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Besuch des Alba Recyclingwerkes in Hönow am 26.3.2019



Heute hätte ich besser meinen Geruchs- und Geschmackssinn zu Hause lassen sollen. Aber da das ja leider nicht geht, musste man sich mit der Gegebenheit in in dem Recyclingwerk abfinden. Mein Trost war, dass das Riechorgan sich nach ca. 10 Minuten an Gerüche gewöhnt und nicht mehr wahrnimmt wie schlimm es duftet. Aber mir sass der Geschmack noch bis zum Abend, selbst nach einem leckeren Essen beim Griechen mit viel Ouzo, in jeder meiner Zellen.

So, nun von Anfang an:
Pünktlich um 14 Uhr waren alle Teilnehmer vor dem Recyclingwerk versammelt und konnten den regen LKW-Verkehr betrachten, der rein und raus ging. Jeder LKW wird beim Rein- und Rausfahren gewogen, um sein Ladungsgewicht zu ermitteln.
Eine Dame der Öffentlichkeitsarbeit nahm uns dort in Empfang und verteilte orange Westen und ein Hörgerät, über welches wir ihre Erläuterungen direkt im Ohr empfangen konnten. Dies war sehr praktisch, denn im Werk herrschte doch eine ganz schöne Lautstärke gegen die ihre Stimme ohne Technik keine Chance gehabt hätte.
Nein, das ist keine Cyber-Brille, Gaby hat mal eben das Hörgerät umfunktioniert. ;o))


Beim Betreten des Werkes empfing uns die Hölle - dunkel, laut, schmutzig, bedrückend. Ein Gewirr aus 14 km (!!!) Fließbändern ratterte mit unseren Haushalts-Hinterlassenschaften in unterschiedlichen Geschwindigkeiten an uns, unter uns, über uns vorbei, hinein in sogenannte Trommelsiebe, wo zunächst nach Größe getrennt wurde. Dann durchlief der 'Wertstoff' die unterschiedlichsten Trennstufen. Metall, Aluminium, Plastik und Fremdstoffe, alles wird durch aufwändige Apparaturen getrennt und wieder durch jeweilige Fließbänder abtransportiert.




Plastik wird nach Sorte getrennt und was die Maschinen nicht erfassen können, durchläuft noch einmal die Sichtkontrolle von Menschenaugen.




Was dann noch übrig bleibt vom ehemaligen Inhalt der gelben Säcke oder Wertstofftonnen wird letztendlich fein geschnipselt der Müllverbrennungsanlage in Ruhleben zugeführt, die wir ja auch schon besichtigt haben.




Alles andere wird in Ballen gepresst und als Rohstoff an die weiterverarbeitende Industrie verkauft.

Teile der Berliner Mauer werden hier als Stützen für die Ballen verwendet.




Ich fand es alles hochinteressant und habe es keinen Moment bereut, mich treppauf und treppab durch die Anlage führen zu lassen. Jedenfalls habe ich einen Höllenrespekt davor bekommen, wie manche Menschen unter diesen Bedingungen arbeiten. Auch habe ich größte Hochachtung vor all den Verfahrenstechnik-Ingenieuren, die sich solch ein Zusammenspiel verschiedendster Techniken einfallen lassen.

Es ist schlimm, wie sorglos wir mit all dem Plastikmüll umgehen und mit welchem Aufwand das alles wieder getrennt werden muss, damit es nicht irgendwo in der Landschaft, oder wie in anderen Ländern, im Meer landet.

Auch hat mich doch das verhaltene Interesse in der Gruppe irritiert. Es waren doch verhältnismäßig wenige, die mal über den Plastiktellerrand hinausschauen und sich unser Umweltproblem anschauen wollten. Zum Griechen ohne vorherige Führung wären mit Sicherheit mehr Leute gekommen.

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Autor: Feierabend-Mitglied

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