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Und was gibt's Neues???

Heute hatte es unser Guide nicht ganz leicht mit uns, denn während vor einigen Jahren kaum einer dieses Museum mit dem beeindruckenden Flugzeug auf dem Dach kannte, stellte sich heraus, dass unsere Teilnehmer überwiegend bereits einmal dort gewesen waren und jetzt darauf warteten wieder etwas Neues zu entdecken.

Und das auch mit Erfolg, denn gleich in der Eingangshalle stand ein übermannsgroßes Gerät, an dem zweimal ganz lange "blonde" Schnüre herabhingen, die oben zusammen gehalten wurden. Mit viel Fantasie hätte man fast denken können, es handele sich um riesige Perücken zur Walpurgisnacht, aber nein: es war ein riesiger Webstuhl, aus England importiert und von einer englischen Angestellten des Museums mühselig aufgebaut und repariert, so dass auch heute noch ab und an Vorführungen gemacht werden können. Mit ihm konnte man schon damals mit Hilfe von Lochkarten verschiedenfarbige Schmuckborten in einem Arbeitsgang zur gleichen Zeit weben.

Gleich dahinter standen die Werkzeuge und Geräte, die von Carl von Linde, einem Ingenieur, Erfinder und Unternehmer, bereits 1868 entwickelt wurden, um dann die noch vielen Älteren bekannten Eisstangen zur Kühlung von Lebensmitteln für Betriebe und private Haushalte herzustellen

Damit diese großen und schweren Eisstangen auch transportiert werden konnten, mussten sofort Pferdewagen vorhanden sein, die diese transportieren konnten. Aber woher, wenn der Stellplatz in der Stadt nur sehr begrenzt war? Die Wagen konnten ja ebenerdig in ihre Schuppen gebracht werden und die Pferde? Für die wurde extra eine gewendelte Pferdetreppe gebaut, wo die Tiere dann ihre Unterkunft im 1. Stock erreichen und einen Blick von oben in den Hof werfen konnten. Heute sind nur noch die Schuppen vorhanden, der Raum der Pferdeunterkunft wurde zum Ausstellungsraum für Dekoartikel umfunktioniert.

Danach ging es treppauf zu einem sehr großen Schaukasten, dessen Inhalt sich als Entwicklung des Vorgängers unseres Computers im Jahr 1937 durch Konrad Zuse herausstellte. Die Nutzung dieses Apparates muss ein richtiger Kraftakt gewesen sein und wenn man den Ausführungen unseres Guides folgte, ein endloser Vorgang, bis man zu einem Ergebnis kam - und das alles nur, weil Konrad Zuse sich eingestand: „Ich bin zu faul zum Rechnen.“ Er funktionierte nicht mit Elektrizität, sondern wurde nur mit zwei Handkurbeln mechanisch betrieben

Nach den ausführlichen Erläuterungen zu dieser Urrechenmaschine musste schnell umgeschaltet werden, da es in die Abteilung Schifffahrt ging. Leider mussten wir zu schnell an den so wunderschönen Schiffsmodellen vorbei laufen

...bis hin zu einem riesigen Holzkahn, der wegen seines viele Meter hohen Mastes weiter unten lag und über den wir Erstaunliches hörten. Dass wir uns zur Wegwerfgesellschaft entwickelt haben und es Einwegartikel gibt, das wussten wir ja, aber EINWEGKÄHNE? Die wurden wirklich nur zum einmaligen Gebrauch für den Transport von Materialien gebaut und, da eine Rückfahrt zu teuer geworden wäre, nach Erreichen des Ziels ENTSORGT (d.h. versenkt)! Eigentlich unvorstellbar, aber wahr und dieser hier ausgestellte Kahn war in Spandau gesunken und in den 90er Jahren geborgen und für das Technikmuseum restauriert worden.

Danach ging es erneut ein Stockwerk höher zur Abteilung der Geschichte der Luftfahrt, angefangen mit den Schwingen des Otto von Lilienthal und Heißluftballonen bis hin zu den Flugzeugen, die in allen Variationen aufgestellt und aufgehängt waren.

Was uns bisher wohl nicht bekannt war, ist die Tatsache, dass einer der Flugzeugbauer auch ein stromlinienförmiges kleines Auto entworfen und gebaut hatte. Es soll schnell und wohl recht bequem, jedoch fahrtechnisch nicht zuverlässig gewesen sein, so dass davon nur wenige hergestellt wurden. Außerdem gab es keinen ausreichenden Platz für Gepäck, so dass der praktische Nutzen als Taxi minimal war.

Nun gut, mit einem Winkewinke zu dem Flugzeug auf dem Terrassendach des Museums, ein Modell des Rosinenbombers, das jetzt mit uns fast auf gleicher Höhe stand, war unsere Führung zu Ende und es ging mit kurzen Verirrungen in diesem riesigen Haus nach unten ins Café Anhalt, wo unsere Plätze für einen Imbiss reserviert waren. Man erholte sich ausgiebig und wer wollte, konnte anschließend noch mal auf weitere Erkundung losziehen.

Ich hoffe, Ihr konntet wieder ein paar neue Eindrücke erhalten und seid auch wieder gut zu Hause gelandet.

Lasst es Euch bis zum nächsten Wiedersehen gut gehen, tschüssi bis denne, Ingrid

Ich sage ein dickes DANKESCHÖN an unsere fleißigen Fotografen, die für uns die eindrucksvollen Fotos schossen.

Die Fotos von Stadteule/Margret:

Klick hier....

Hier geht es zu Jettjens/Mariettas Fotos:

klick hier

und hier kommt herott/Ehrhard

der uns sogar noch ein paar Fotos vom Science Center Spectrum zeigt

klickt hier:

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