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Radtour im "Haut Rhin"

„Bienvenue en porte d´Alsace“

Kaum sind ein paar Coronaschranken gefallen, machten wir uns zu einer Radtour ins Elsass auf. Bernard, unser Elsässer wollte uns mal wieder ein Stück seiner Heimat zeigen!
Mir ist bewusst geworden, wieviel Aufwand es ist, eine solch perfekte Tour auf die Beine zu stellen, die man selbst erst kennenlernen muss. Dafür ein herzliches „Dankeschön“!

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Bernard mit Markus beim Planen der Tour

Wir trafen uns in Cernay, das früher Sennheim hieß und eine wechselhafte, oft traurige Geschichte hinter sich hat, wie die meisten Orte so nah zur deutschen Grenze. Erstmals wurde dieser Ort als kleine Hofstelle um 1144 erwähnt. Aber damit wollten wir uns nicht auseinander setzen, sondern die schöne Landschaft bei frischem Fahrtwind um die Nase genießen.

Bernard führte uns geschickt durch weite Wiesen und Felder, durch kleine Haine und Wäldchen und natürlich auch durch wunderhübsche kleine Orte. Auffallend sind immer wieder die Ideen der Bewohner, ihren Ort aufzuhübschen. Die Vorgärten blühten in voller Pracht und immer wieder tauchte ein altes, originales, für diese Gegend typisches Fachwerkhaus, auf.

An einem großen natürlichen Wasserspeicher für die Großstadt Mulhouse kamen wir auch vorbei.

Unsere Strecke war weitgehend autofrei und ging meist kommod leicht bergauf und bergab. Bernard hatte uns versprochen, „Es wird nicht langweilig!“, und genauso war unsere fast 50 Kilometer lange Tour.

Das Vesper nahmen wir an einem schönen Platz ein. Bernard kredenzte jedem von uns ein Schlückchen Rotwein, was im Elsass obligatorisch zu jedem Essen gehört! Ihr lest schon, dass ich nicht „Grand Est“ schreibe, wie das Elsass 2015 umgetauft wurde. Unsere Ausflugsradlerrunde gehört nach wie vor zum Département „Haut Rhin“.

Nachvollziehen kann man an vielen Ortsnamen, was früher zu Deutschland gehörte, wenn sie nicht geändert wurden. Wir durchquerten zum Beispiel Michelbach, Sentheim, Diefmatten, Sternenberg und Bretten, um ein paar Ortsnamen zu nennen. Spielt das heute aber noch eine Rolle, wenn wir alle „Europäer“ sind?

Ein gutes Stück unseres Weges folgten wir den Schienen der Museumsbahn „Train Thur Dollar“, die jedoch nur am Wochenende durchs Tal dampft. Als Kinderbelustigung soll in Guewenheim ein Überfall durch berittene Indianer auf die Bahn stattfinden. Vorstellen kann man sich dies gut bei diesem alten Bahnhäusle und, dass dies die Fantasie der Kinder anregt, auch.

Kurz vor unserem Ziel führte uns Bernard noch zur Gedenkstätte des Soldatenfriedhofs, der 1920 angelegt worden ist. Da kommt man nicht umhin, nachdenklich zu werden, ruhen dort 2485 Soldaten des Ersten und 1479 des Zweiten Weltkrieges. Deshalb folgen zum Schluss die Worte von Jean-Claude Junker, dem ehemaligen Premierminister des Großherzogtums Luxemburg:

Wer an Europa zweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen. Dort kann man sehen, wozu das Nicht-Europa, das Gegeneinander der Völker, das Nicht-Miteinander-Wollen, das Nicht-Miteinander-Können, führen muss.“

Herzlichen Dank an Markus für die Fotos!

Autor: shanai

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