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Die Rambla von Tarragona


Ein interessanter Bericht von unserem Mitglied vamp :

Während meines Spanienaufenthaltes in diesem Frühjahr kam es mir in den Sinn, wieder einmal die schöne kulturreiche Stadt Tarragona aufzusuchen, zumal ich sie in nur einer Zugstunde erreiche. Es war schon drei Jahre her, dass ich sie das letzte Mal besuchte und ich konnte mich nicht mehr so ganz genau erinnern, wie mein Weg damals vom Bahnhof in die Stadt verlaufen war.

Bahnhof und Meer

Eines wußte ich jedoch sicher, ich hatte viele Treppen zu steigen. Nach einem Stück geraden Weges sah ich den Treppenaufgang und setzte langsam meinen Weg nach oben fort.

Tarragona

Oben angekommen befand ich mich an der Brüstung mit dem Fernrohr für den Panoramablick, das wie immer in den Händen von Touristen war, die sich die Aussicht auf das Meer gönnten und mit einer Drehbewegung auch zum abseits gelegene Amphitheater schweifen konnten.

fast oben

Beim Denkmal des Admirals Roger de Lauria , er lebte im 12. Jahrhundert, begann mein Fotoerlebnis in Tarragona.

Denkmal

Die Cafés waren bereits am frühen Vormittag besetzt.....

Rambla

denn die Märzsonne lud dazu ein.

Morgensonne

Den Touristen werden oftmals mit den abgebildeten Tellern auf einem Coca-Cola Schild die Speisen des Restaurants angeboten, für einen schnellen Imbiß ist es o.k., aber ein wirklich gutes gemütliches Essen sollte man sich in einem der Restaurants auf der Rambla oder in einer Nebenstraße gönnen.

Eine hübsche japanische Wandmalerei auf Kacheln zierte ein Gebäude.

Wandmalerei

Die Alpenveilchen auf dem Grünpfad zwischen den beiden Straßen hatten - wie ich feststellen konnte - den vergangenen heftigen Schneesturm gut überstanden.

Alpenveilchen

Um sich vor dem Taubenunrat zu schützen werden die Balkone oder Erker verhängt, trotzdem nimmt der Betrachter die schöne wahr.Jugendstilarchitektur dahinter

Taubenschutz

Auch die Balkone werden geschützt :

Balkonschutz

Und hier eine schöne Balkonfassade :

Balkonfassade

Manchmal sah ich eine besonders kunstvoll geschmiedete Balkonfront, davor einen Bitterorangenbaum und eine Straßenbeleuchtung auf der noch die Werbeschilder für Theateraufführungen befestigt sind.

Balkon

Dem berühmten Sardanatanz der Katalanen wurde ein aus weißem Marmor errichtetes Denkmal gewidmet.

Skulptur

Von weitem betrachtet, glaubt man, dass auf der Bank ein alter Mann sitzt, erst beim Näherkommen ist die Bronzefigur des alten Herrn mit der gefalteten Zeitung in der Hand erkenntlich.

Bronzefigur

Fast jeder läßt sich neben ihm nieder für ein Erinnerungsfoto, ich natürlich auch. Eine Passantin fotografierte mich.

Uta

Nirgends läßt sich für das kulturelle Leben der Stadt Tarragona und für´s Theater besser Werbung machen als auf der Rambla. Die Straßenlaternen eignen sich dafür.

Werbung

Theaterwerbung
Theaterwerbung

Theaterwerbung
Theaterwerbung in der Rambla

Theaterwerbung
Theaterwerbung in der Rambla

Theaterwerbung
Theaterwerbung auf der Rambla

Die Rambla lädt auch im Sommer bei hohen Temperaturen zum bummeln ein, denn hohe Bäume spenden mit ihrem Blätterwald Schatten.

Bäume

Zwischendurch verweilte ich an einem Kiosk, wo bereits die ersten Frühlingsblumen angeboten wurden.

Blumenstand

Blumen

Es zog mich in eine Seitenstraße – Fußgängerzone - um dort das pulsierende Leben aufzunehmen

Seitenstraße

und den Schaufenstern Beachtung zu schenken.

Geschäfte

Modevitrinen gab es reichlich

Kinderschuhe

was ich jedoch vermisste waren Buchläden, vielleicht waren die woanderst angesiedelt.

Schuhe

Mitte März ist es durchaus angebracht das kommende Osterfest anzukündigen, das wie überall mit Süssigkeiten verbunden ist , entsprechend sind die Auslagen.

Konditor

Auch Ostern lockte mit Süßigkeiten

Ostersüßigkeiten

Die besonders schönen Straßenlampen in den Seitenstraßen erregten meine Aufmerksamkeit und ich fotografierte ungeachtet des Gegenlichts.

Straßenbeleuchtung

Seitenstraße

Inzwischen war ich schon weit gelaufen und näherte mich dem Karmaliterkloster und dem Kriegerdenkmal von 1811.


Karmeliterkloster

Kriegerdenkmal

Immer wieder sah ich zu den reifen Bitterorangen an den schönen rund geschnittenen Bäumen auf und hätte sie am liebsten geerntet um die feine Bitterorangenmarmelade herzustellen .

Bitterorangen

Bevor ich den Weg zur Kathendrale einschlug, kam ich an dem von Touristen stets fotografierten Haus des Fassadenmalers Carles Arola vorbei, der sehr überzeugend an der Wand seines Hauses seine Kunst darstellt. Die gemalten Figuren sind Personen aus der katalanischen Geschichte

Fassadenkünstler

Wie zufällig erlebe ich dabei die Übung von Jugendlichen auf Stelzen, die - der Tradion gemäß - übergroße geschichtliche Figuren an Festtagen zur Freude des Publikums durch die Straßen führen.

Stelzen

Zuerst näherte ich mich der Kathendrale von der Rückseite.

Kathedrale

Als ich dann auf der Vorderseite, dem Eingang stand, sah ich wieder eine Gruppe Jugendlicher, die sich zum Sardanatanz aufgereiht hatten. Das Bild gefiel mir.

Sardanatanz

Der Dom ist der Hl. Maria gewidmet, sie thront als Säulenfigur in der Mitte des Eingangs.

Rosette

Ich entfernte mich einige Schritte um die Gesamthöhe der Kirche aufzunehmen.

Portal

Die alten Gebäude im Umkreis bieten pittoreske Bilder, so empfand ich den Blick auf Gemäuer, Blumen und Balkon mit Tauben.

Kathedrale

Bevor ich mich auf den archeologischen Mauerpfad begab, kaufte ich die Postkartenaufnahme des menschlichen Turms, der „Castelleres“. Eine Vorführung, die aus Kraft, Balance und Mut besteht. Die Blusenfarbe der Teilnehmer läßt erkennen aus welcher Organisation sie stammen. Die berühmtesten Castelleres sind die aus Tarragona, castells heißt auf katalanisch „Burgen“.

Castelleros

Die Aufführung findet an besonderen Festtagen, wie beispielsweise dem Nationalfeiertag statt, und an der Spitze ist immer ein Kind, das leichteste und überaus mutige
Mitglied. Es gibt Burgen bis zu 10 Stockwerken.



vamp

Hier verabschiede ich mich von meinem Streifzug über die Rambla, und hoffe die Fotos haben Euch gefallen.

Vamp, 11.04.2010

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