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COPD in der Partnerschaft

In guten und in schlechten Tagen,
in Gesundheit und Krankheit


Geht man eine Partnerschaft ein, gilt dieses Versprechen auch ohne Trauschein. Im besten Fall wird es nie auf die Probe gestellt. Doch darauf verlassen darf man sich nicht.

Paar an er Luft

Eine schwere Krankheit stellt ein einschneidendes Erlebnis dar. Insbesondere der gesunde Partner, aber auch enge Familienangehörige, müssen sich auf die neue Aufgabe einstellen, die die Betreuung eines Kranken mit sich bringt. Auch COPD-Betroffene sind auf Hilfe von Angehörigen angewiesen. Die lebensbedrohliche Lungen-Erkrankung hat Einfluss auf eine Partnerschaft und eine neue Rollenverteilung zur Folge. Angehörige müssen sich wie Betroffene erst an die neue Situation gewöhnen.

Wichtig ist, dass beide sich Zeit nehmen, herauszufinden, welche Bedürfnisse hat der andere und wie gelingt es die Beziehung trotz Erkrankung auf Augenhöhe zu führen. Das umfasst die Pflege und medizinische Versorgung, das Verrichten alltäglicher Arbeiten und natürlich das Zusammenleben als Paar an sich. Offenheit, Verständnis und Vertrauen sind Voraussetzung.

Arbeitsteilung
Es gibt keine Pauschallösung, da der Patient je nach Fortschreiten der Krankheit andere Betreuung benötigt. Das Ziel ist, dass der Betroffene so selbständig wie möglich bleibt, gleichzeitig die Erkrankung und die damit einhergehende Beeinträchtigungen akzeptiert. Der pflegende Angehörige muss im Gegenzug lernen, dass der kranke Partner aufgrund der symptomatischen Atemnot Tätigkeiten langsamer verrichtet und manche gar nicht mehr übernehmen kann. Hier sollte das Paar eine Art Arbeitsteilung vereinbaren, zum Beispiel erklärt der betroffene Ehemann seiner Frau, wie der Rasenmäher funktioniert oder die Patientin gibt ihrem Partner Anweisungen, was bei der Steuererklärung zu beachten ist oder wie sein Lieblingsgericht zubereitet wird. Somit wird eine Pflichtübung zur gemeinsamen Aktivität mit Lerneffekt.

Gemeinsamkeiten
COPD-Betroffene leiden unter Kurzatmigkeit. Sportarten bei denen geringe, aber konstante Belastung nötig ist, wie z. beim B. Wandern, Walken, Tanzen oder Schwimmen, bieten sich an. Übrigens ideale Aktivitäten für zwei! Für Patienten mit fortgeschrittener COPD eignet sich vor allem Lungensport. Viele Sportvereine oder Reha-Einrichtungen haben dies im Angebot.

Hilfe annehmen
Essentiell ist es, sich einzugestehen, wenn man Hilfe von außerhalb benötigt. Wann macht es Sinn, eine Haushaltshilfe einzustellen, die Wohnung barrierefrei zu gestalten oder einen Psychotherapeuten einzubeziehen. Ist eine Selbsthilfegruppe das richtige für den Patienten oder eher der Austausch mit Gesunden.

Diese Fragen werden sich im Laufe der Erkrankung ergeben, es ist gut vorbereitet zu sein.

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Themen > Gesundheit > COPD - Chronisch obstruktive Lungenerkrankung > COPD in der Partnerschaft