enthält mehr wertvolle Nährstoffe und ist daher vorzuziehen.

Den mittleren Bereich der Pyramide bildet Obst und Gemüse. Diese Lebensmittel versorgen den Körper mit Vitaminen und Nährstoffen. Gemüse eignet sich hervorragend als Beilage und wird zu jeder Mahlzeit empfohlen, während Obst als Zwischenmahlzeit verzehrt werden kann. Frische, unbehandelte Produkte sind gesünder und enthalten viel mehr Nährstoffe als Produkte aus Konserven, die oft auch mit Zucker angereichert werden.

rohes Lachsfilet

Im oberen Bereich sind die tierischen Produkte zu finden. Fisch, Fleisch, Eier, Käse und andere Milchprodukte sind gute Eiweißlieferanten und bilden die Grundlage für den Muskelaufbau, was besonders für COPD-Patienten wichtig ist. Auch hier gibt es jedoch große Unterschiede. Einige Fleisch- und Wurstsorten enthalten sehr viel Fett und sollten daher nicht übermäßig verzehrt werden. Sie dienen dem Muskelaufbau nicht besonders. Besser ist fettarmes Fleisch wie Geflügel.
Wer kein Fleisch oder Fisch essen möchte, kann den Muskelaufbau mit Hülsenfrüchten, sowie Milchprodukten wie Joghurt- oder Quarkspeisen und Nüssen unterstützen.

An der Spitze der Pyramide befinden sich fettreiche Lebensmittel. Dazu gehören Butter, Öle, Süßigkeiten, süßes Gebäck wie Kuchen, Kekse und Schokolade. Auch wer an Untergewicht leidet, sollte diese Lebensmittel nur in geringen Maßen zu sich nehmen. Beim Zunehmen geht es für COPD-Patienten nicht darum, an Fettmasse zuzunehmen, sondern an Muskelmasse.

Bei Ölen ist darauf zu achten, dass es sich um Produkte mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren handelt, das ist zum Beispiel bei Oliven- und Rapsöl der Fall. Fetten Fischen wie z.B. Makrelen, Hering, Lachs oder Forellen enthalten Omega 3-Fettsäuren, die besonders wichtig sind.

Tipp: Wer beim Essen zu schnell satt wird, sollte unmittelbar vor und während dem Essen nichts trinken. Prinzipiell sollte das Trinken jedoch auf keinen Fall vergessen werden (mind. 2 Liter pro Tag). Die Flüssigkeit sorgt für eine Verflüssigung des Bronchialschleims. Auch mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt und langsames Essen können helfen, wenn man zu schnell satt wird.

Die richtige Kombination von Ernährung und Bewegung

Senioren draußen beim Sport

Wer sein Idealgewicht erreichen und auch halten möchte, sollte neben der richtigen Ernährung auch auf körperliche Aktivität setzen. Sportarten wie Wandern, Walken, leichtes Joggen, Radfahren, Tanzen, Schwimmen oder Gymnastik sind geeignet, dennoch sollte zuvor Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Für COPD-Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist Lungensport eventuell besser geeignet.

Durch die Kombination von eiweißreichen und kohlehydrathaltigen Nahrungsmitteln und Bewegung baut der Körper Muskeln auf. Noch einmal der Hinweis: Es geht um den Erhalt und/oder den Ausbau von Muskelmasse und nicht des Fettanteils im Körper. Denn nur dadurch kann eine Verbesserung der Lungenfunktion und somit auch der Lebensqualität erreicht werden.

Woher weiß ich, was mein Idealgewicht ist?
Das persönliche Idealgewicht kann man mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) feststellen. Der BMI wird über die Körpergröße und das Körpergewicht errechnet. Für COPD-Patienten gilt ein BMI von 21 – 25 kg/m² als ideal. Der BMI wird folgendermaßen berechnet: BMI = Körpermasse (kg) / Körpergröße (Meter)²

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Themen > Gesundheit > COPD - Chronisch obstruktive Lungenerkrankung > Ernährungstipps für COPD-Patienten