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Wer kennt Iserlohn?
In Iserlohn sind unsere Mitglieder tejo, Kanalkind, Real, Matuk, ellen586, jrgen62, mrgo, Catwalk und Katzenvater beheimatet.Iserlohn ist eine Stadt mit ca. 99.000 Einwohnern (Stand Dez. 2006) und liegt im nördlichen Teil des Märkischen Kreises.
Geschichtlich erwähnt wurde Iserlohn erstmals im Jahre 1150. Der Name Iserlohn setzt sich wahrscheinlich zusammen aus den althochdeutschen Begriffen „Isen“ (Eisen) und „Loh“ (Wald). Auch heute noch trägt Iserlohn den Beinamen „Waldstadt“, leider seit „Kyrill“ leider nicht mehr so ganz zu Recht.
Das älteste Bauwerk ist die „Bauernkirche“ (985), die sich heute im Besitz eines Fördervereins befindet.
Um 1800 bildete der Raum Iserlohn mit Draht-, Nadel-, Messing- Bronze- und Seidenindustrie zusammen mit der südlich angrenzenden Region um Altena und Lüdenscheid eines der weltweit größten Industriegebiete der damaligen Zeit. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war Iserlohn die größte Industriestadt Westfalens und eine der reichsten Handelsstädte Preußens. Die ersten Zeichen der Drahtindustrie stammen vom Ende des 14. Jahrhunderts, Nadeln wurden in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts erstmals produziert. Auch heute noch ist die Drahtindustrie eine der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren der Stadt.
Ursprung des Iserlohner Stadtwappens ist eine Darstellung am Chorgestühl der Obersten Stadtkirche. Auf dem oberen Teil ist der heilige Pankratius abgebildet, die Türme symbolisieren die alte Stadtbefestigung. Der Schachbalken unterhalb der Türme ist Zeichen der ehemaligen Grafschaft Mark, ist gleichzeitig aber, in Verbindung mit den Türmen, ein weiteres Zeichen des Schutzes. Das Wappen wurde 1913 genehmigt und nach der Gebietsreform 1975 von der alten auf die neue Stadt Iserlohn übertragen.
Die Stadt Iserlohn umfasst die Gemeinden:
Hennen
Kalthof
Sümmern
Griesenbrauch
Kesbern
Letmathe
Oestrich
Ausflüge nach Iserlohn und Umgebung lohnen sich immer, sei es zu einem Bummel in der Innenstadt, einem Besuch der Dechenhöhle , die Besichtigung und /oder Besteigung des Danzturmes
oder einen Rundgang um den Seilersee
Auch Sportfans kommen auf ihre Kosten, neben zahlreichen Sportvereinen sind die „Iserlohn Roosters“ vor allem Eishockeyfans sicher ein Begriff.
Zahlreiche Museen, wie z.B. die historische Farbikanlage Barendorf, das Höhlenkundemuseum und das Stadtmuseum gewähren Einblicke in die Geschichte der Stadt, der Evolution und die Industriegeschichte.
Die weitere Umgebung der Stadt lädt zu Wanderungen ein. An vielen Punkten laden Bänke ein, die schöne Aussicht zu geniessen.
Dieser Bericht wurde von unserer Catwalk erstellt,
wofür wir ihr recht herzlich danken.
Wer hätte es gewusst?
Arnsberg,
ist die Heimat von Lippe1, Quirl, Petrophaga, Steppenwolf1, topfit, Rubend, holland1 und Bruder Tuck
Das Stadtwappen
Der Adler war zunächst das Wappen der Grafen von Arnsberg. Bereits mit der Stadtgründung wurde er auch von der Stadt als Abzeichen geführt. Er ist erstmals auf einem städtischen Siegel aus dem Jahre 1278 nachzuweisen. Die ursprüngliche rote Farbe des Wappenschildes wurde im 17. Jahrhundert unter der Ägide von Kurfürsten aus dem Hause Wittelsbach gegen das wittelbachisch-bayerische Blau getauscht. Das Wappenschild der Arnsberger Grafen zeigte ursprünglich einen goldbewehrten silbernen Adler auf rotem Feld. Erst im 17. Jahrhundert wurde das Rot gegen das wittelsbachische Blau vertauscht.
Nach der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1975 beschloss der Rat der neuen Stadt Arnsberg mit Rücksicht auf die historische Bedeutung am 14. Januar 1976 die Beibehaltung des bisherigen Arnsberger Stadtwappens. Es stellt in Blau einen silbernen goldbewehrten rechtsblickenden Adler dar.
Geografische Lage
Die Stadt liegt im Norden des Rheinischen Schiefergebirges südwestlich des Naturparks Arnsberger Wald im Tal der Ruhr. Südöstlich schließt sich das Rothaargebirge an. Das Stadtgebiet der Stadt Arnsberg liegt auf einer Höhe von 146 m bis 448 m über NN. Es ist 193,39 km² groß. Mit 121,10 km² sind damit 63 % des Gebiets Waldfläche.
Nachbargemeinden
Die Stadt grenzt im Norden an die Gemeinden Ense und Möhnesee und die Stadt Warstein, im Osten an die Stadt Meschede, im Süden an die Stadt Sundern (Sauerland) und im Westen an die Städte Balve und Menden (Sauerland).
Stadtgliederung
Die Stadt Arnsberg besteht aus folgenden Stadtteilen:
Neheim (23.448 Einwohner)
Arnsberg (19.355)
Hüsten (11.304)
Oeventrop (6.713)
Herdringen (4.118)
Bruchhausen (3.337)
Müschede (2.870)
Voßwinkel (2.626)
Niedereimer (2.082)
Holzen (2.022)
Rumbeck (1.305)
Wennigloh (1.004)
Bachum (959)
Breitenbruch (219)
Uentrop (346)
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Arnsberg in den karolingischen Urbaren der Abtei Werden an der Ruhr um 800 n. Chr. Bereits im 11. Jahrhundert war Arnsberg Sitz der Grafschaft Arnsberg, nachdem Graf Bernhard III. von Werl, der den Titel des Grafen von Westfalen trug, die Burg Arnsberg erbauen ließ. Im Schutz und zur Versorgung der Burg entstand eine Siedlung. Davon etwas entfernt stiftete Graf Heinrich I. zur Sühne das Prämonstratenserstift Wedinghausen (1170/73). Die Siedlung Arnsberg erhielt vermutlich in den ersten Jahrzehnten des 13.Jahrhunderts Stadtrechte. (Erste schriftliche Bestätigung 1238). Der letzte Graf von Arnsberg, Graf Gottfried IV., übereignete seine Grafschaft im Jahre 1368 an den Kurfürsten von Köln. Die Stadt war zur Zeit der kurkölnischen Herrschaft Hauptstadt des Herzogtum Westfalen und Tagungsort der Landständeversammlung. Daneben war die Stadt mit Sitz eines "Oberfreistuhl" ein Zentrum der frühneuzeitlichen Rechtspflege ("Feme"). Für eine gewisse (wenn auch eng begrenzte) wirtschaftliche Bedeutung spricht die Zugehörigkeit zur Hanse. Allerdings blieb die ökonomische Entwicklung und mit ihr die Stadtentwicklung eng begrenzt.
In den ersten Jahrhunderten der kurkölner Herrschaft blieb auch die Residenzfunktion relativ schwach ausgeprägt. Das änderte sich erst als am Ende des 16.Jahrhunderts die Burg in mehreren Bauschritten in ein repräsentatives Schloss umgewandelt wurde.
In der Zeit der Hexenverfolgungen ab 1621 leitete Hexenkommissar Heinrich von Schultheiß die Hexenprozesse in Arnsberg. Er war in Arnsberg an der Gründung des heute noch bestehenden Gymnasiums Laurentianum beteiligt.
Von den Hexenprozessen war auch der Arnsberger Bürgermeister Henneke von Essen betroffen, der unter der Folter nicht gestand und am 14. August 1631 im Gefängnis starb.
Im Zuge der Auflösung des „Alten Reiches“ und dem Ende der geistlichen Staaten fiel die Stadt im Jahr 1802 an Hessen-Darmstadt. In dieser Zeit war Arnsberg Garnisons- und Regierungstadt. Zusammen mit dem ehemaligen Herzogtum Westfalen fiel die Stadt 1816 an Preußen. Seither war sie Kreisstadt und Sitz des Regierungspräsidenten von Arnsberg.
Die politische Entwicklung hat auch die Struktur der Stadt entscheidend geprägt. Die alte Grafenburg entwickelte sich in mehreren Baustufen zu einem kurfürstlichen Schloss Arnsberg. Dieses wurde während des siebenjährigen Krieges im Jahr 1762 durch Kanonenbeschuss zerstört und ist seither eine Ruine.
Das Prämonstratenserstift Wedinghausen war nicht nur ein geistliches Zentrums sondern auch ein Hort der Gelehrsamkeit. (Gründung des Gymnasium Laurentianum 1643). Die Stadt selbst dehnte sich nur langsam aus und blieb von einigen Bauten („Landsberger Hof“) abgesehen durch Fachwerkskonstruktionen geprägt.
Erste Veränderungen zeichneten sich bereits am Ende der kurfürstlichen Ära ab. (1784 Bau eines Zuchthauses aus den Steinen des zerstörten Schlosses – später diente das Gebäude als Sitz des Regierungspräsidenten und heute ist es Verwaltungsgericht). Im Zusammenhang mit dem Zuzug preußischer Beamter entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein gänzlich neuer Stadtteil im Stile des an Schinkel orientierten "preußischen Klassizismus". Dazu gehörte neben einer protestantischen Kirche ein Casino als Treffpunkt der neuen städtischen Elite. In einem weiteren Ausbauschritt überschritt die Stadt noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Ruhr und um das Landgericht herum wurde eine weitere Stadterweiterung angelegt. Im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung kam es zu weiteren Stadterweiterungen. Dazu zählten die Wohngebäude der Eisenbahner, sowie Häuser für Angestellte und Beamte sowie für die Arbeiter der Papierindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich das Stadtwachstum fort. Teilweise entstanden aus ehemaligen Flüchtlingslagern („Gierskämpen“) oder Siedlungsgebieten („Schreppenberg“) neue Stadtviertel mit einem eigenständigen Charakter.
Bevölkerungsentwicklung von Arnsberg
Arnsberg hatte im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. So starben beim Ausbruch der Pest 1472 und 1635/36 sowie während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) zahlreiche Bewohner. Erst mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1900 erst 8.500 Menschen in dem Ort, so waren es 1965 bereits 23.000.
Am 1. Januar 1975 kam es zum Zusammenschluss der Städte Arnsberg (22.112 Einwohner 1974) und Neheim-Hüsten (35.535 Einwohner 1974) sowie von zwölf Landgemeinden zur neuen Stadt Arnsberg mit 81.049 Einwohnern – historischer Höchststand. Seit 1976 liegt die Bevölkerungszahl unter der Grenze von 80.000. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Arnsberg nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 76.303 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Arnsberg nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1835 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
Städtepartnerschaften
Bexley (Großbritannien)
Fos-sur-Mer (Frankreich)
Deventer (Niederlande)
Alba Julia (Rumänien)
Olesno (Polen)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Sauerland-Theater
Freilichtbühne Herdringen
Kulturschmiede Huss
Museen
Sauerland-Museum
Museum für Licht und Beleuchtung
Bauwerke
Stadtteil Arnsberg
Denkmalbereich historische Ortsanlage Oberstadt
Glockenturm und Stadtkapelle St.Georg
Weichscher Hof
Schlossruine Arnsberg
Denkmalbereich historische Ortsanlage Unterstadt
Landsberger Hof
Altes Rathaus
Hotel zur Krim
Denkmalbereich historische Ortsanlage Regierungsneustadt
Auferstehungskirche
Bereich Kloster Wedinghausen
Hirschberger Tor
Propsteikirche St. Laurentius und Reste des früheren Klosters Wedinghausen)
Neustadt
Landgericht
Andere Ortsteile
Schloss Herdringen
St. Petri-Kirche, Hüsten
Kontorgebäude und Arbeiterhäuser der ehemaligen Hüstener Gewerkschaft
Sauerländer Dom, Pfarrkirche St. Johannes Baptist, Neheim
ehemalige Synagoge Neheim
Schloss Höllinghofen (bei Voßwinkel)
Kloster Oelinghausen
Kloster Rumbeck
Sport
Stadion „Große Wiese“
Freizeitbad „Nass“
Freibad Neheim
Freibad Arnsberg („Storchennest“)
Indoor Kartbahn Raceland
Indoorfußballplätze soccerpoint
Regelmäßige Veranstaltungen
Arnsberger Woche
"under the bridge" Festival unter einer Autobahnbrücke am Zusammenfluss von Ruhr und Möhne
Kunstsommer
„Europablume“ des 1932 in Arnsberg geborenen Künstlers Rudolf Olm
Der „Internationale Kunstsommer Arnsberg“ findet seit 1996 jährlich statt und steht in jedem Jahr unter einem bestimmten Thema.
Im Kunstsommer 2004 entstand die im Kreisverkehr der Bundesstraße 7 stehende „Europablume“. Sie symbolisiert mit ihren 25, von innen beleuchteten, Acrylkugeln, die bunte Bevölkerungsvielfalt der Europäischen Union. Die krummen Blütenstengel sollen die oftmals schwierigen Wege der einzelnen Staaten innerhalb der Union darstellen.
Arnsberg Kulinarisch
Weihnachtsmarkt
Rock in den Mai
Hüstener Kirmes
Hüstener Herbst
Internationale Sauerländer Käsemarkt
Schützenfeste in fast allen Stadtteilen
Weihnachtskonzerte im Sauerlandtheater
Wirtschaft und Infrastruktur
Entwicklung
Betrachtet man Wirtschafts- und Sozialstruktur der alten Stadt Arnsberg vor der kommunalen Neugliederung 1973 war diese seit Jahrhunderten zunächst eine Residenz- und im 19. und 20. Jahrhundert eine Verwaltungsstadt, geprägt von Behörden und Gerichten. Erst mit der Eisenbahn hielt die industrielle Gesellschaft in Form einer Eisenbahnhauptwerkstätte Einzug. Diese bestand von 1870 bis in die Mitte der 1920er Jahre. Der private sekundäre Sektor blieb jedoch unterentwickelt. Erst um die Jahrhundertwende siedelte sich ein bedeutender Produzent von Kartonagen („Feldmühle“) an. Nur kurz konnte sich nach dem zweiten Weltkrieg mit den Kleinschnittgerwerken eine kleine Automobilfabrik etablieren.
Kleinschnittger F125
Mit seiner Lage im Sauerland und an der Ruhr sowie mit seiner historischen Altstadt hat Arnsberg eine gewisse touristische Bedeutung.
Gänzlich anders geprägt sind die seit 1973 mit Arnsberg vereinigten Stadtteile. Neheim, Hüsten und teilweise Oeventrop waren bereits im 19. Jahrhundert industriell geprägt. In Hüsten bestand seit den 1840er Jahren bis in die 1960er Jahre zunächst ein Puddel-, dann ein Walzwerk und schließlich ein montaner Großbetrieb („Hüstener Gewerkschaft“). Ein Tochterunternehmen befand sich im Ortsteil Bruchhausen. Dazu gehörte auch ein chemischer Betrieb der schließlich in den Besitz der Degussa (seit einiger Zeit Perstorp) überging. Die Stadt Neheim war ein Zentrum der metallverarbeitenden Industrie („Leuchtenstadt“). In Oeventrop gab es Glasindustrie und holzverarbeitende Betriebe. In Müschede hat der frühindustrielle Sophienhammer die Herausforderung durch die Industrialisierung überstanden und sich zu einem bedeutenden eisenverarbeitenden Betrieb im Besitz der Familie Cronenberg entwickelt. Hinzu kam mit der WEPA ein bedeutendendes papierverarbeitender Unternehmen.
Andere Orte waren im 19. und frühen 20. Jahrhundert noch stark agrarisch geprägt oder wie Herdringen, Voßwinkel oder Rumbeck als Pendlerorte mit der industriegesellschaftlichen Entwicklung verbunden.
Heute haben sich einige dieser wirtschaftsstrukturellen Unterschiede der Ortsteile abgeschliffen. Für die Gesamtstadt charakteristisch ist eine mittelständisch vielfach metallindustrielle Struktur.
Heutige Wirtschaftsstruktur
Die seit den 1970er Jahren entstandene neue Stadt Arnsberg ist heute nicht nur ein Verwaltungszentrum sondern auch das wirtschaftliche Zentrum des Hochsauerlandkreises. Nachwievor ist die papiererzeugende und
Verkehrsanbindungen
Die heutige Stadt Arnsberg besitzt mehrere Bahnhöfe (in Arnsberg, Oeventrop, Neheim-Hüsten) an der Oberen Ruhrtalbahn (Strecke Kassel–Hagen). Bei Arnsberg liegt der Flugplatz Arnsberg-Menden. Die Bundesstraße B 7 und die Autobahnen A 445 (Werl-Arnsberg) und A 46 (Heinsberg-Bestwig) sind wichtige Straßenverbindungen. Das Stadtgebiet wird von einem Stadtbus-System erschlossen.
Medien
Arnsberg war als Residenz- und später Regierungsstadt seit Jahrhunderten auch Medienstandort. Es existierten eine Reihe von Buchdruckereien vor allem auch für die Herstellung von Amtsblätter, Formulare usw. Einige wandten sich daneben auch der Herausgabe von Zeitungen zu („Arnsberger Zeitung“). Auch in Neheim („Neheimer Zeitung“) und Hüsten bestanden im 19. Jahrhundert lokale Blätter. Die größte Leserschaft hatte in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts das in Werl erscheinende (katholisch geprägte) Centralvolksblatt mit Redaktionen auch im Raum Arnsberg. Auch die auswärts erscheinenden Parteizeitungen etwa der Sozialdemokraten oder Kommunisten hatten Redaktionen oder Korrespondenten in der Regierungsstadt.
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich im Wesentlichen die heutige Presselandschaft. Den Markt der Tageszeitungen teilen sich fast ausschließlich die (ehemals sozialdemokratisch geprägte) Westfälische Rundschau und die (ehemals christlich orientierte) Westfalenpost. Beide gehören heute zum WAZ-Konzern und betreiben Geschäftsstellen und Lokalredaktionen in den Stadtteilen Arnsberg und Neheim.
Daneben existieren eine Reihe von Anzeigenblätter mit Redaktionen oder Lokalredaktionen im Stadtgebiet (Arnsberger Post, Wochenanzeiger und Sauerlandkurier).
Für Rundfunk und Fernsehen aus der Region berichtet das WDR-Studio Arnsberg.
Öffentliche Einrichtungen
Gerichte
Landgericht Arnsberg
Landgericht Arnsberg
Amtsgericht Arnsberg
Verwaltungsgericht Arnsberg
Arbeitsgericht Arnsberg
Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften
Industrie und Handelskammer für das südöstliche Westfalen (Sitz Arnsberg)
Handwerkskammer Arnsberg
Einzelhandelsverband
Arbeitgeberverband
Geschäftstellen von Gewerkschaften (etwa DGB, IG Metall)
Bildung
Arnsberg hat ein für die Größe der Stadt differenziertes Schulwesen. Dabei hat sich die Stadt in den letzten Jahren als Pilotkommune am Projekt der selbständigen Schule beteiligt.
Es bestehen zahlreiche Grundschulen in vielen Ortsteilen, in den größeren auch Hauptschulen; in Arnsberg, Neheim und Hüsten darüber hinaus Realschulen und Gymnasien. Das traditionsreichste ist das im 17. Jahrhundert gegründete Gymnasium Laurentianum. Ergänzt wird das schulische Bildungsangebot durch ein Abendgymnasium. Daneben bestehen eine Reihe von Förderschulen und Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen. Hinzu kommen mehrere öffentliche Berufsschulen und die Schule der Handwerkskammer Arnsberg. Auch die IHK tritt als Bildungsträger für berufliche Bildung- und Weiterbildung auf. Außerdem besitzt Arnsberg eine Nebenstelle der Fernuniversität Hagen. Für die Erwachsenenbildung ist eine städtische VHS zuständig.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Henneke von Essen (1561–1631), Arnsberger Bürgermeister, wurde mit 70 Jahren in einem Hexenprozess angeklagt, gestand aber nicht, starb im Gefängnis
Birgitta Arens, Schriftstellerin
Franz von Fürstenberg (1729–1810), Staatsmann und Schulreformer im Fürstbistum Münster, Gründer der Universität Münster
Kaspar Josef von Biegeleben (1766–1842), Jurist und Beamter, Politiker (im Dienste des kurkölnischen Staates und Hessen-Darmstadt).
Carl Ludwig Arndts (genannt auch von „Arnesberg“; 1803–1878), Jurist, Professor und Politiker (Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung).
Karl Friedrich Kaspar Ulrich (1829–1867), Mediziner
Wilhelm Hasenclever (1837–1889), Mitbegründer der deutschen Sozialdemokratie und einer der ersten Herausgeber der Zeitung „Vorwärts“
Friedrich Karl Hermann Georg von Viebahn (1840–1915), Militär
Fritz Cremer (1906–1993), Bildhauer (u.a. Buchenwalddenkmal)
Dieter-Julius Cronenberg, Fabrikant und Politiker der FDP (MdB, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Bundestages)
Hans Bernd Gisevius (1904–1974), deutscher Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
Franz Stock (1904–1948), seit 1934 Pfarrer der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Paris, während der Deutschen Besetzung Seelsorger für französische Gefangene (Begleitung von zum Tode Verurteilten), 1945 Leiter eines Kriegsgefangenenseminars in Chartres, früher Verfechter einer deutsch-französischen Aussöhnung
Günter Wewel (* 1934), Opernsänger und Moderator
Franz Müntefering (* 1940), ehemaliger Vorsitzender der SPD und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland)
Andrea Fischer, Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und Publizistin, ehemalige Bundesministerin für Gesundheit
Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder gewirkt haben
Csilla von Boeselager (* 17. Mai 1941 in Budapest, † 23. Februar 1994 in Arnsberg), Gründungsvorsitzende des Ungarischen Malteser Caritas-Dienstes e.V. (UMCD), Während der Wende in Osteuropa Organisation von Hilfslieferungen und Betreuung von Flüchtlingen aus der DDR in Ungarn
Friedrich Wilhelm Brökelmann (* 10. August 1799, † 31. Juli 1891), Unternehmer in Neheim und Hüsten, Mitbegründer der Hüstener Gewerkschaft, der Firma BJB und anderer Firmen.
Kaspar von Fürstenberg (* 11. November 1545 Burg Waterlappe bei Ense; † 5. März 1618 Arnsberg), Landdrost des Herzogtum Westfalens
Ottilia von Fürstenberg (*21. Februar 1549 auf Burg Waterlappe bei Ense; †7. März 1621 in Oelinghausen) war Priorin des Klosters Oelinghausen sowie des weltlichen Damenstifts Heerse.
Jonny Heide (* 20. Juni 1897 in Itzehoe; † 3. Mai 1974) in Arnsberg war ein deutscher Politiker der SPD
Max König (* 3. Mai 1868 in Halle/Saale; † 31. Januar 1941), deutscher sozialdemokratischer Politiker, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung, Reichstagsabgeordneter, Präsident des Regierungsbezirks Arnsberg 1919–1933.
Friedrich Merz, geb. in Brilon und wohnhaft in Arnsberg, Politiker der CDU (MdB und ehemaliger Fraktionsvorsitzender im Deutschen Bundestag der CDU/CSU-Fraktion)
Friedrich Adolf Sauer, (*1756 in Barge (Kreis Iserlohn), † 14. Februar 1839 in Arnsberg), war ein Kleriker, Pädagoge und Schulreformer
Heinrich von Schultheiß (* 1580 in Scharmede bei Salzkotten; † 1646 in Arnsberg), zur Zeit der Hexenverfolgungen berüchtigter Hexenrichter in Westfalen. Er wohnte am Alten Markt im Haus „Zur Krim“.
Engelbert Seibertz (* 20. April 1813 in Brilon; † 2. Oktober 1905 in Arnsberg), Portrait- und Historienmaler.
Johann Suibert Seibertz * 27. November 1788 in Brilon, † 17. November 1871 in Arnsberg, Historiker,
Johann Friedrich Joseph Sommer, * 1793 in Kirchhundem, † 13. November 1856 in Arnsberg; Jurist, wissenschaftlicher, politischer und kirchenpolitischer Autor und Herausgeber, Politiker zwischen Frühliberalismus und ultramontanen Positionen u.a. Mitglied der Preußischen Nationalversammlung 1848 in Berlin
Wer hätte es gewusst?
Morsbach ist der Heimatort von Hilmaryrose, Zara und SundownZur Geschichte Morsbach (Rheinland) - ein Feriengebiet im Naturpark "Bergisches Land"
4000-1800 v.Chr. Die erste Besiedlung des Morsbacher Gebietes reicht bis in die Jungsteinzeit zurück, wovon ein Steinbeil und das Bruchstück einer Feuersteinklinge Zeugnis geben.
Um 800 Das Reich Karls des Großen erhält eine neue Gauverfassung. Erste erfaßbare Gebietseinteilung. Das Kirchspiel Morsbach gehört zum Auelgau (Sieggau) verwaltet vom Gaugrafen. Territorialherren im Kirchspiel Morsbach sind die Grafen von Sayn.
Um 895 Im frühmittelalterlichen Verzeichnis der Besitztümer des Kanonikerstifts St. Cassius und Florentius in Bonn wird Morsbach erstmals urkundlich erwähnt. Ebenso etwas später in einem die Verhältnisse jener Zeit darstellenden Liegenschaftsverzeichnis der Diözese Köln (Liber valoris). Morsbach ist damit der älteste urkundlich erwähnte Ort im Oberbergischen Kreis.
1131 Papst Innozenz II. bestätigt am 31.3. dem Bonner Cassiusstift den Besitz an der Morsbacher Kirche und einem Teil des anfallenden Zehnten (ecclesiam Moresbach cum parte decimae).
1174 Die Grafen von Berg auf Schloß Burg an der Wupper erhalten von Landgraf Heinrich Raspe von Thüringen Burg Windeck als Lehen.
1276 Aus dem saynischen Amt Nümbrecht, bestehend aus den Kirchspielen Nümbrecht, Waldbröl und Morsbach, wird die selbständige vom Hauptbesitz losgelöste Herrschaft Homburg mit eigener Verfassung und Verwaltung.
1311 Die Grafen von Sayn-Homburg erkennen die Gerichtsrechte im Kirchspiel Morsbach, das Fischereirecht und den Zehnten des Kupferbergwerks Böcklingen als Besitz der Grafen von Berg an.
1380 Die Grafschaft Berg wird von Kaiser Wenzel zum Herzogtum erhoben. Hauptstadt ist Düsseldorf
Um 1400 wird etwa die Hälfte des homburgischen Kirchspiels Morsbach mit seinem Hauptort Eigentum der Herzöge von Berg. Die Grenzen werden in „Weistümern“ von 1464 bis 1572 beschrieben und 1575 in der sogenannten Merkatorkarte kartographisch dargestellt. Das „Eigenthumb Moirsbach“ gehört zum Amt Windeck. Damit ist das Kirchspiel Morsbach in einen bergischen und homburgischen Bereich (Hauptort Holpe) gespalten.
Um 1500 Bau einer Kapelle in Holpe als Filialkirche von Morsbach.
1563 Die Grafen von Sayn-Homburg erlassen für ihr Gebiet eine lutherische Kirchenordnung und erklären die neue Lehre zur Staatsreligion. Damit wird alsbald das Kirchspiel Morsbach auch konfessionell in den katholischen Sprengel Morsbach und den lutherischen Sprengel Holpe geteilt.
1604 Durch den „Siegburger Vergleich“ (12. Juni) kommt auch der homburgische Gebietsteil zum Herzogtum Berg und zum Amt Windeck. Das Kirchspiel wird mit etwa 1100 Einwohnern wieder eine politische Einheit.
1614 (endgültig 1666) kommt das Herzogtum Berg an Pfalz-Neuburg (Wittelsbacher).
1634 Das Kirchspiel Morsbach wird Lehensbereich des Grafen Hermann von Hatz- feldt (Herr zu Wildenburg und Crottorf).
1661 Das Lehen wird von Philipp Wilhelm von Berg wieder zurückgenommen. Er verleiht den Morsbachern die Fisch- und Jagdgerechtigkeit, einen eigenen Schultheiß und ein eigenes Untergericht (7 Scheffen) nach dem „hohen Gericht zu Windeck“.
1742 Kurfürst Karl Theodor zu Pfalz-Sulzbach wird Herzog von Berg. Als er
1777 zugleich Kurfürst von Bayern wird, wird die Residenz des Herzogtums nach München verlegt.
1795 Im Krieg der verbündeten europäischen Monarchen gegen die französische Revolutionsarmee dringen die Franzosen über den Rhein vor, besetzen das Herzogtum Berg und lagern auch in Morsbach.
1805 Der Nachfolger des Kurfürsten Karl Theodor, Kurfürst Maximilian Joseph von Pfalz-Zweibrücken, verbündet sich mit Napoleon und wird König von Bayern.
1806 Bayern tritt das Herzogtum Berg an Frankreich ab. Berg wird Großherzogtum und Joachim Murat (Schwager Napoleons) sein Regent.
1808 Das Großherzogtum fällt an Napoleon zurück (Generalgouvernement). Neue Verwaltungseinteilung: Mairie (Bürgermeisterei) Morsbach (rd. 2200 Einwohner) im Kanton Waldbröl, im Arrondissement Siegen (Präfektur in Dillenburg), im Department Sieg.
1810 Ab 1.1. gilt im Generalgouvernement Berg das französische Recht, das zum großen Teil bis 1870 oder 1900 in Kraft bleibt.
1813-1815 wird das Generalgouvernement - nach der Vertreibung der Franzosen - provisorisch von einem Generalgouverneur (Justus Gruner) verwaltet. Neue Einteilung: Gemeindebezirk Morsbach, Kanton Waldbröl, Kreisdirektion Wipperfürth.
1816 Neue Verwaltungseinteilung: Bürgermeisterei Morsbach, Kreis Waldbröl, Re- gierungsbezirk Köln, Provinz Kleve-Jülich-Berg (ab 1822 Rheinprovinz).
1932 Am 1.10. werden die Kreise Waldbröl und Gummersbach zum Oberbergischen Kreis vereinigt. Die Gemeinde Morsbach hat rd. 5300 Einwohner. Ihre Grenzen sind seit Jahrhunderten fast unverändert.
1945 Das Heimatgebiet unter amerikanischer Besatzung (8.4.-17.6.1945, bis 20.2.1949 britische bzw. belgische Besatzung).
1946 Der Oberbergische Kreis liegt im neu gebildeten Bundesland Nordrhein Westfalen.
1995 1100-Jahr-Feier der Gemeinde Morsbach mit historischem Festzug.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich in der Gemeinde Morsbach ein gewaltiger Strukturwandel vollzogen, als sich das ehemals überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinwesen zum Feriengebiet im Naturpark „Bergisches Land“ wandelte. Morsbach ist heute eine aufstrebende Gemeinde mit rund 12.500 Einwohnern im südlichen Teil des Oberbergischen Landes. Den natürlichen Mittelpunkt bildet die Ortschaft Morsbach, die der 55,88 qkm großen Gemeinde ihren Namen gab und zu der noch weitere 65 Orte gehören.
Einige Kurzinformationen, Daten und Fakten
Partnerschaft:
Seit 1970 besteht eine Partnerschaft mit dem französischen Kanton Milly-la-Forêt / Departement Essonne (ca. 60 km südlich von Paris).
Geographische Lage:
Die Gemeinde Morsbach liegt in der Südspitze des Oberbergischen Kreises und damit gleichzeitig an der Grenze des Landes Nordrhein-Westfalen zu Rheinland-Pfalz. Ihre höchste Erhebung befindet sich rund 450 m ü. NN, der niedrigste Punkt 179 m ü. NN.
Die Entfernung zur Kreisstadt Gummersbach beträgt ca. 30 km, nach Köln sind es ca. 70 km. Die Ortschaft Morsbach mit rund 3700 Einwohnern bildet den natürlichen Mittelpunkt der Gemeinde, zu dem sich außerdem weitere 66 Ortschaften gesellen.
Ein Blick auf die Landkarte und man findet Morsbach am Schnittpunkt zwischem Bergischem Land, Sauerland, Siegerland und dem Westerwald. Einen "naturgetreuen" Überblick erhält der Gast, wenn er auf den Aussichtsturm am südlichen Ortsrand steigt. Von dort hat er, gutes Wetter vorausgesetzt, einen herrlichen Panoramablick über das Morsbacher Bergland, den Naturpark Bergisches Land und sogar bis zum Siebengebirge.
Bereits die Grenzlage am äußersten Zipfel des Oberbergischen Kreises zum benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz, eingebettet ins idyllische Wissertal und abgeschieden von der Kreisstadt Gummersbach, prägten kurz nach dem Zweiten Weltkrieg den Begriff von der "Republik Morsbach". Aber auch die Tatsache des ältesten urkundlich genannten Ortes im Oberbergischen aus dem Jahr 895 läßt ein historisches Flair aufkommen. Geschichte hat Morsbach, das dokumentieren die romanisch-staufische Pfarrkirche, ein mittelalterliches Burghaus und gut erhaltenen Fachwerkhäuser.
Einerseits pflegt Morsbach, das 1982 seinen staatlichen Luftkurorttitel wieder zurückgegeben und von da an vermehrt auf Gewerbeförderung und Entwicklung der Infrastruktur gesetzt hat, seine Traditionen. Andererseits hat sich die 56 Quadratkilometer große Gemeinde im vergangenen Jahrzehnt von einem "Armenhaus am Tropf des Landes" zu einer leistungsfähigen Kommune in finanzieller Unabhängigkeit und mit freier Entscheidung entwickelt. Von 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erhielten 1998 gerade einmal 41 keine Schlüsselzuweisungen des Landes mehr. Von diesen 41 Gemeinden hatte Morsbach die geringste Verschuldung aufzuweisen. Morsbach ist ein typisches Beispiel dafür, dass Gewerbe und Fremdenverkehr nicht einander ausschließen. Die Gemeinde wirbt mittlerweile erfolgreich als "Feriengebiet im Naturpark Bergisches Land" und wartet mit einer abwechslungsreichen Landschaft auf. Die vielseitige Infrastruktur, die Ausweisung neuer Wohngebiete und die landschaftlich schöne Lage haben dazu beigetragen, dass sich in der Gemeinde Morsbach in den vergangenen Jahren viele Neubürger nieder gelassen haben.
Wer hätte es gewusst?
Zur Geschichte Schmallenberg
Die in der Eisenzeit bzw. im Frühmittelalter angelegten Ringwälle auf dem Wilzenberg zeugen von einer frühzeitigen Besiedlung des Schmallenberger Sauerlandes. Bedeutsam für die Entwicklung Schmallenbergs wurde, neben der ebenfalls in der Frühmittelalter zurückweisenden Geschichte Wormbachs, eine der Urpfarreien des Sauerlandes, die Gründung Kloster Grafschafts durch den Kölner Erzbischof im Jahre 1072. In der Gründungsurkunde werden mehrere heutige Ortsteile genannt, nicht jedoch die Kernstadt selbst, wenn man einmal von dem noch heute als Flurnamen existierenden Lennighof absieht.
Doch auch Schmallenberg verdankte seine Existenz kölnischem Einfluss, da sich der Ort angelehnt an eine kölnische Burganlage entwickelte, die um 1200 gegen die benachbarte Grafschaft Arnsberg errichtet waorden war. Aus einem Burgflecken erweiterte er sich im ersten Viertel des 13.Jahrhunderts zu einer kleinen Burgstadt, die 1228 durch die Nennung eines Zeugen ,,Alexander de Smalenburg" belegt ist. Sechzehn Jahre später nahmen ,,magister, consules" und die gesamte Bürgerschaft der Stadt Schmallenberg den kölnischen Vogt Johann Kolve in ihr Gemeinwesen auf und umgaben dieses mit dem Mauerring. Die darüber ausgestellte Urkunde wird heute als Gründungsurkunde und das Jahr 1244 als Gründungsjahr angesehen.
In Schmallenberg wurde wurde schon früh mit Eisen und Textilwaren gehandelt. Entsprechende Gewerbe siedelten sich an. Der Ort prosperierte sich auch dank der Fernkaufleute, die sich im 13.Jahrhundert nachweisen lassen, so 1274 in England ein Mann, der sich nach Schmallenberg nannte. 1312 starb in Boston, in England, der Münsteraner Kaufmann Wessel Schmallenberg.
Die Bedeutung der Stadt wird nicht zuletzt auch dadurch ersichtlich, dass sie zu einer kölnischen Münzstätte wurde.
Mitte des 14. Jahrhunderts ist mit einer Einwohnerzahl von 700 bis 800 Personen zu rechnen, eine Zahl, die nach einer mehrere Jahrhunderte währenden Phase wirtschaftlichen Niederganges erst um 1800 wieder erreicht wurde. Ein erneuter Aufschwung deutete sich ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts mit dem Wiederaufleben des Metallgewerbes an. Er wurde im 19. Jahrhundert forciert durch einen Bedeutungszuwachs der Holzwaren - und vor allen Dingen durch einen Aufschwung der Textilindustrie, die für die ,,Strumpfstadt" Schmallenberg charakteristisch wurde. Diese war, wie auch das übrige kurkölnische Sauerland, nach dem Ende des Alten Reiches zunächts an Hessen - Darmstadt und 1816 an Preußen gelangt.
Einem letzten großen Stadtbrand vom 31. Oktober 1822 fielen nahezu alle Wohn . und Wirtschaftsgebäude zum Opfer. Beim Wiederaufbau ließ man sich von klassizistischen Bauvorstellungen leiten, die sich in charakteristischer Weise im Stadtgrundriss und Stadtbild
niederschlugen. Schmallenberg konnte dieses historische klassizitische Stadtbild durch Kriegs - und Notzeiten hindurch bis heute bewahren.
Den letzten markanten Einschnitt in der Stadtgeschichte bildete die komunale Neugliederung des Jahres 1975, mit der die beiden Ämter Schmallenberg und Fredeburg und die diesen angehörenden Gemeinden mit Teilen der ehemaligen Gemeinde Lenne zur neuen Stadt Schmallenberg zusammenwuchsen.
Diese ist seitdem - bezogen auf ihre Fläche - die größte kreisangehörige und nach Köln die zweitgrößte Gemeinde Nordrhein - Westfalens.
Einige Kurzinformationen, Daten und Fakten
Partnerstädte: Wimereux - Frankreich
Burgess Hill - England
Geographische Lage:
Im Dreieck zwischen Dortmund, Kassel und Giessen
Höchster Punkt: 831m (Stadtgrenze Nähe Kahler Asten)
Niedrigster Punkt: Grimminghausen
Stadtgebiet Gesamtfläche: 303 qkm
Bevölkerung Kernstadt: 6.341
Insgesamt: 26.002 (alle 83 Schmallenberger Ortsteile)
Museen:
Westfälisches Schieferbergbau- und Heimatmuseum im Ortsteil Holthausen
Besteckfabrik Hesse- Technisches Museum im Ortsteil Fleckenberg
Erlebnismuseum - Naturschutzzentrum im Ortsteil Bödefeld
Heimatstube - Haus des Gastes im Ortsteil Nordenau
Gerichtsmuseum - Amtsgericht im Ortsteil Bad Fredeburg
Museumshof - Familie Kuss im Ortsteil Winkhausen
Musem - Kloster Grafschaft im Ortsteil Grafschaft
Puppen-Museum Familie Mönig in Kernstadt Schmallenberg
Waldarbeitermuseum - Alten Mühle im Ortsteil Latrop
Sehenswürdigkeiten:
Kloster Grafschaft, gegründet 1072, Ortsteil Grafschaft
Historischer Stadtkern Schmallenberg
Romanische Kirchen in den Ortsteilen Wormbach und Berghausen
Wallburganlage auf dem Wilzenberg als Bodendenkmal
Burgruine Rappelstein, Ortsteil Nordenau.
Kurorte:
Bad Fredeburg - ist das einzige Kneippheilbad im Sauerland.
Grafschaft - Staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort
Schmallenberg - Staatlich anerkannter Luftkurort
Nordenau - Staatlich anerkannter Luftkurort
(Huxelchen)


