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COPD und Vererbung

COPD und Vererbung

Wenn die Erkrankung COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) bei Familienmitgliedern ersten Grades vorkommt, haben auch Nichtraucher ein erhebliches Risiko, daran zu erkranken. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin unter Berufung auf eine aktuelle Studie hin (1).

Rauchen ist zwar immer noch der größte Risikofaktor für COPD, aber die familiäre Vorbelastung spielt offenbar ebenfalls eine erhebliche Rolle. Wer also von COPD-Fällen in seiner Familie weiß oder selbst betroffen ist, sollte daher auf jeden Fall seinem Arzt Bescheid geben.

Gene gut – alles gut!?

Im Februar 2011 konnte eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern fünf Gene identifizieren, die die Ausprägung der Lungenfunktion maßgeblich beeinflussen. Diese Gene stehen im Zusammenhang mit Entzündungs- und Heilungsprozessen. Bei kleinsten Veränderungen dieser fünf Gene konnten die Wissenschaftler gleichzeitig eine veränderte Lungenfunktion beobachten.

Was bedeutet die mögliche Vererbung einer COPD-Veranlagung für Dich?

  • Waren von einer chronischen Lungenerkrankung bereits Deine Eltern oder Deine Geschwister betroffen? Das würde einen Hinweis auf eine genetische Vorbelastung geben. In diesem Fall solltest Du Deinen Arzt unbedingt darauf hinweisen!

  • Falls Du Kinder hast: Rede mit ihnen über die Möglichkeit, dass bei ihnen eine verminderte Lungenfunktion und ein erhöhtes persönliches Risiko für die Entwicklung einer COPD vorliegen könnte – und das unabhängig davon, ob sie rauchen!

Quelle: 1. Repapi E et al., “Genome-wide association study identifies five loci associated with lung function“, Nature Genetics (2010), 42: 36-44

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