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Felsmalereien oder Rockpaintings, Zeugnisse der ersten Bewohner Südafrikas
Meine erste Begegnung mit Felsmalereien Südafrikas hatte ich 1974 auf der Rückreise eines Arbeitsaufenthaltes in Südafrika. Da das Flugzeug erst abends vom Airport, damals hieß er noch Jan Smuts, startete, besuchte ich das Afrikana Museum in der Public-Library (Bibliothek) in Johannesburg, und war fasziniert von den ausgestellten Steinplatten mit den Malereien, welche die ersten Bewohner der Südafrikanischen Region hinterlassen hatten.
Bei späteren dienstlichen Aufenthalten in Südafrika wollte ich diesen Spuren nachgehen. Von Vorteil war, dass ich in Bethlehem, einer kleinen Stadt in der Nähe des autarken Landes Lesotho, und der Drakensberge, dort wo die größte Konzentration von San- oder Buschmann-Felsmalereien waren, stationiert war.
Dazu kam, das ich während meiner manchmal drei- bis fünfmonatigen Aufenthalten zwischendurch Zeit hatte, die ich mit Wanderungen in den Drakensbergen Natals, heute Kwa-Zulu-Natal, ausfüllte.
Dazu kam, das ich während meiner manchmal drei- bis fünfmonatigen Aufenthalten zwischendurch Zeit hatte, die ich mit Wanderungen in den Drakensbergen Natals, heute Kwa-Zulu-Natal, ausfüllte.
Die San, oder auch Khoisan genannt, waren wohl die ersten Besiedler des südlichen Afrikas, deren letzten Nachfahren die Buschmänner in der Kalahari und Namibia sind. Sie waren reine Jäger und Sammler und zogen den Tierwanderungen nach. Natal hatte den Vorteil, das sich im Stau vor den Drakensbergen die Wolken, vom Indischen Ozean kommend, dort abregneten und es immer genügend Äsung für Weidetiere gab.
Die ersten Spuren gibt es wohl 10-25.000 Jahre vor unserer Zeit, die letzten San verschwanden aus dieser Region Ende des 19. Jahrhunderts.
Sie ließen die größte Sammlung von Felszeichnungen südlich der Sahara zurück; die ältesten sind ca. 3000 Jahre alt, die jüngsten vielleicht 200 Jahre. Leider führte die Besiedlung der Landschaft im 13. Jahrhundert, durch Weidevieh haltende Bantuvölker, wie die Zulus, Xhosas und Basothos dazu, dass die San aus ihren Jagdgebieten verdrängt wurden. Sie zogen sich in die Täler unterhalb der Drakensberge zurück.
Die ersten Spuren gibt es wohl 10-25.000 Jahre vor unserer Zeit, die letzten San verschwanden aus dieser Region Ende des 19. Jahrhunderts.
Sie ließen die größte Sammlung von Felszeichnungen südlich der Sahara zurück; die ältesten sind ca. 3000 Jahre alt, die jüngsten vielleicht 200 Jahre. Leider führte die Besiedlung der Landschaft im 13. Jahrhundert, durch Weidevieh haltende Bantuvölker, wie die Zulus, Xhosas und Basothos dazu, dass die San aus ihren Jagdgebieten verdrängt wurden. Sie zogen sich in die Täler unterhalb der Drakensberge zurück.
Aber auch daraus wurden sie mit der Besiedlung der Nachfahren van Ribbecks, den Buren, verdrängt. Einige Zeichnungen gibt es noch von Planwagen und Reiter zu Pferden mit Gewehren, oder San treiben Vieh und Pferde, die sie den Siedlern gestohlen hatten.
Die meisten der ca. 40.000 Zeichnungen an ca. 500 verschieden Orten stellen jagdbare Tiere dar, und da vor allem Eland-Antilopen, die größte unter den etwa 12 Antilopenarten in dieser Region Afrikas. Andere Tierarten wie Elefanten, Giraffen, Warzenschweine oder Löwen und Leoparden sind seltener zu finden. Es gibt viele Jagdszenen, sammeln von Honig, fischen oder Darstellungen des täglichen Lebens. Aber auch Tanzscenen, vielleicht in Trance, dazu abstrakte Zeichnungen, vielleicht aus der Mythologie der Schamanen zu Beschwörungen nicht nur realer Jagdbeute. Figuren mit aufgesetzten Eland-Antilopen-Köpfen oder als Strauß verkleidet sind, zu finden, Hilfsmittel, um nahe an die Beute zu kommen. Überhängende Felsen und Aushöhlungen waren die Galerien, in denen man nicht nur lebte und Schutz vor dem Wetter suchte. Die mehrfarbigen Bilder wurden mit Hilfe von Stein- bzw. Mineraloxiden wie Zink und Quarz, Holzkohle, Lehm, Blut und Eiweiß auf festes, glattes Gestein, wie Basalt aufgetragen.
Die meisten der ca. 40.000 Zeichnungen an ca. 500 verschieden Orten stellen jagdbare Tiere dar, und da vor allem Eland-Antilopen, die größte unter den etwa 12 Antilopenarten in dieser Region Afrikas. Andere Tierarten wie Elefanten, Giraffen, Warzenschweine oder Löwen und Leoparden sind seltener zu finden. Es gibt viele Jagdszenen, sammeln von Honig, fischen oder Darstellungen des täglichen Lebens. Aber auch Tanzscenen, vielleicht in Trance, dazu abstrakte Zeichnungen, vielleicht aus der Mythologie der Schamanen zu Beschwörungen nicht nur realer Jagdbeute. Figuren mit aufgesetzten Eland-Antilopen-Köpfen oder als Strauß verkleidet sind, zu finden, Hilfsmittel, um nahe an die Beute zu kommen. Überhängende Felsen und Aushöhlungen waren die Galerien, in denen man nicht nur lebte und Schutz vor dem Wetter suchte. Die mehrfarbigen Bilder wurden mit Hilfe von Stein- bzw. Mineraloxiden wie Zink und Quarz, Holzkohle, Lehm, Blut und Eiweiß auf festes, glattes Gestein, wie Basalt aufgetragen.
Wo finden wir nun diese einzigartigen Zeugnisse einer vergangenen Welt. Sie sind vielfach durch Zäune gesichert und teilweise nur mit Führer zugänglich.
Ausgangspunkt für den Südafrikareisenden dürfte Durban oder Pietermaritzburg sein. Am schnellsten zu erreichen sind die Main Caves (Höhlen) im Giant‘s Castle Game Reserve oder die Battle Caves im Injasuti Valley. Am schönsten ist ein Aufenthalt im Kamberg Natur Reserve. Anstrengender ist ein Besuch der entlegenen Ndema Georg im Cathedral Peak Reserve. Aber auch bei einem Besuch des kleinen Landes Lesotho kann man einige Höhlen mit Zeichnungen besichtigen.
Zu erwähnen bleibt noch, dass ich bei einer späteren Reise nach Namibia zu dem Spitzkopje-Felsmassiv ich ähnliche Felsmalereien besichtigen konnte, in einer Gegend, in der heute noch Buschmänner leben. Ein Farmer hatte die Waffen und Glas- oder Wildbeerenschmuck der Buschmänner gesammelt.
Afrikaner
Ausgangspunkt für den Südafrikareisenden dürfte Durban oder Pietermaritzburg sein. Am schnellsten zu erreichen sind die Main Caves (Höhlen) im Giant‘s Castle Game Reserve oder die Battle Caves im Injasuti Valley. Am schönsten ist ein Aufenthalt im Kamberg Natur Reserve. Anstrengender ist ein Besuch der entlegenen Ndema Georg im Cathedral Peak Reserve. Aber auch bei einem Besuch des kleinen Landes Lesotho kann man einige Höhlen mit Zeichnungen besichtigen.
Zu erwähnen bleibt noch, dass ich bei einer späteren Reise nach Namibia zu dem Spitzkopje-Felsmassiv ich ähnliche Felsmalereien besichtigen konnte, in einer Gegend, in der heute noch Buschmänner leben. Ein Farmer hatte die Waffen und Glas- oder Wildbeerenschmuck der Buschmänner gesammelt.
Afrikaner
Seitengestaltung - Renate (piadora2010)









Ich meine dass Felsmalereien wahrscheinlich auch praktische Gruende hatten, oft auch nur dem Zeitvertreib dienten oder der Beschwoerung des Jagdgluecks. Es kann auch eine Art Schriftbild, Tagebuch und/oder Familienchronik sein. Ich glaube, dass sie hauptsaechlich von den maennlichen Mitgliedern eines Stammes angefertigt wurden, da die Hoehlen sehr exponiert liegen, nicht geeignet fuer Habitate von Frauen und Kindern. Sie liegen hauptsaechlich in Gegenden, wo man wilden Tieren begegnen und auflauern wuerde, weil es da einen Wildwechsel gegeben haben koennte. Ich glaube nicht, dass sich das Wesen der Frau seit damals stark veraendert hat. Sie war wahrscheinlich wie heute auch mit Haushalt, Sammeln, Kochen, Vorrat anlegen und der Aufzucht von Kindern beschaeftigt. Die Maenner waren im Pastoralen und in der Jagd taetig, mussten daher zwangslaeufig viel Zeit im Freien zubringen, was sie zwangslaeufig auf die Astronomie brachte. Abstrakte Darstellungen waren wahrscheinlich Wegweiser oder Hinweise auf Beuteverstecke oder fruehe Schreibversuche. Die unordentliche Anordnung der Bilder koennte vielleicht eine Art von Uebertreibung im Jagdglueck, sog. Jaegerlatein sein und man hat absichtlich andere Bilder uebermalt um den spaeter Eintreffenden mitzuteilen, was man schon alles abgeschossen hat. Frauen waren auch damals nicht zuviel unterwegs und haben sicher nie sehr viel vom Nachthimmel zu sehen bekommen. Hoehlenzeichnungen anderer Laender sind abstrakter als die in Westeuropa und Afrika, ein ganz eindringliches Beispiel sind die Felszeichnungen der Aborigines von Australien. Waehrend die Felsmalereien in Afrika und Suedwesteuropa oft sehr realistisch sind, sind die Darstellungen in Australien extrem abstrakt. Nach den Ausfuehrungen der Aborigines stellen sie die Traumwelt dar, ein Bewusstseinszustand, der von uns nur schwer nachzuempfinden ist. Ich hoffe, dass ich Denis SN richtig verstanden habe, wenn meine Antwort hier veroeffentliche. Gruss, Angela