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Bretagne

Entweder man kommt immer wieder oder nie mehr, ich gehöre zu der ersten Gruppe.

Hier folgt mein Bretagne - Bericht von 2008, den ich für die Freiburger Regio geschrieben habe!

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Bretagne 2008

Angekommen in der Region „Finistère“ – finis terra – Ende der Welt.
Komisch, das könnte doch auch „Anfang der Welt“ heißen!

Tief im Westen streckt sich die Bretagne mit 3 breiten Landzungen ins Meer wie ein Drachenmaul. Die obere Halbinsel ist die Aber-Küste mit Brest, die Halbinsel „Crozon“ ist die Zunge und in dem unteren Teil befindet sich unser Domizil. Wir wohnen in einem echten bretonischen mit Reed bedeckten Haus, nahe an der wilden Westküste.

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In unserer Nachbarschaft befindet sich der „Pointe de Penmarc´h“ mit seinem alten Leuchtturm und „Notre-Dame-de-Tronoën“, die zum Pflichtprogramm der Bretagneurlauber gehören.

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Der westlichste Punkt Frankreichs, den „Pointe du Raz“ ist von dort bequem zu erreichen. Allerdings bevorzugen wir den „Pointe du Van“, der genauso wild aber nicht so überlaufen ist.

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Ganz in der Nähe liegt der Fischereihafen „Guilvinec“. Abends ab 17.00 Uhr kommen die Fischerboote zurück und entladen ihre Fänge. Gleich nebenan kann man die frischen Fische und Schalentiere für das Abendessen einkaufen. Man nimmt sich eine Tüte, schlüpft in die bereitgelegten Handschuhe und sucht sich seinen Lieblingsfisch, Muscheln, Langusten usw. einfach aus. An der Kasse wird gewogen und abkassiert.

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7777 Heilige und Schutzpatronen werden von den Bretonen verehrt – von den meisten hat Rom noch nie gehört. Entsprechend viele Wallfahrten „Pardons“ gibt es und davon sind einige sehr berühmt und sehenswert. Da putzen sich die Bretonen in ihren traditionellen Trachten heraus. Die Frauen setzen ihre Spitzenhäubchen „coiffes“ auf. Es ist eine Augenweide diese Prozessionen anzuschauen. Sie werden begleitet von den Klängen der „bombarde“ (bret. Oboe) und der „biniou“ (Dudelsack).

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Aber auch die kleinen kirchlichen Feste haben ihren Reiz, sie sind meistens mit einer Schau von alten Handwerken, Werkzeugen und Maschinen verbunden. Die wunderschönen Trachten kann man immer wieder sehen, selbst an einem normalen Sonntag beim Kirchgang.

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Ausflug an die „ Côte de Granit Rose“ an der Nordsee. Wir suchen nie den schnellsten Weg über die Autobahn. Aber um einen Tagesausflug mit Besichtigungen von ca. 450 km zu bewältigen, muss die Autobahn schon streckenweise herhalten.
Man könnte in jedem Ort anhalten, überall gibt es malerische Winkel und Gassen, prachtvolle Kirchen und Kalvarienberge, und sehr gepflegte Parks und Blumenschmuck. Noch vor 10 Jahren war alles viel trister.

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Die Küste mit den riesigen rosa Granitfelsen, wie von Zauberhand in die Landschaft gesetzt, ist sehr sehenswert.

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Rein zufällig sind wir am höchsten Berg der Bretagne dem „Montagne St.-Michel“ mit stolzen 380 Höhenmeter vorbei gefahren. Vorbei? Nein, wir mussten ihn besteigen, leider bei stürmischem Wetter und Regengüssen. Diese Rundumsicht muss gigantisch sein bei klarem Wetter! Die Baumgrenze ist schon bei etwa 200 Meter. Aber herrlich würzige Kräuter und Blumen wachsen dafür.

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Oft waren wir oder ich alleine mit dem Fahrrad unterwegs. Man kann das Umfeld besser auskundschaften. Manchmal hört die Straße einfach auf, aber oft entdeckt man kleine Einode, schöne Pflanzen oder seltene Tiere wie den Auerhahn. Leider war ich zu langsam, er hat sich weggeduckt, als er sich von mir bedroht fühlte. Auch gibt es nette Begegnungen mit Einheimischen. Dann geht das Radebrechen mit Händen und Füßen los.

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Chapelle Saint Evy

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Ein Tagesausflug ging nach Vannes. Die mächtige Historie dieser Stadt ist nicht zu übersehen. Die Altstadt mit der Stadtmauer, altem Waschhaus und unzähligen historischen Gebäuden geben viele Motive her.

An der Kathedrale „St.-Pierre“ wurde vom 13. – 19. Jahrhundert auf- und angebaut. Viele Baustile kann man ausmachen, selbst die ital. Renaissance ist vertreten (gerade eingerüstet).

Sie liegt am großartigen „Golf von Morbihan“, praktisch ein kleines Meer für sich mit vielen kleinen Inseln und Badestränden. Man fühlt sich in den Süden versetzt

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Auf den täglichen Strand- und Dünenspaziergängen mit Hund gab es vieles zu sehen und zu erleben.

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Hier ein paar Bilder, eigentlich habe ich sie nur für Träumer und Romantiker ausgesucht.

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Bei der kleinen Mondfinsternis muss in der Nacht eine Springflut stattgefunden haben. Die ganzen Steine vom Strand waren am Morgen an die Düne gepresst. Vielerlei Strandgut wie Paletten, Schiffsseile und sogar ein Kühlschrank lagen hinter der Düne. Noch nie habe ich das Wasser bei Flut so hoch gesehen wie an diesem Tag.

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Was soll ich noch hervorheben von unserer schönen Urlaubsreise? Es gibt so viele schöne Städte wie Quimper, die Hauptstadt von Finistère. Die Cathédrale St-Corentin mit Kloster dominiert die Altstadt.

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Concarneau – die historische Stadt ist auf einer 300 Meter langen Insel über eine Brücke durch ein Stadttor zu erreichen. Die Stadtmauer ist begehbar. Das Ambiente wird verstärkt mit Konzerten mit alten oder bretonischen Musikinstrumenten.

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Pont-Aven lebt vom Ruhm „seiner Maler“. Vor über 100 Jahren kamen Paul Gauguin, Paul Sérusier und Emilie Bernard und machten mit ihren Gemälden die Menschen auf diese schöne Landschaft neugierig, die vorher Dichter und Denker ablehnten

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Locronan, ein Städtchen wie im Mittelalter, nur Kopfsteinpflaster und keine Autos.
Im 6. Jhd. hatte der heilige Ronan aus Irland hier Kirchengeschichte geschrieben. Außerdem gibt es in diesem Ort nur geschmackvolle, gute Geschäfte ohne jeglichen Ramsch.

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Carnac mit einer Steinallee von 1167 m Länge und 100 m Breite. Die Menhire, Dolmen und Fürstenhügel regen die Fantasie an woher sie kommen und warum sie hier stehen.

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Erwähnenswert ist natürlich auch, dass ich mit einem echten, selbstgebackenen „gâteau breton“ überrascht wurde, als ich mich in einer anderen Welt mit einem Buch aufhielt.

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Es gibt nur zweierlei Urlauber in dieser Gegend, die einen kommen nie mehr und die anderen verlieben sich für immer. Ich bin das sechste Mal hier und ich werde bestimmt wieder kommen. Bis zu unserem Urlaubsziel sind etwa 1200 km zu überwinden, da muss man auf der Strecke viele Sehenswürdigkeiten links liegen lassen. Diesmal haben wir einen kleinen Umweg durch die „Champagne“ gemacht, wo die edlen Trauben wachsen.

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Ein andermal fahren wir durch „Burgund“ und eine Strecke über Land an der „Loire“ entlang. So werde ich hoffentlich mit der Zeit mehr von Frankreich kennen lernen.

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Autor: shanai

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