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Kunst und Nationalsozialismus

Nach 1945 wurden Künstler rehabilitiert. Emil Nolde hatte über 1000 Werke zu beklagen und hatte ab 1941 Berufsverbot. Aber als bekannt wurde, dass Emil Nolde als Antisemit und Nationalsozialist 2019 bei einer Ausstellung in Berlin thematisiert wurde, ließ A. Merkel seine Kunstwerke aus dem Kanzleramt entfernen.




Die beinahe letzte Gelegenheit haben
wir noch genutzt, die Ausstellung im
Dreiländermuseum in Lörrach „Kunst
und Nationalsozialismus“ zu besuchen.
Leider konnten wir aus Zeitmangel des
Personals keine Führung erhalten, aber
die Kuratorin gab uns freundlicherweise
eine kurze, kostenlose Einleitung zum
Aufbau der Ausstellung, über die
Schwerpunkte und auch die individuelle
Betrachtungsweise, der wir folgen
sollten bzw. könnten. Dies war
sicherlich von großem Vorteil,
denn wer nimmt sich schon die Muße,
die perfekt detailliert verfassten
Plakate zu lesen. Dazu waren zahlreiche
Zeitungsberichte der damaligen Zeit
veröffentlicht, die mit Sicherheit
viel Wissenswertes beinhalteten.


Zwölf allgemein bekannte Künstler aus unserer Region wurden beleuchtet: Die ausgestellten Gemälde aus der Zeit vor dem Nationalsozialismus, während dieser Zeit mit entsprechender Beeinflussung und natürlich auch danach. Da gab es geächtete, deren Gemälde konfisziert wurden, weil sie als entartet galten und welche, die dem Nationalsozialismus zugetan waren und deshalb staatliche Aufträge erhielten.

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Hans Adolf Bühler "Die Heimkehr 1936" und "Soldatengrab 1942" (die Hakenkreuzfahne wurde übermalt)
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"Zwei Männer" von Adolf Riedlin (kubistische Tendenzen 1923) und "Drei Arbeiter 1937"



Wer will sich da ein Urteil erlauben? Ich würde mir dies nie zutrauen, denn man weiß ja nicht, wie man selbst gehandelt hätte, um unter den gegebenen Bedingungen leben bzw. überleben zu können.

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Adolf Glattacker gewann seine größte Anerkennung als Künstler in der Zeit des "Dritten Reiches" nicht nur seines Stils wegen, sondern auch durch seine Ämter in SN-Organisationen.


Beispiele wurden auch gezeigt, wo nach der Kriegszeit die eindeutigen Insignien des Hitlerregimes übermalt wurden.
Auch war es hochinteressant zu sehen, wie ein Künstler seinen Malstil vor, während und nach dem Nationalsozialismus verändert hatte.

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Gemälde von Hermann Burte / Eugen Feger oben von 1933 und unten von 1944 / Markus studiert Adolf Glattacker



Eine gute Stunde nahmen wir uns Zeit, die eigentlich viel zu kurz war, um alles zu erfassen. Wir waren trotzdem froh, als wir das Museum verlassen haben, denn wirklich gerne beschäftigt man sich nicht mit der schrecklichen Zeit, die allerdings nie in Vergessenheit geraten darf.

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Adolf Riedling (Bild oben 1928-30, Bild unten 1938) / Text vom Museum / vermutlich ein Auftrags - Gemälde





Das "Dreiländermuseum" in Lörrach
beschäftigt sich hauptsächlich mit
geschichtlichen Ereignissen in
unserem Dreiländereck. Man sollte
viel öfter diese Ausstellungen
besuchen und sich damit befassen.
Sicher ist es ein großer Vorteil,
dass der Eintritt nur 3€ kostet
und somit für jede Geldbörse
erschwinglich ist.

Im Jahr 2021 hat das Museum für
diese Präsentation den
"Lotto-Museumspreis Baden-Würtemberg"
in Höhe von 20.000€ erhalten!



Allmählich änderte sich unser

Gesprächsthema in eine

fröhliche Runde im Café Pape.

Unser Neumitglied Birswilly

überraschte uns mit einer Runde

Sekt und leckeren Brötchen,

als wir schon fast aufbrechen wollten.

„Herzlichen Dank, lieber Willy,

die Überraschung ist dir gelungen!“


So dehnte sich unser Zusammensein doch

um einiges länger als geplant aus,

was bestimmt keiner von uns bereute.



So viele trübe Gedanken,

so viel Neues und

tiefgreifende Einsichten,

so viel Kunst und

interessante Gespräche,

lachen und fröhlich sein

und auch leckeres Süßes,

Deftiges und Flüssiges

in ein paar Stunden –

dies hätten wir ganz sicher

zuhause nicht erleben

und genießen können!

Autor: shanai

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