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Strass und Gassen...

Es ist bei mir noch nie ein Heiliger Abend gewesen an dem nicht ein ausgedehnter Spaziergang erfolgte.
Früher wie noch ordentlich Schnee in den Bergen lag sind wir auf verschneiten Pfaden am Heilig Abend zu einer kleinen Berghütte hinauf gestapft, die immer den Bergwanderer einen warmen Platz selbst an diesem Abend angeboten hat.
Man konnte etwas zum Aufwärmen bekommen und dann konnte wer wollte von dort aus zu einer Kapelle weitergehen um die Weihnachtsmesse anzuhören.

Wie ich diesen schneelosen Heiligen Abend durch das Dorf ging war es wie verlassen:

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Hinaus lief ich in die Stille der Felder und des Waldes. Selbst Fuchs und Hase feierten. Die Nachtvögel schwiegen.
Mir wars als berührten mich weiche Flügel der Weihnachtsengel. Sie streiften mich ganz zart und ich fühlte mich geborgen in dieser Einsamkeit.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Am Himmel waren dichte, mir drohende Wolkengebirge aufgebaut, als im Süden sie sich plötzlich wie ein Vorhang öffneten. Da sah ich den Stern von Bethlehem, so strahlend und so hell in all der Dunkelheit dieser Welt.

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)


Noch nie war ich diesem Gedicht so nahe gekommen.

Autor: Fiddigeigei

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