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Altersgerecht wohnen

10 leicht umsetzbare Tipps zur Barrierefreiheit

Der Wunsch, im Alter weiterhin in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben zu können ist nachvollziehbar. Nicht nur das gewohnte Umfeld ist hier ein wichtiger Faktor, sondern ebenso die Wahrung der Selbstständigkeit. Ein Umbau mit hohen Kosten ist nicht immer von Nöten, einige Veränderungen können auch eigenständig und relativ kostengünstig umgesetzt werden, um das Haus oder die Wohnung barrierefreier zu machen.

Mann im Rollstuhl schaut aus dem Fenster

  1. Hat der Hauseingang eine Treppe, sollte diese gut begehbar sein. Das heißt, Hindernisse, wie Blumentöpfe und andere Dekorationsartikel dürfen nicht im Weg stehen. Beidseitig angebrachte Handläufe sorgen für sicheren Halt. Bei Bedarf kann die Treppe durch eine Rampe (mobile Rampe, eine Holzrampe, ein Rampenmodulsystem oder ein aufgeschütteter und gepflasterter Rampenweg) ersetzt oder erweitert werden.

  2. Türschwellen an Balkon, Terrasse oder auch in Innenräumen können ebenfalls durch kleine Rampen überbrückt werden. Eine weitere Möglichkeit bietet ein Niveauausgleich, z.B. die Erhöhung des Bodens der Terrasse. Hierbei muss beachtet werden, dass ein einwandfreier Wasserablauf im Türbereich sichergestellt sein muss (in Außenbereichen).

  3. Barrierefreiheit heißt insbesondere für ausreichend Bewegungsfläche zu sorgen. Menschen mit einem Rollstuhl oder einer Gehhilfe benötigen mehr Platz. Dies gilt besonders im Bade-, Wohn- und Schlafzimmer. Hier kann eine Ummöblierung, beziehungsweise das Entfernen von Möbelstücken oder Teppichen Abhilfe schaffen.

  4. Sitzmöbel und Arbeitsflächen können umgerüstet werden. Sind sie zu niedrig, fällt das Aufstehen oder das Arbeiten daran meist schwer. Die Sitz- oder Arbeitsfläche kann erhöht werden, für Sitzmöbel gibt es zusätzlich Aufstehhilfen.

  5. Türen müssen breit genug sein, damit ein Rollstuhl hindurch passt. Schiebetüren und Raumspartüren können eine Alternative zu einem Umbau sein. Besonders wichtig ist das bei der Dusche. Eine breite und ebenerdige Dusche ist ideal und sogar modern.

  6. Es gilt, Unfallquellen zu beseitigen und hinderliche Einrichtungsgegenstände zu verändern. Wacklige Einrichtungsgegenstände, Glasmöbel und Teppiche mit hohen Teppichkanten sind generell ungeeignet. Herumliegende Kabel gehören so verstaut, dass sie keine Stolperfallen bilden. Scharfe Möbelkanten können mit Plastikvorsätzen versehen werden.

  7. Ausreichende Beleuchtung ist wichtig für ein sicheres Bewegen im Alltag. Möglichst hell, schattenlos und blendfrei ausgeleuchtete Räume erreicht man durch den Einsatz von direkten und indirekten Lichtquellen.

  8. Wichtige Dinge wie Lichtschalter, Fenstergriffe oder auch Telefon (schnurlos) sollten in Griffnähe, leicht zu erreichen und zu betätigen sein.

  9. Die Anforderungen an den Bodenbelag sind vielfältig. Der Alltag von Rollstuhlfahrern wird erheblich erleichtert, wenn der Rollwiderstand gering ist. Für ältere und gehbehinderte Menschen stehen die Anti-Rutsch-Eigenschaften im Vordergrund. Und natürlich soll der neue Fußboden optisch ansprechend, robust und leicht zu reinigen sein.

  10. Wer sich viel zu Hause aufhält, braucht es bequem und gemütlich. Bequemlichkeit geht oft mit Funktionalität einher. Besonders bei Bett und Sofa. Diese Möbel dürfen nicht zu hoch und nicht zu tief sein, damit man bequem ein- und aussteigen kann. Der Zugang sollte frei sein und nichts im Weg stehen. Plätze am Fenster sind schön und hell.

Bei kleinen, verwinkelten Wohnungen oder Häusern können unter Umständen mehr Umbaumaßnahmen oder gar ein Umzug notwendig sein. Hier muss individuell entschieden werden, welche Investitionen sich lohnen und wann ein Umzug doch mehr Sinn macht.

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