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Wanderung bei und Führung in Ferrette

Charly - obelix2011 hat den Bericht für diesen Tag geschrieben und
Bernard - Halley hat uns die Wanderung und das Lokal organisiert!
Herzlichen Dank!

Am Donnerstag, den 24. Oktober 2013 um 10.00 Uhr, trafen sich 19 verwegene Feierabendler der Regiogruppe Basel auf dem Parkplatz vor dem Office de Tourisme in Ferrette.

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...Office de Tourisme à Ferrette
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...Morgenstimmung nach Regentagen
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...Lavandel - Gaby bereits auf Entdeckungstour

Anschliessend folgten wir der kundigen Führung unseres Elsässers Bernard - Halley, welcher die Wanderung zur kleinen Grotte des Nains organisiert hatte.

Der Weg führte uns zunächst steil den Berg hinauf in den Wald. Dann ging es durch einen schmalen Pfad bergab und da es am Vortag nur "einmal" geregnet hatte, war der Weg mehr oder weniger eine Rutschpartie. Der Boden war aufgeweicht und zum Teil matschig, so dass man höllisch aufpassen musste nicht auf dem Hintern zu landen. Zum Glück hatten sich die meisten mit Stöcken ausgerüstet. 'Stockenten' und 'Enteriche' in einer Kolonne, marsch! So erreichten wir die spektakulären Felswände mit kleinen Kavernen. Der hohe Sonnenstand über Mittag und die starken Licht - Schattenunterschiede erschwerten das Fotografieren enorm.

Die Höhle der Zwerge ist vor allem ein Ort der Legende, wo man auch das Klettern üben kann.

Die Höhle der Zwerge befindet sich in einer beeindruckenden Schlucht, genannt Erdwibalaschlucht (bedeutet die Parade der kleinen Frauen auf der Erde). Der Legende nach lebten diese kleinen Frauen auf der Erde mit Erdmanala (kleine Männer der Erde) in der Höhle der Zwerge.

Die Schlucht ist umgeben von 25 - 30 Meter hohen Felsen und ist durch Erosion von Jahrtausenden aus dem Kalkstein gewaschen worden.

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...ob Felix das Schneewittchen gesehen hat?

Der Eingang befindet sich auf halber Höhe des tiefsten Punktes der Schlucht und sieht aus wie ein offener Schlitz. Nach ca. einem Quadratmeter großem Vorraum gehen zwei ca. 15 Meter lange Gänge in den Fels hinein. Der linke Gang soll den Frauen zugestimmt gewesen sein und der rechte den Männer. Der Legende nach sollen die Zwerge während der Nacht bei den Bauern Hand angelegt haben, wenn diese mit ihrer Arbeit während des Tages nicht fertig geworden sind. Oberhalb der Schlucht auf dem Plateau der Zwerge hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Dörfer Ill, Bouxwiller und Werenzhouse. Der Ort ist auch als Roche aux Fees (Erdwiabalafelsen) bekannt.

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...der Wachpostenzwerg - es gibt sie doch!

Der Weg führte uns weiter bergauf und ab, über schlüpfrige Steine oder aufgeweichtem Boden. Zeitweise waren sich die meisten einig - 'wo führt uns Bernard da hin?' Schlussendlich lichtete sich der Wald und wir kamen auf eine Weide mit wunderbarem Ausblick Richtung Schwarzwald, Vogesen und z.T. auch Schweizer Jura.

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...Abhänge, Steigungen und Kuhfladen überstanden!

Zwischenzeitlich regten sich bei manchen die Magennerven und zügig ging es dann Richtung Ferrette in das Restaurant St. Bernard, wo wir uns im wunderschönen Kellergewölbe kulinarisch verwöhnen lassen konnten. Vielen Dank an Bernard für den gespendeten Wein!

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...lecker!

Nach dem Essen mussten wir dann wieder zurück zum Office de Tourisme de Ferrette, wo unser Führer auf uns wartete. So kamen wir zu unserem vom letztmaligen Besuch in Ferrette versprochenen gratis Führung. Hiermit verweise ich auf den Bericht KLICK HIER, wo wir die Schlossruine besichtigt haben.

Aus diesem Grund verzichteten wir auf eine nochmalige Begehung und gingen direkt zum ehemaligen oberen Stadttor. Dort wurde uns die Geschichte von Ferrette erklärt.

Die Grafschaft Pfirt mit dem Hauptort Pfirt (frz. Ferrette) entstand im 11. Jahrhundert aus der Herrschaft über die Burg Pfirt. Den Grafen von Pfirt unterstand das südliche Oberelsass. 1324 kam die Grafschaft durch die Ehe der Erbin Johanna von Pfirt mit Albrecht II., Herzog von Österreich, an die Habsburger. Die formelle Belehnung durch den Bischof von Basel erfolgte im Jahr darauf (1325). Durch den Westfälischen Frieden kam Pfirt 1648 als comté de Ferrette zum Königreich Frankreich. Siehe diesen Link!

Hier war der frühere Marktplatz und da fand jeweils alle Dienstage der Wochenmarkt statt. An diesen Wochenmarkt durften nur Leute von Pfirt ihre Waren verkaufen. Geschäftsleute durften hier nichts anbieten, dafür fand dann viermal im Jahr eine große Messe statt.

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...das Rathaus
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...Gruppenfoto vor dem großen Gemälde im Rathaussaal

Das Haus wurde ca. 1870 vom Architekten De Grandjean erbaut und dabei verwendete man Steine der Burg, welche bereits zerfallen war.

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...diese Figuren sollten wohl Diebe abschrecken?

Bis 1860 befand sich an dieser Stelle der Friedhof vor der Kirche.

Die Stadtkirche, die Bernhard von Menthon geweihte Kirche von Pfirt.

Die Anfänge gehen zurück in die Zeit der Stadtgründung, als Graf Ulrich I. von Pfirt die Kirche stiftete und dem heiligen Nikolaus weihen liess. Bald jedoch wechselte das Patrozinium auf den Heiligen Bernhard von Menthon. Um die verschiedenen Kirchenstiftungen der Grafen von Pfirt, die bis zum Passübergang des Grossen Sankt Bernhard reichten, entstanden nach ihrem Aussterben Streitigkeiten über die Zuständigkeit. So wurde im Jahre 1450 Lützel die Verwaltung der Pfarrei zugesprochen.

Die Kirche war dann der Schlusspunkt der tollen und lehrreichen Führung durch das Städtchen Ferrette, oder Pfirt. Die Skulptur mit dem dreiarmigen Jesuskind auf dem Arm der Madonna, die wir in der Kirche suchten, befindet sich auf der Freiterrasse des Restaurant St. Bernard.

Auf diesem Wege bedanken wir uns nochmals ganz herzlich!

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...wenn man die Skulptur auf der Rückseite anschaut, findet man noch ein Ärmchen des Jesuskindes

So eine Führung erzeugte trockene Hälse, welche bei diesem schönen Wetter dringend angefeuchtet werden mussten. So endete ein wunderschöner Tag und mit einem reichen Paket an neuem Wissen und tollen Erlebnissen begaben wir uns allmählich alle auf den Nachhauseweg.

An dieser Stelle sei Bernard für die perfekte Organisation recht herzlich gedankt. Unsere liebe Käthe übernahm das für uns stellvertretend in herzlicher Manier - MERCI!

Die Fotos wurden ausgesucht aus einer Serie von:
Liane, Gaby, Rosmarie, Käthe, Erwin, Roland, Charly und Bernard
Ich hoffe, dass ich niemand vergessen habe!

Autor: obelix2011

Bewertungen und Kommentare:

18 Bewertungen
10 Kommentar(e):

Lavandel schrieb am 18.11.2013:
Hallo Charly! vielen dank für den aufschlussreichen Artikel über Ferrette (Komme jetzt erst dazu ihn ganz zu lesen!), auch wenn`s schon wieder eine Weilee her ist ...Die Bilder zeigen, dass es ein herrlicher tag war. Lavandel

Halley schrieb am 06.11.2013:
Bravo Charly, formidable, das hast du aber gut gemacht, ein extra bon point von mir, auch Käthe möchte ich Loben für die gute Zusammenstellung von Bild und Text. Gruss.Bernard

Ibobibo schrieb am 06.11.2013:
Vor ein paar Jahren habe auch ich die "grotte des nains" besucht und trotz eifrigen Suchens mit neuer Taschenlampe habe ich keine Zwerge gesehen.Vielleicht sind sie an diesem Tage nach Hasel gewandert um Käthe Gartenarbeit abzunehmen. Ein eindrucksvoller Bericht mit tollen Bildern, die mich vermuten ließen in ein Märchenbuch zu schauen. Liebe Grüße Ingeborg

wallianna schrieb am 06.11.2013:
So schlüpfrig und rutschig wie unser Weg war, so fundiert und überschaulich ist Dein Bericht lieber Charly.Zusammen mit den tollen Bildern läßt er das Ganze noch einmal in revue passieren!Ein toller Tag, danke an alle Beteiligten!

beah schrieb am 06.11.2013:
An diesem Tag wurden wir von dem sonnigen Wetter verwöhnt. Der von Bernhard ausgesuchte Weg durch die Felsformationen war ein besonderes Erlebnis. Die Einkehr war ebenfalls hervorragend ausgesucht und Charly hat das alles vortrefflich wiedergegeben! Danke für diesen gelungenen Tag.

Zahnrad schrieb am 06.11.2013:
War ein toller Tag in Ferrette Bernard hast alles super organisiert danke dafür. Viele Grüße Erwin

shanai schrieb am 05.11.2013:
Da fällt mir doch noch etwas ein. Ich bin sicher, dass es einen unterirdischen Gang von meinem Heimatort nach Ferrette gibt. Waren doch in unserer Tropfsteinhöhle auch die Erdmännchen am Werk und halfen den Bauern und Bäuerinnen ihr Tagewerk zu vollbringen, bis ihnen von Neugierigen aufgelauert wurde. Seitdem sind sie verschwunden und alles muss man alleine machen - immer diese Neugierde! L.G. Käthe

happy46 schrieb am 05.11.2013:
Guter Bericht, tolle Fotos! Schade das ich nicht dabei sein konnte. Grüssli Happy46

seinDrache schrieb am 05.11.2013:
Einfach toll !

shanai schrieb am 05.11.2013:
Auch diesen Tag (in der Schlucht) werden wir nicht vergessen können! Herzlichen Dank an Charly, der den zweiten Bericht in Ferrette übernommen hat und meisterlich bewältigen konnte. Ohne Bernard läuft im Elsass kaum etwas, wofür ich ihm sehr dankbar bin - was ist da ein 'Schmützli uf d´Backe'? Ein toller Tag war das mit der geschenkten Führung und all den Erlebnissen, finde ich. Liebe Grüße eure Käthe

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