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Besuch auf der Burg Storkow zu einer Sonderausstellung 'Drauf geschissen!' am 4.5.2018





Ob Ritter Fürsten und Gelehrte, sie alle müssen mal -, selbst der Kaiser sonst in der Sänfte getragen ließ es sich nicht nehmen und ging zu Fuß. Wenn ‘s vorne knurrt und hinten brummt kann ein jeder noch so stark sein wie er will, die > Geschäfte < haben Vorrang.





Heute sind wir nun extra zu einer Sonderausstellung nach Storkow gefahren um uns genauer über den Luxus den man sich nicht nur bei Hofe leistete zu informieren. Ein Toilettenmuseum brachte uns Klarheit über die damaligen >geschäftlichen< Verhältnisse. Wie war das -, wo musste man hin -, wie lang war der Weg. Das alles interessierte uns.






Wir sind also am Bahnhof angekommen, wie üblich, der Bus der uns zur Burg bringen sollte war weg. Auf Schusters Rappen machten wir uns auf den Weg, war zum Glück nicht lang, wir wurden schon erwartet.



Storkow liegt im westlichen Teil des Landkreises Oder-Spree und wurde bereits im Jahr 1209 erwähnt und ist somit die sechstälteste der 112 brandenburgischen Städte und somit noch älter als Berlin. Sie soll in der Mitte des 12 Jahrhunderts zunächst aus Holz erbaut worden sein. 1627 schwer verwüstet, weitere Schäden im Jahr 1775. 1910 wurde sie im romantisch historisierenden Stil umgebaut. Wiederum 1978 durch einen Großbrand zerstört und zwischen 2000 und 2009 wieder schrittweise aufgebaut.





Im ersten Stock des Gebäudes bekamen wir dann eine Anschauung wie damals mit den menschlichen Hinterlassenschaften umgegangen wurde. Wenn man sich vorstellt wie die Menschen sich überall hingehockt und ohne Scham, sondern gemeinsam ihre Notdurft verrichtet haben, so ist das für uns heute unvorstellbar.





Was interessant war ist, dass der Urin zu damaliger Zeit als Rohstoff zur Gerberei von Leder und mit weiteren Chemikalien vermischt, unter Anderem auch Alkohol zur Färbung blauer Stoffe Verwendung fand. Oftmals wurde dann der Alkohol dann natürlich erst getrunken um dann den Stoff blau zu machen, daher leitet sich auch der Begriff >blaumachen< ab.





Es gab ja damals noch kein Toilettenpapier, ich wär nicht drauf gekommen, man nutzte dazu Schwämme. Ich geh mal davon aus dass es echte Schwämme waren. Ein jeder nutzte diesen zur Reinigung seines Allerwertesten um ihn dann seinem Nachbarn, der saß ja daneben, natürlich in Wasser ausgespült zu reichen.





Später, viel später gab es dann eine Zeit, sie nannte sich Republik, die hatte dann schon Toilettenpapier, aber nicht von Hakle, war auch nicht feucht, es war graubraun, rauh und sah aus wie Krepppapier, nannte sich >Dachpappe ohne Sand<. Das neue Deutschland war weicher aber viel zu schade dafür.






Nach der sehr interessanten Führung wurden wir mit der Bimmelbahn durch den Ort geruckelt, zum Glück noch vor dem Essen. Wir sahen das älteste Haus am Marktplatz und noch einige Andere.




Das Essen stand aber im Vordergrund, ein jeder hatte ja schon vorbestellt. Es kam auch zügig. Die Kartoffeln schienen schon vor Tagen gekocht und eben mal aufgewärmt worden zu sein. Nun ja, wenn man einen Ausflug macht, dann kann man getrost auch Abstriche machen, hungrig ist wohl niemand aufgestanden.

Schließlich gab es noch Kaffee und Kuchen. Hier schien es aber, man konnte nicht bis 13 zählen, die Stücke wurden immer schmaler.

Alles im Allen, es war ein herrlicher Tag, war gut organisiert, sogar das bisschen meckern hat Spaß gemacht, ist doch ein gutes Zeichen. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug.

Ehrhard (herott)

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Autor: herott

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