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Urlaub auf Madeira von 21. Februar bis 7. März 2013



Mitte Dezember - Eis, Schnee, Kälte - den Winter wollte ich abkürzen, ging ins TUI-Reisebüro und buchte eine 14-tägige Reise auf die Blumeninsel Madeira .

Weltkarte Madeira gross
Madeira

Madeira, portugiesischen Provinz im Atlantik, 951 km südwestlich von Lissabon und 737 km westlich der marokkanischen Küste. Zur Inselgruppe gehören außer der Hauptinsel Madeira die kleinere Insel Porto Santo und die unbewohnte kleinere Inselgruppe Ilhas Desertas.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter. In der Mitte der Insel ragen die höchsten Gipfel empor. Die Küste Madeiras fällt steil ins Meer ab.

Es gibt starke klimatische Unterschiede zwischen dem Norden der Insel und dem Süden.
Auf der Nordseite, an der sich die Passatwinde an den Berghängen stauen, fallen, vorzugsweise in den Wintermonaten, große Niederschlagsmengen. Die Monate Juli und August sind bemerkenswert trocken. In den übrigen Monaten ist auch mal mit Regengüssen zu rechnen,das Wetter kann sich von jetzt auf gleich ändern.
In den niedrigen Insellagen beträgt die Durchschnittstemperatur im Februar/März tagsüber 19-20 Grad, nachts ca. 15 Grad. Auf den höchsten Bergen kann es, zwar selten, aber doch auch mal, schneien. Grund genug für die Madeirenser, um bei einem Ausflug mit der ganzen Familie das ungewohnte Schauspiel zu erleben.

Um das, grundsätzlich reichlich vorhandene Wasser, gleichmäßig zu verteilen, ist ganz Madeira von einem Bewässerungssystem überzogen, den Levadas. Neben den Levadas verläuft ein Wegenetz um das komplizierte Kanalsystem instand zu halten. Wanderungen entlang der Levadas zählen zu den schönsten Unternehmungen die man auf Madeira machen kann.

Die extremen Höhenunterschiede und die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen entscheiden über die natürliche Besiedelung durch Pflanzen.
Den Kern des Naturschutzgebietes auf Madeira bildet der ursprüngliche Lorbeerwald. In Höhen über 800 m finden sich vorrangig Eukalyptuswälder, die durch Aufforstung entstandenen sind.
Die Übergangszone zum Hochgebirge bildet der Heidewald mit Baum- und Besenheide und der Madeira-Heidelbeere, eine endemische Strauchart die bis zu sechs Meter hoch werden kann. Bei uns muss man sich zum Pflücken der Heidelbeeren bücken, auf Madeira braucht man eine Leiter.
Der Bewuchs im Hochgebirge und auf den Hochplateaus ist fast ausschließlich auf Gräser, Adlerfarn und Stechginster begrenzt.
Im Gegensatz dazu zeigt sich die Vegetation in der Küstenzone in tropischer Üppigkeit, bestimmt von einer Fülle prachtvoller und nützlicher Pflanzen, die aus allen Teilen der Erde eingeführt wurden.

Der bekannte Madeira-Wein ist eine Spezialität der Insel. Das Getränk Madeiras ist jedoch der Poncha. Zu den kulinarischen Spezialitäten zählen 'Espada', Schwarzer Degenfisch mit Bananen und der 'Espetada', Fleischspieß auf Lorbeerstock.

Wer einen genaueren Blick auf die Lebensverhältnisse der Madeirenser wagt, und ich finde, dass man auf Reisen auch das tun sollte, wird leicht erkennen, dass ein offenkundiges soziales Gefälle gibt. Ein großer Teil der Madeirenser, ist auf Einkünfte aus Landwirtschaft und Kunsthandwerk, Stickereien und Korbflechtereien, angewiesen.

Am 21. Februar ging's dann wirklich los!
Morgens um 4:40 Uhr holte mich der Flughafentransfer vor der Haustüre ab. Condor brachte mich in ca. 4 Stunden von München nonstop nach 'Funchal' auf Madeira.


Landung ca. 12 Uhr Ortszeit in 'Funchal'. Die Fahrt im TUI-Minibus vom Flughafen ins Hotel brachte erste Eindrücke von den Verkehrsverhältnissen, von steilen Straßen, und hohen, weiten Brücken.

Nachdem ich mich eingerichtet und die nähere Umgebung des Hotels erkundet hatte, war es fast schon Zeit zum Dinner. 90 % der Touristen auf Madeira sind Engländer, entsprechend sind die Gewohnheiten.

'Funchal'

In den nächsten Tagen ging's ins Zentrum von 'Funchal'.

'Funchal', Madeiras Hauptstadt, ist wie ein Amphitheater angelegt. Die Vororte ziehen sich bis in die Höhe von 550 m. Besonders vom Meer her - ein spektakulärer Anblick.

Die steilen Straßen sind meistens durch runde, sehr glatte Basaltkiesel gepflastert, wie auch die meisten Bergstraßen auf Madeira. Häufig finden sich als Pflasterung kunstvolle Einlegearbeiten.

Verlaufen kann man sich in 'Funchal' nicht: Bergab geht es immer zum Hafen und damit zur Uferpromenade, die sich den ganzen Hafen entlang zieht.

CIMG1301.jpg
'João Gonçalves Zarco'


An der prachtvollen Seepromenade liegt der 'Palácio de São Lourenço', in seinen Ursprüngen aus dem 16. Jh. und heute Wohnsitz des Gouverneurs und Militärkommandanten.

Neben dem Gouverneurspalast steht ein Denkmal zu Ehren des Inselentdeckers 'João Gonçalves Zarco'.

Momentaufnahme 3 aus 1251 bearbeitet
Jachthafen



Vor dem Gouverneurspalast ragt der Landungssteg des neuen Jachthafens in das Meer hinein.

Östlich des Jachthafens finden sich "schwimmende" Cafés und Restaurants und in westlicher Richtung zieht sich die Uferpromenade weit an der Südküste Madeiras hin.
Legendär in der Hotelzone - 'Reid's Hotel' ein Eckpfeiler des British Empire.

Nicht weit davon und von der Seepromenade aus gut zu Fuß zu erreichen sind
- 'Madeira Wine Company', zum Informieren und Probieren
- Photomuseum 'Vicentes', originales, 1848 gegründetes Photoatelier
- 'Casa do Turista' mit Kunstgewerbe und Antiquitäten
- das alte Zollamt
- die Kathedrale von 'Funchal'
- 'Mercado dos Lavradores' (Markthallen)
- Das Gassengewirr der Altstadt mit seinen bemalten Türen
- Der Rathausplatz
- das Naturkundliche Museum

Mercado dos Lavradores'

Fischstand im 'Mercado dos Lavradores', dem Arbeitermarkt.

Bei dem schlangenähnlichen Fisch im Hintergrund handelt es sich um die Spezialität 'Espada', schwarzer Degenfisch.

Auf dem Blumenmarkt des 'Mercado dos Lavradores'.

Die alte madeirensische Tracht ist für die Blumenfrauen Pflicht.

Die bemalten Türen der Altstadt

Wer durch die Gassen der Altstadt flaniert, sieht zahlreiche bunt gestaltete Türen. Ein Kunstprojekt soll die Altstadt nach und nach in ein Freilichtmuseum verwandeln Das Türblatt gehört zu einem Projekt, das seit 2011 heruntergekommene oder schmucklose Türen in der Altstadt von 'Funchal' in Kunstwerke verwandelt. Urlauber dürfen mit malen.




Parks in Funchal

Fast alle Hotels und die meisten Privathäuser sind von sorgfältig gepflegten Gärten und Parks umgeben, es grünt und blüht in 'Funchal'.



Der 'Schwanenteich' im 'Jardim de Santa Catarina'.


'Jardim de São Francisco' (Stadtgarten)






Der "Wilde Westen" Madeiras

Ich habe einen Tagesauflug mit dem Bus in den westlichen Teil Madeiras gebucht.

Zuerst fuhren wir die Südküste entlang, Richtung Westen.


Erste Station war 'Camara de Lobos'. Der kleine, idyllische Hafen, Zentrum der einheimischen Fischerei, wird von Malern gerne besucht.



Zu den berühmtesten Besuchern gehörte einst Winston Churchill.

Über 'Ribeira Brava' fuhren wir nach Norden, hinauf zum 'Encumeada' Pass in 1007 m Höhe. Es war nur leicht nebelig, und so konnten wir auf der einen Seite die Nordküste sehen und, wenn wir uns umdrehten, die Südküste der Insel.

Jenseits der Passhöhe, an der Nordküste Madeiras, erreichten wir 'São Vicente' und weiter entlang der zerklüfteten Nordküste 'Porto Moniz'. Zwischen 'São Vicente' und 'Seixal' liegt der eindrucksvollste Abschnitt der nördlichen Küstenstraße und eine der landschaftlich schönsten Strecken auf Madeira.

Wie fuhren die "neue" Straße, die "alte" Straße war teilweise eingestürzt und auch sonst nicht befahrbar! Aber auch die neue Straße führt durch Tunnel und über Lehnbrücken hoch über den tosenden Wassern des Meeres und dicht an den Gebirgswänden entlang.

Die Küstenstraße windet sich in zahlreichen Spitzkehren hinunter zum Meer.

'Porto Moniz' liegt an der nordwestlichen Inselspitze.
Die stark zerklüftete Küste bildet hier zahlreiche natürliche Wasserbecken, die durch künstlich angelegte Kanäle miteinander verbunden sind. In diesen natürlichen Meerwasserschwimmbäder wird gerne gebadet.


Rückfahrt über die Hochebene 'Paul de Serra', das sog. Schottland Madeiras. Leider war inzwischen dichter Nebel und deshalb nicht viel zu sehen.
Neben der Straße war Hochgebirgsvegetation, weiter abwärts kamen wir durch dichte Lorbeerwälder und an Eukalyptusbäumen vorbei.

Es ging wieder an die Südküste, nach 'Calheta'.

Zuckerrohr war das erste und wichtigste Produkt der Landwirtschaft auf Madeira. Um 'Calheta' wird es auch heute noch auf kleinen Feldern angebaut und in der Zuckerrohrfabrik von 'Calheta' noch traditionell verarbeitet, hauptsächlich zu Aguardente. Zusammen mit Honig und Zitronensaft/Orangensaft ergibt er den Poncha, das Getränk Madeiras.

Letzte Station der Westtour war die mit 580 m zweithöchste Steilklippe Europas 'Cabo Girao'.

Blick in Richtung Atlantik.





Der Osten Madeiras

Ein weiterer Tagesausflug führte mich in die Osthälfte Madeiras. Wir starteten mit dem Bus Richtung Norden. Durch das zentrale Bergland nehmen wir am 'Poiso-Pass' die westliche Abzweigung und kommen durch eine großartige Landschaft. Mit zunehmender Höhe werden die Bäume immer kleiner und knorriger und schließlich ist links und rechts der Straße nur mehr eine steinige Hochfläche zu sehen. In vielen engen Kurven windet sich die Straße bergauf und gibt für Momente den Blick frei auf Felswände und steil abfallende Täler.
Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit von 'Funchal' aus erreichen wir unser erstes Ziel.

Der 'Pica do Areeiro' ist mit 1.818 m der dritthöchste Berg Madeiras und gleichzeitig am leichtesten zu erreichen. Nur wenige Meter unterhalb des Gipfels endet eine gut ausgebaute Fahrstraße.
Von der Aussichtsplattform aus bietet sich eine atemberaubende Sicht auf die umliegenden Berge und bis hinunter zum Meer.
Die beiden höchsten Berge Madeiras, der 'Pico das Torres', 1.851m, und der 'Pico Ruivo', 1862 m, sind nur zu Fuß zu erreichen.

Die Steinwüste des Hochgebirges und die karge Bergvegetation gehen über in die Baum- und Besenheide, über Hügel von Adlerfarn und Buschheidelbeere und anschließend durch eine waldreiche Gebirgslandschaft mit Thuja-, Lorbeer- und Eukalyptusbäumen nach 'Ribeiro Frio' mit der einzigen Forellenzucht Madeiras.

Hinter 'Victors Bar' beginnt ein Biosphären-Reservat der UNESCO, das den, hier noch ursprünglich vorhandenen Lorbeerwald erhalten soll. Außerdem gibt es hier noch zahlreiche endemische Pflanzen, die vor dem Aussterben geschützt werden sollen.

Nächste Stationen 'Faial' und 'Santana' an der Nordostküste Madeiras.

Der kleine Ort 'Faial' liegt hoch über der steilen Nordküste inmitten fruchtbarer Obst- und Gemüsegärten und am Fuße des steil ins Meer abfallenden 'Adlerfelsens'. Früher sollen auf diesem Felsen zahlreiche Fischadler genistet haben, daher der Name 'Adlerfelsen'.

'Santana' ist der Hauptort des fruchtbarsten Bezirks Madeiras und einer der malerischsten Orte Madeiras.

Das auffallende an 'Santana' sind die typischen buntbemalten Häuser, deren strohgedeckte Dächer bis dicht an den Boden reichen.
Einige dienen als Feriendomizil, mehrere den Touristen als Fotoobjekt.
Nur einzelne sind noch bewohnt, hier ein besonders liebevoll gestaltetesHaus.

Unsere Tour führt uns die raue Nordküste entlang nach 'São Jorge'.

Die Fahrt über den 'Portela Pass' bringt uns zum östlichsten Kap Madeiras, der Halbinsel 'São Louranço'.

'São Lourenço' ist der östlichste Teil von Madeira mit fjordähnlichem Charakter, fantastischer Panoramasicht auf den Atlantik und spektakulären vulkanischen Gesteinsformationen. Im Nordosten erkennt man die Nachbarinsel 'Porto Santo', im Südosten die 'llhas Desertas'.
Hier auf der Ostseite der Insel ist die Landschaft ganz anders.
Die karge, regenarme Landschaft gleicht einer Wüste, eher 'Porto Santo' als Madeira.

Letzte Station des heutigen Tages war 'Machico', der älteste Ort der Insel und die ehemalige Hauptstadt Madeiras. Hier soll João Gonçalves Zarco 1419 erstmals an Land gegangen sein.
In 'Machico' gibt es einen der beiden künstlich angelegten Sandstrände Madeiras. Der andere befindet sich in 'Calheta'. Der helle Sand wurde aus Marokko importiert, der Sand Madeiras ist schwarz.


Zwei Wochen reichen nicht aus, Madeira auch nur oberflächlich zu erkunden. Obwohl ich viel über die Insel gelesen hatte, fühlte ich mich oft völlig unvorbereitet.

Am 7. März ging der Flieger nach Hause. Ich fahre gerne weg, aber ich komme auch gerne wieder nach Hause!

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