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4. Basler Hock 2011

Le Moulin de Hésingue


Besichtigung der Häsinger Mühle im Elsass und Vortrag mit Bildern über Nepal von Margit - Anmargi am 16.04.2011

klick auf das Foto, dann siehst du die Homepage der
"Moulin Jenny de Hésingue"!

Am kühlen aber sonnigen Samstagvormittag fanden wir alle die historische Mühle in Hésingue. Nach einer freudigen Begrüßung fanden sich alle Teilnehmer vor dem alten Mühlengebäude ein und hörten interessiert dem jungen Müller Herr Jenny zu.

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Herr Jenny in der 4. Generation

Die Mühle wurde 1449 zum ersten Mal erwähnt. Über mehrere Jahrzehnte und Jahrhunderte wechselten die Besitzer und es mussten immer wieder unterschiedliche Zinsen an die jeweiligen „Herren“ abgegeben werden. Hans Heinrich Wicky, ein reicher Bürger und Besitzer der Mühle, baute 1783 das noch heute stehende Fachwerkgebäude mit 2 großen Wasserrädern.

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Herr Jenny in der 3. Generation hat die ganze Geschichte der Mühle aufgearbeitet.
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eine Urkunde die er stolz präsentiert
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Der 87 jährige Besitzer mit Bernard-Halley, der uns die Mühle zugänglich machte.
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Er gehört auch schon seit längerer Zeit zur Mühle - bewegt sich überall sehr lelbstbewusst.

1922 kauft Benjamin Jenny die Mühle und die dazugehörenden Gebäude. Sein Sohn ersetzt die Mühlsteine durch 2 Walzenstühle mit Mahlwalzen. Und dessen Sohn ersetzte die 2 Wasserräder 1930 durch eine Turbine. 1947 wurde die Mühle erneut vergrößert und modernisiert. 1973 wurde ein Mehlsilo gebaut und das Mehl konnte nun auch lose in Tankwagen an die Bäckereien geliefert werden.

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"Chlaie-Chotzer" - gehört in jede alte Mühle!
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ohne Worte
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Test - Probe

Ein Mühlstein und ein Menschenherz wird stets herumgetrieben. Wo beides nichts zu reiben hat, wird beides selbst zerrieben!
(v. Logau)

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Heute wird das Korn nicht mehr mit dem Mühlstein zerrieben.
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Wenn es richtig aufgenommen wurde, läuft das Korn 5-mal durch?
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Endprodukt

Für unsere Gruppe wurde der Betrieb extra am Samstag aufgenommen um uns alles in Funktion zu zeigen. Trotz einem heftigen Geräuschpegel erklärte uns Herr Jenny die verschiedenen Mahlgänge, die über verschiedene Walzen laufen. Es gibt geriffelte und glatte Walzen. Es wird hauptsächlich Weizen verarbeitet, 2mal im Jahr auch Roggen.

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zum Teil ganz schön gefährlich
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Astrid immer am Ball!
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Es ist sein Leben, das spürt man!
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sooo eng, aber die Wissbegierde ist groß!

Sehr imposant war der Lastenaufzug, den auch der Seniormüller (stolze 87 Jahre) mit rasantem Tempo hoch und runter benutzte. Wir stapften die schmalen Treppen bis zu 4 Stockwerken hoch.

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Der Senior führt den Lift vor

Oben liefen die Rüttelmaschinen mit den verschiedenen Sieben. Interessant war auch die Befestigung der Rüttler mit Bambusstäben an der Decke. Diese halten besser als jede Verbindung mit Stahldrähten. Dieser Betrieb ist immer noch ein Familienbetrieb. Aber seit einigen Jahren wird der Absatz der Ware immer schwieriger, da viele kleinere Bäckereien schließen. Die Kundschaft setzt sich aus gewerblicher und privater Klientel zusammen.

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Da oben war früher die Wohnung, das sieht man auch an dem schönen Handlauf.
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Die Fenster und das Glas sind noch original
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praktisches Putzzeug - mit Humor zu sehen!

Es werden verschiedene Mehlmischungen angeboten und in großen Säcken zu 30kg verpackt. Dabei konnten wir auch zusehen. In der eigenen Werkstatt (Schlosserei) werden die kaputten Teile der Maschinen repariert. Nach unserer Frage zur Ausbildung erklärte uns Herr Jenny, dass die Müllerschule in Paris ansässig ist und 3 Jahre dauert. Vielleicht im „Moulin Rouge“? Dann gäbs sicher noch viel mehr Müller! Nach den ausführlichen Erklärungen konnten wir uns noch mit leckerem Apfelsaft und selbstgebackenem Gugelhupf stärken.

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Vor und nach der Führung gab es leckeren "Gugelhupf" und reiner Apfelsaft
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schmeckt sehr lecker!
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Selbst ist der Mann - bei so alten Anlagen bekommt man keine Ersatzteile mehr!
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Na, Susanne was versprichst du da?

Danach kauften wir kräftig im dazugehörenden kleinen Geschäft verschiedene Mehlsorten ein. So kann Ostern kommen, wir werden leckere Hefezöpfe und aromatisches Brot backen, schon mal „Guten Appetit“!

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Herr Jenny fand den größten Gefallen an unserer Karin, nur weil sie sich so für die Geschichte interessierte?

Danach führte uns Bernard durch die petit Camargue zu unserem Lokal, wo wir lecker speisten. Einige bestellten das traditionelle Carpe frite ( frittierter Karpfen).

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Gasthausschild - sehr einladend!

Anschließend sahen und hörten wir den interessanten Bericht von Margit über ihre Nepalreise im November bis Dezember letzten Jahres. Wir erfuhren viel über das Land und die herzlichen Menschen mit den verschiedenen Religionen, die tolerant nebeneinander ausgeübt werden. Wir erfuhren etwas über die chaotisch quirlige laute Stadt Katmandu mit ihren religiösen Pilgerstätten und die zweiwöchige Wanderung zu verschiedenen Bevölkerungsgruppen und in die unterschiedlichen Klimazonen der nepalesischen Bergwelt. Margit überquerte mit ihrer Gruppe den 5416m hohen Pass „Thorong La“. Immer wieder konnte sie uns durch ihre fantastischen Fotos die Freundlichkeit der Menschen nahe bringen und die gewaltige Mächtigkeit der Natur übermitteln. Sie schloss ihren Vortrag mit den Worten: „ Meine Seele ist immer noch ein wenig in Nepal! “ Margit, nach diesem Vortrag glauben wir dir das, Dankeschön.

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Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen!
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...wir warten gerne!
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Na also, geht doch! Margit hat den Lichtbildervortrag professionell gemacht, super Leistung!

Herzlichen Dank für die Fotos von:

Margit - Anmargi
Anke - oleander
Käthe - shanai
Erwin - Zahnrad
Bernard - Halley

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...und unsere Autorin von heute ruaste - Astrid

Autor: ruaste

Bewertungen und Kommentare

30 Bewertungen
10 Kommentar(e):

Hortus schrieb am 25.04.2011:
Einen sehr schönen Komentar. Danke Osci

Anmargi schrieb am 19.04.2011:
... noch was: das Video ist wirklich professionell, wunderschön mit der Musik zusammengestellt! Grüßle, Margit

Tinsky schrieb am 19.04.2011:
Liebe Astrid, Dein Bericht ist sehr informativ. Mir erging es ähnlich, wie
Anke/oleander schon gschrieben hat: Durch den elsässischen Dialekt des jungen Herrn Jenny und den Geräuschpegel der Maschinen habe ich akustisch nicht viel mitbekommen, habe nur die Augen schweifen lassen. Darum ist Deine Zusammenfassung umso spannender und willkommener. Und die Fotos sprechen auch für sich, sie erzählen noch ihre eigene Geschichte. Ein grosses Dankeschön an die Organisatoren Käthe und Bernard, die Reisebericht-erstatterin Margit und die Fotografen. Es war ein wunderschöner Tag. LG Helga

Ibobibo schrieb am 19.04.2011:
Danke für den tollen Bericht, liebe Astrid. Käthe und Bernard hatten Euer Treffen - wie üblich - mit viel Engagement organisiert und die Fotos sprechen Bände!! Margits Vortrag durfte ich schon in Freiburg erleben. Insgeamt eine herrliche Unternehmung. Liebe Grüße Ingeborg

oleander schrieb am 19.04.2011:
Liebe Astrid, du hast einen lesenswerten Bericht verfasst. Infolge der Lautstärke und des elsässischen Dialektes von Herrn Jenny habe ich in der Mühle weniger mitbekommen. Dein Bericht haben mir die Detailles zugänglich gemacht. Schön finde ich auch, dass Käthe zur Verständlichkeit der Nichtteilnehmer ihre Bilder kommentiert. Viel Arbeit und dafür danke ich. Anke

wallianna schrieb am 18.04.2011:
Ja, das war mal wieder ein wirklich schöner Tag!Habe gleich meinen Lieben daheim berichtet und wir haben beschlossen, diese Mühle und das gute Lokal noch einmal aufzusuchen. Dein Bericht liebe Astrid und die Auswahl der Bilder unterstützen meinen Vorschlag auch noch. Ganz beeindruckt war ich dann auch von Margits Reisebericht aus Nepal,schade, dass ich solche Höhenwanderungen nicht mehr vertrage,aber trotzdem bitzelt es mich schon dieses eindrucksvolle Land mit seinen liebenswerten Bewohnern noch einmal zu besuchen.

Anmargi schrieb am 18.04.2011:
Mal wieder - ein gelungener Tag, danke, liebe Käthe und lieber Bernard für alle Eure Mühen! Eine so alte Mühle bekommt man selten zu sehen. Super der Bericht. Und sehr lieb von Dir Käthe, dass Du die Pannen mit meinem Laptop nicht erwähnt hast :-) Bis bald, liebe Grüße, Margit

shanai schrieb am 18.04.2011:
Doppelt so viele Fotos hätte ich einsetzen können bei der großen hervorragenden Auswahl! Und Astrid hätte bestimmt über diesen ereignisreichen Tag doppelt so viel schreiben können! Herzlichen Dank ALLEN für die großartige Mitarbeit, Käthe!

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