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Neue Freihandelszone in Afrika


Drei bestehende grosse afrikanische multinationale Gruppierungen haben in der letzten Woche den Weg fuer eine neue Freihandelszone bereitet. Die neue ‚African Economic Community‘ wird 26 Staaten umfassen, die alle im suedlichen und oestlichen Afrika liegen. Die Mitgliedstaaten verfuegen gemeinsam ueber eine Bevoelkerung von 527 Millionen und erwirtschaften ein Bruttosozialprodukt von 624 Milliarden $ pro Jahr.
Bevoelkerungsmaessig ist diese neue Gruppierung schon doppelt so gross wie die USA und auch wirtschaftlich kann man sie nicht als ein Leichtgewicht bezeichnen.

Eine Arbeitsgruppe wird in den naechsten 6 Monaten die technischen Fragen der neuen Freihandelszone erarbeiten. Mit diesem Schritt bekommen die Staaten des suedlichen und oestlichen Afrika ein deutlich groesseres globales Gewicht und koennen auf einen grossen Binnenhandel zugreifen. Es ist auch vorgesehen, dass die Transport- und Energieprojekte der Region koordiniert werden. Allein dieser Schritt verschafft der neuen Gemeinschaft eine deutlich bessere Position bei Verhandlungen mit internationalen Anbietern fuer die Durchfuehrung solcher Projekte.

Die Freihandelszone wird viel zur Simulierung der regionalen Wirtschaft beitragen und sie wird den afrikanischen Staaten helfen die aktuelle globale Wirtschaftskrise besser zu ueberstehen. Die Staaten beschraenken ihre Zusammenarbeit auf einige ausgewaehlte Bereiche, wie Wirtschaft, Verkehr und Energiepolitik. Es wird bewusst kein politischer Zusammenschluss angestrebt und man will auch kein Monster, wie die EU Verwaltung erschaffen. Solche Verwaltungsmonster haben die unliebsame Tendenz sich nach einiger Zeit zu verselbstaendigen und mehr Probleme zu verursachen, als sie loesen. Das erklaerte Ziel in Afrika ist: Zusammenarbeit wo sie Sinn macht, aber ohne zu viele Eingriffe in die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten.

Ich denke Afrika ist mit diesem grossen Projekt auf dem richtigen Weg und ich werde an dieser Stelle ueber die weiteren Vorschritte des Projektes berichten.

Wie immer sind eure Kommentare und Anregungen zu diesem Thema herzlich willkommen e-mail


Denis - Oktober 2008 - Johannesburg


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