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Spaziergang zwischen Altrhein und Kleinem Rhein

Ein Erkundungsspaziergang auf der neu angelegten Rheininsel auf französischer Seite bei Rosenau zwischen dem Kleinen Rhein und dem Altrhein war zum 07. Februar angesagt, und neun Mitglieder waren dabei – schön!

Noch keine fünf Jahre ist es her, dass hier Tonnen von Grund und Kiesel bewegt wurden und aus einer schnöden 120 ha großen Maismonokultur ein Kleinod für Pflanzen und Tiere entstand.

Die Pflanzen befanden sich zwar noch im Winterschlaf und für Tierbeobachtungen waren wir wohl zu geschwätzig. Meine Intention war aber eine ganz andere, denn ich wollte unsere Mitglieder vor dem Winterblues bewahren (übertrieben), aus dem Haus locken, um gemeinsam zu sehen, sich zu bewegen und etwas zu erleben!

Wir waren sowieso zu einer Zeit unterwegs, wo sich die meisten Tiere im Gestrüpp verkrochen hatten und ruhten. Spuren konnte man einige ausmachen. Besonders das durchwühlte Gelände der Wildschweine fiel auf, die einige Kilometer in einer Nacht hinter sich bringen können und auch gute Schwimmer sein sollen.

Ein wenig Geschichte:
Vor 200 Jahren dehnte sich der Rhein hier in der Breite über 3 Kilometer aus und mäanderte durch die Rheinebene, formte Inseln und Moore, überschwemmte aber auch immer wieder die bewirtschafteten Flächen und Orte, obwohl sie viel weiter vom Rhein entfernt lagen als heute. Architekt Tulla begann 1838 den ungezügelten Rhein zu begradigen und mittels Dämmen in ein festes Bett zu zwingen, was bis zur Vollendung 38 Jahre dauerte. Etwa ein Jahrhundert später wurde der Rheinseitenkanal gebaut, Kraftwerke angelegt, die Strom erzeugen, und die Strecke wurde mit Hilfe von Schleusen schiffbar gemacht. Die dadurch entstandene Insel zwischen dem Altrhein und dem Kanal wurde für intensive Landwirtschaft mit großflächigen Maismonokulturen genutzt.

Negative Folgen blieben dabei nicht aus, denn die Pflanzen- und Tierwelt nahm großen Schaden durch diese Form der Industrialisierung und Bewirtschaftung.

Seit 2006 ist dieses Gebiet nun „Nationales Naturreservat“. Der finanzstarke französische Energieversorger EDF in Zusammenarbeit mit dem Verein Petite Camarque Alsacienne (Geld gepaart mit Wissen) betrieb hier die größte europäische Baustelle zur Renaturierung.

So entstand ein wunderbarer Rückzugsort für Vögel, Säugetiere, Amphibien und auch Pflanzen. Es wurde ein Gebiet von ca. 7 Kilometer Länge mit vielen Tümpeln, die vom Grundwasser gespeist werden, Erdhügel, Trockengebiete und Auwälder. Sogar der „Kleine Rhein“ wurde geboren, der vom Kanal kommend wieder in den Altrhein fließt, mit zum Teil schnell fließendem Wasser aber auch fast stehenden Gewässern in den Seitenarmen. Bis ins kleinste Detail wurde alles durchdacht, um den vielen Vorlieben der Tier- und Pflanzenwelt Genüge zu leisten. Da durfte natürlich auch die großzügige Fischtreppe nicht fehlen.

Nicht zu vergessen: Dies wurde auch ein herrliches Erholungsgebiet für uns Menschen mit vielen lehrreichen Beschreibungen. Einige Hütten und Hochstände stehen zur Verfügung, um die Tierwelt beobachten zu können, ohne diese zu stören, denn die angelegten Wege darf man nicht verlassen. Ausrüsten sollte man sich bei solchem Vorhaben mit Fernglas, Fotoapparat und viel Muse.

Unsere fröhliche Schar kehrte nach der Tour im Wirtschäftle „Zum Stauwerk“ ein, das die freundliche Wirtin für uns geöffnet hielt. Wir verköstigten uns nach Lust und Laune bis es hieß Abschied zu nehmen, aber nur bis zur nächsten Erkundung!

Fotografiert wurde von Markus und Käthe

Autor: shanai

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