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Buchtipp
Stimmen in der Schlucht: von Juan Marsé
Barcelona, im Sommer 1945. Das Haus, das David Bartra mit seiner Mutter, der hochschwangeren »Rothaarigen«, an einem der Hänge des Tibidabo bewohnt, hat zwei Eingänge, einen zur Straße und zum Tag, der andere zur Nacht und zur Schlucht. Beide verheißen nichts Gutes. Durch die Hintertür ist Davids Vater, die Cognac-Flasche in der Hand, Hals über Kopf vor Francos Geheimpolizei geflohen und hat sich dabei eine Hinterbacke aufgerissen. Vor der Tür zur Straße steht nun immer öfter Inspektor Galván, der unter dem Vorwand, die Spur des ehemaligen Widerstandskämpfers zu verfolgen, der attraktiven Rosa den Hof zu machen beginnt.
Mit wachsendem Misstrauen beobachtet der 14-Jährige die Avancen Galváns und setzt alles daran, dessen Annäherungsversuche zu verhindern. Als der Inspektor mit Einwilligung der Mutter Davids todkranken Hund beseitigt, kennt die Wut des Jungen keine Grenzen mehr. Mit einer fantasievoll eingefädelten List gelingt es ihm, den Schergen des Regimes zu vertreiben. Doch die Täuschung wird der kleinen Familie zum Verhängnis …
Autor:Juan Marsé
Juan Marsé, am 8. Januar 1933 in Barcelona geboren, gelang 1966 mit ›Letzte Tage mit Teresa‹ (dt. 1988) der literarische Durchbruch, in dem er das Universum festlegte, das sein ganzes literarisches Schaffen prägt: das Barcelona der Nachkriegszeit. Für ›Stimmen in der Schlucht‹ erhielt er 2001 den Premio Nacional de la Crítica und im selben Jahr für sein Gesamtwerk den Premio Nacional de Literatura.
»Juan Marsé ist einer der besten spanischsprachigen Schriftsteller.« Mario Vargas Llosa
Deutscher Tschenbuch Verlag, München
ISBN 3-423-13402-X
9,80 €

