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Barrierefrei reisen – gute Vorbereitung ist das A und O

In ferne Länder reisen und fremde Kulturen entdecken oder einfach mal für ein paar Tage in die Natur fahren, um die Ruhe zu genießen – auch Menschen mit einer Behinderung haben das Bedürfnis zu verreisen.

Selbst im Alltag stoßen diese Menschen auf zahlreiche Barrieren, auch wenn sich das in den vergangenen Jahren bereits erheblich gebessert hat. Dennoch müssen Menschen mit Handicap nicht auf den wohlverdienten Urlaub verzichten. Unabdingbar ist jedoch eine umfangreiche Vorbereitung. Gute Planung ist die halbe Miete. Das gilt nicht nur, aber besonders in diesem Fall.

Frau schiebt Mann im Rollstuhl auf einem Bootssteg

Transsibirische Eisenbahn oder Campen in Südfrankreich?

Bevor es an die konkrete Planung geht, sollte man sich selbst und den Körper realistisch einschätzen. Es ist wichtig zu wissen, was man sich zutrauen kann und möchte. Nur weil man etwas theoretisch kann, heißt das nicht, dass man es sich auch zutrauen will. Diese Überlegungen sind wichtig für die Wahl des Reiseziels und die Entscheidung über die Art der Reise.

Checkliste

Eine Checkliste hilft, dass nichts vergessen wird. Punkte, die bereits erledigt wurden, werden abgehakt, sodass man einen guten Überblick behält.

Urlaubsutensilien und Tabletten

Medikamente: Nicht alle Medikamente dürfen ohne weiteres in andere Länder eingeführt werden. Es gilt, vorab Informationen einzuholen, ob das jeweilige Medikament im Urlaubsland zugelassen ist und falls ja, zu welchen Konditionen es eingeführt werden darf. Manche Medikamente sind auch empfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Ein Arzt kann hier sowohl beim Einholen der entsprechenden Informationen, als auch bei der Erledigung der bürokratischen Hürden weiterhelfen.

Auslandskrankenversicherung: Eine Auslandskrankenversicherung sollte eigentlich für alle Reisenden selbstverständlich sein. Für Menschen mit einer Behinderung ist sie jedoch unverzichtbar. Da es große Unterschiede bei den Leistungen gibt, sollten die Anbieter verglichen werden.

Gepäck: Je nach den individuellen Bedürfnissen werden spezielle Geräte (z.B. Beatmungsgerät) benötigt, die natürlich unbedingt ins Gepäck gehören, genauso wie etwaige Netzteile, Akkus, Stecker, Ersatzteile usw. Daher ist eine Packliste praktisch.

Infrastruktur: Auch wenn man hofft, nicht in die Lage zu kommen, eines aufsuchen zu müssen, ein Krankenhaus sollte auch im Urlaubsland gut erreichbar sein. Wer an einer chronischen Krankheit leidet, sollte sich nicht den ganzen Urlaub über sorgen müssen, dass Symptome auftreten könnten und kein Arzt verfügbar ist. Krankenhäuser in der Nähe kann man sich vor der Reise raussuchen.

Wahl des Hotels: Die meisten Suchportale im Internet informieren zwar über barrierefreie Hotels und Ferienwohnungen, dennoch lohnt sich ein Anruf, um Details zu erfragen. Sind die Türen überall breit genug für einen Rollstuhl? Ist der Pool- bzw. Wellnessbereich ebenfalls barrierefrei? Gibt es eine besondere Ausstattung für Hör- oder Sehgeschädigte? Selbst Kleinigkeiten können in einem fremden Umfeld für große Umstände sorgen.

Airline: Handelt es sich um eine Flugreise, kann man zwar bereits bei der Buchung angeben, welche Behinderung man hat, dennoch lohnt sich ein Anruf bei der Airline, um weitere Informationen zu erfragen. Am Flughafen direkt gibt es meist eine Klingel o.Ä., wo man Hilfe für den Transport und das Gepäck ordern kann. Das funktioniert mittlerweile an den meisten Flughäfen recht problemlos.

Paar am Strand

Übrigens gibt es mittlerweile auch zahlreiche Reiseveranstalter, die sich speziell auf die Bedürfnisse Reisender mit Behinderung eingestellt haben und entsprechend passende Angebote liefern. Diesen Service lassen sich die Veranstalter natürlich auch bezahlen. Hier muss man entscheiden, ob man die Planung alleine bzw. mit Familie oder Freunden durchführt oder ein passendes Angebot bucht, wo einem viel Arbeit abgenommen wird. Bei einer guten Vorbereitung steht auch einer abenteuerlichen Reise nichts mehr im Wege!

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