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Brauchtum

Pfingstbräuche im alten Mecklenburg- Vorpommern

Blume
Pfingstrose
Pfingsten,
waren die Hirten, insbesondere die Pferdehirten, die Träger des Pfingstbrauchtums. Sie demonstrierten ihre Kraft, Geschicklichkeit und Schnelligkeit in verschiedenen Reiterspielen, um sich für ihre Aufgabe zu qualifizieren. Später, als es keine gemeinsamen Weiden im Dorf mehr gab, führten die Hütejungen (Kuhhirten) die Pfingstbräuche weiter. Sie standen am Pfingstmorgen schon früh auf, um als erste ihr Vieh auf die Weide zu treiben. Wer mit seinem Vieh zuerst dort ankam, war Dausläper, der zweite König, der dritte königlicher Adjutant, der vierte Müggenstöwer (Mückenfänger), der vorletzte Poggengrieper (Froschgreifer)und der letzte Pingstkarr/Pingstkalf. Der Dausläper durfte am Abend den Umzug der Hütejungen anführen. Er bekam einen Birkenzweig an den linken Fuß gebunden. Auch die Tiere wurden geschmückt. Dem Umzug voran gingen Peitschenknaller.
Am Nachmittag betrieben die Jungen Wettkampfspiele, z.B. mit Bällen, die Mädchen Ringel- und Tanzspiele. Die etwas älteren Kinder bevorzugten Pfänderspiele, Topfschlagen, Tonnenschlagen, Blinde Kuh, Kegeln und "Jumfernführen". Bei letzterem sitzen auf einem einfachen Karussell (Knarrbom) zwei Mädchen, die sehr schnell im Kreis gedreht werden, wobei sie nach einem Ziel greifen, schlagen oder stechen.
Zu Pfingsten gab es Treffen von Gilden, Messen und Märkte. Am berühmtesten war der ab 1390 in größerem Umfang durchgeführte Rostocker Pfingstmarkt.

Autor

Brigitte (Lady54)

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