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Costa del Sol


Hier ein Bericht von dem FA-Mitglied "clou". Sie lebt seit 10 Jahren im sonnigen Süden Spaniens :

Die Sonnenküste besteht aus einem 300 km langen Küstenstreifen am Mittelmeer, der Teile der Provinzen von Malaga, Granada und Cadiz umfasst. Sie bietet lange Sandstrände, viele Sonnentage im Jahr und fröhliche Menschen, die sich auf viele Besucher freuen.

Millionen Touristen und Spanier aus den Großstädten des Hinterlandes kommen jährlich in den sonnigen Süden. Die Besucher finden nicht nur Strand und Meer, sondern auch Vergnügungszentren, Golfplätze, Shopping-Malls und bestgeführte Hotels.

Dank des milden Klimas gedeiht hier subtropische Vegetation.
Schon sehr früh ließen sich an der Costa del Sol Phönizier, Griechen, Karthager und Römer nieder. Doch den größten Einfluss nahmen die Araber, die vom 8.-15. Jahrhundert das Land beherrschten. Alle Dinge des täglichen Lebens wurden fortan vom arabischen Denken und Lebensstil geprägt. Vor allem die Landwirtschaft erfuhr einen enormen Aufschwung und konnte durch viele Kulturpflanzen bereichert werden: Zuckerrohr, Reis, Zitrusfrüchte, erlesene Kräuter wurden in Al-Andalus heimisch.

Windmühlen trieben die Bewässerungstechnik voran, Kanalsysteme und Stauwerke wurden entwickelt. Im 10. Jahrhundert wird Al-Andalus zum reichsten Staat der Welt. In Corduba lebten 500 000 Menschen, die 700 Moscheen, 900 Bäder, viele Bibliotheken, Straßenbeleuchtung und einen hohen Hygienestand nutzen konnten. Noch heute ist in vielen Städten und Dörfern die orientalische Atmosphäre spürbar durch viele prächtige Baudenkmäler.

Die Wiedereroberung im 15. Jahrhundert durch die Christen brachte das Ende der maurischen Herrschaft. Die vielen nachfolgenden Kriege in Europa leiteten das Ende der Epoche ein. Es blieben nur noch Erinnerungen an eine prächtige Vergangenheit.

Wir leben seit 10 Jahren in Andalusien, nicht direkt am Meer, sondern etwa 12 km. landeinwärts. Mit den Millionen Besuchern der Costa del Sol kommen wir nur in Kontakt, wenn wir in die großen Städte wie z.B. Malaga fahren. Wir vermissen nichts, denn wir haben auch in unserer Gemeinde fröhliche Volksfeste mit Flamenco und Musik. Geschichte und Traditionen begegnen einem auch hier auf Schritt und Tritt. Wir fühlen uns sehr wohl hier und haben nie bereut, in dieser außergewöhnlichen Region Spaniens einen Teil unseres Lebens zu verbringen.

Marlis Föhr
( clou )

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