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Der Botanische Garten der Universität Rostock

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Stranddistel ( ist auch im Logo des Botanischen Gartens und des Freundeskreises )
Der Botanische Garten der Universität Rostock wurde 1885 von Karl von Goebel gegründet (Ordinarius für Botanik in Rostock 1882-1887), nachdem vorher seit dem 16. Jahrhundert Arzneipflanzen-Gärten und Pflanzensammlungen in privater Hand existierenten.
Vorläufer - mit bereits vertraglich festgelegten Aufgaben für Lehre und Forschung - war der Garten von J.D. und L.F. Haedge. Der erste Rostocker Professor für Naturgeschichte und Botanik, H.F. Link, beschaffte bei seinen Reisen (1797-99) südwesteuropäische Pflanzen vom Originalstandort, so dass die Anlage damit bestückt werden konnte. Unzureichende Finanzmittel führten jedoch dazu, dass 1844, trotz großen Einsatzes von Link und dessen Nachfolger Treviranus, Flörke, Roeper, der Vertrag mit dem Gärtner Haedge annulliert wurde. Erst Goebel gelang der Durchbruch, nachdem er die Bereitstellung der finanziellen Grundlage erkämpfte und zusätzlich das durch Roeper erworbene Herbarium verkaufte und den Erlös (12000 Franc) für die Einrichtung von Institut und Garten verwendete.

Ein Name, der mit dem Botanischen Garten eng verbunden ist, ist der von Hugo Baum, (1867-1950). Der Botaniker nahm 1899-1900 an einer Expedition nach Süd-Angola teil. Er brachte Aufsammlungen von 840 Pflanzenarten mit, darunter über 300 bis dahin unbekannte Taxa. Von 1901-1933 Garteninspektor, unternahm er 1925 eine Forschungsreise nach Mexiko, was wieder zur Entdeckung zahlreicher, bis dahin unbeschriebener Sippen (v.a. Kakteen), führte.

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1935-1939 wurde neben dem Standort Doberaner Strasse als neuer Botanischer Garten das jetzige Freigelände an der Hamburger Strasse eingerichtet. Seit 1939 geplant und 2005 begonnen, wird dort auch eine neue Gewächshausanlage gebaut. Der 1. Bauabschnitt umfasst das Tropen- und Kakteenhaus.
Material zur Geschichte: Universität Rostock/Biologie, Stand: 05.06.2007, (überarbeitet)

Inmitten der Stadt Rostock ist der Botanische Garten an der Hamburger Strasse für die Öffentlichkeit eine kleine Oase der Ruhe. Pflanzen- und Naturfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Das 7,8 ha große Freigelände ist in Hauptbereiche unterteilt:
"die Systematische Abteilung oder das "System" zeigt die nach ihrer Verwandtschaft geordneten Pflanzenfamilien mit in unserem Klima wachsenden krautigen Vertretern. Gehölze sind in Arboretum zusammengefasst. Die Steingartenabteilung (Alpinum) präsentiert Pflanzen bestimmter Höhenstufen, während die Biotope Pflanzen in ihren Lebensgemeinschaften darstellen". ( Biologie Uni-Rostock)
Die Morphologisch-biologische Abteilung dient insbesondere Lehrzwecken.
Weiterhin befinden sich im Gelände kleinere Anlagen, wie Heil- und Gewürzpflanzen, geschützte Pflanzenarten sowie eine Übersicht über ehemals fremdländische Gemüse- und Zierpflanzen, weiterhin Buchenwald, Düne, Nasswiese, Gewässer ... Alle Pflanzen werden etikettiert. Zahl der kultivierten Sippen: ca. 7000

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Der botanische Garten wurde ursprünglich zu Forschungszwecken angelegt, ist aber auch für alle Interessenten frei zugänglich. Das Gelände ist gepflegt und besitzt eine große Anziehungskraft.

Nach der Wiedereröffnung des Freigeländes des Botanischen Gartens nach der Winterpause am 25. 03. 2007 werden von April bis September des Jahres öffentliche Sonntagsführungen durchgeführt, um den Besuchern interessante botanische Spezialthemen zu offerieren.

Zu Beginn einer bundesweiten "Woche der Botanischen Gärten" wurde in Rostock
am 10.06.2007 zu einem "Tag des Botanischen Gartens" eingeladen. Die Führung erfolgte durch Kustos Dr. Johannes Nauenburg zum Thema: "Geschützte Pflanzen, Naturschutz und Rote Listen". Der Höhepunkt des Tages war die Pflanzung eines Blauglockenbaumes durch den Direktor des Gartens, Prof. Dr. Stefan Porembski.

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und du kommst direkt zur Homepage des Botanischen Gartens, um noch mehr zu erfahren.

Im November 1995 wurde der Freundeskreis Botanischer Garten gegründet.
In der Absicht der Popularisierung des Botanischen Gartens veranstaltet der Freundeskreis Vorträge, Führungen und praktische Demonstrationen sowie Exkursionen zu ähnlichen Einrichtungen.

Das Logo des Botanischen Gartens und des Freundeskreises ist die Stranddistel (Eryngium maritimum), eine markante und relativ seltene Küstenpflanze.

Dosch (ReBo)

Autor

Doris (Dosch)

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