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Senioren
Im März bekam ich von einer jungen Redakteurin der NNN (Norddeutsche Neuste Nachrichten)eine Anfrage, ob nicht ein paar Damen und Herren unserer Regionalgruppe bereit seien, über ihre Gründe und Aktivitäten im Internet zu reden.
Ich telefonierte mit ein paar Mitgliedern, und kurze Zeit später trafen sich Nandu,Waltraud47,Wikinger39,Kaepten49und ich, im Scharren auf eine sehr wissbegierige junge Frau.
Zu gestellten Fragen konnte jeder antworten und tat es auch.
Schnell verging die Zeit und was dann am 14.04. in der NNN stand, könnt Ihr hier nachlesen.
Lady54
Ich telefonierte mit ein paar Mitgliedern, und kurze Zeit später trafen sich Nandu,Waltraud47,Wikinger39,Kaepten49und ich, im Scharren auf eine sehr wissbegierige junge Frau.
Zu gestellten Fragen konnte jeder antworten und tat es auch.
Schnell verging die Zeit und was dann am 14.04. in der NNN stand, könnt Ihr hier nachlesen.
Lady54
Senioren treffen sich online
Betagte Rostocker erschließen sich das Internet / Eine Gemeinschaft am Netz
Dass Blogs und Chatrooms
im Internet nicht nur etwas für junge Leute sind, beweisen rund 200 Rostocker Rentner. Sie treffen sich regelmäßig online – in einem Forum für Senioren. Und das nutzen die betagten Surfer auch, um sich „im richtigen Leben“ zu verabreden – zu Radtouren, Museumsbesuchen oder zum Tanztee.
Rostock
Christine Weber
„Um Himmels Willen – was soll ich denn bloß damit machen?“ fragte Anita Buhl, als ihr Sohn ihr einen Computer schenken wollte. „Alles“, war seine knappe Antwort. Das war vor fünf Jahren. Inzwischen ist das anfangs rätselhafte Gerät für die 79-Jährige unentbehrlich geworden: täglich schreibt sie Emails, chattet, erledigt ihre Bankgeschäfte am Rechner und kommuniziert per Webcam mit ihren Enkelkindern im Rheinland.
In einer Internetcommunity für Senioren tauscht sie sich mit anderen darüber aus. „Feierabend“ ist der Name des Online-Portals, in dem die Internetnutzer der Generation 50plus über die Benutzerfreundlichkeit von Programmen und den besten Schutz vor Reklame-Emails diskutieren. Die Regionalgruppe Rostock trifft sich dazu nicht nur im Chatroom, sondern auch in ihrer Stammkneipe.
„Im Internet und im richtigen Leben“, wie Brigitte Dade sagt. Sie ist die Leiterin der Regionalgruppe Rostock und organisiert Treffen, Vorträge und Exkursionen. „In unseren Veranstaltungskalender kommt alles, was uns interessiert: Museumsbesuche, Buchlesungen, Radtouren, Computerkurse“, erzählt die ehemalioge Landwirtin. Zuletzt trafen sich rund 20 von ihnen zum Thema digitale Bildbearbeitung. Bei solchen Gelegenheiten werden auch Probleme am Rechner diskutiert. „Einige Programme gibt es nur in Fremdsprachen – meistens Englisch. Ich kann aber nur Platt“, sagt Waltraut Lenz. Die anderen haben Tipps parat und empfehlen gute Übersetzungsprogramme.
Geimeinsam erstellen die Mitglieder der Rostocker Regionalruppe auch eine Homepage. Die Themen darauf reichen von Kochrezepten zu Reiseberichten, von Abhandlungen zur mecklenburgischen Regionalgeschichte bis zu Gesundheitstipps. Und jeden Freitag stellt der Foto-Experte und Hobby-DJ Hubert Koffent die neuesten Fotos vom Donnerstags-Tanztee ins Netz. „Die Zahl unserer Mitglieder schwankt“, erzählt die 57-Jährige Brigitte Dade. „In der Regionalgruppe sind 213 Surfer angemeldet. Rund 30 beteiligen sich aktiv an unseren Unternehmungen.“
Für Anita Buhl sind die Treffen das wichtigste an der Senioren-Community im Internet: „Ich bin erst vor zwei Jahren aus Aachen nach Rostock gezogen. Über das Internet habe ich hier schon viele Kontakte geknüpft.“ Nicht nur Reisebegleitungen und feste Freundschaften seien durch die Gemeinschaft im Netz entstanden, erzählt der 70-jährige Gerd Hamann. Er habe auch seine Partnerin auf diese Weise kennen gelernt.
Was die Senioren-Gemeinschaft von anderen Internet-Communities unterscheidet: „Der Umgangston ist höflicher. Es gibt kaum flapsige Abkürzungen und Kommentare“, sagt Hamann. „Und wenn wir uns zu Unternehmungen treffen, ist es immer eine angenehm herzliche Atmosphäre“, ergänzt er. Der Kfz-Schlosser im Ruhestand könnte stundenlang auf den Seiten seiner Community stöbern. „Und es kostet ja nichts – außer Zeit“, sagt der 70-Jährige. „Und die haben wir ja“, fügt die älteste der Runde, Anita Buhl, hinzu.
Betagte Rostocker erschließen sich das Internet / Eine Gemeinschaft am Netz
Dass Blogs und Chatrooms
im Internet nicht nur etwas für junge Leute sind, beweisen rund 200 Rostocker Rentner. Sie treffen sich regelmäßig online – in einem Forum für Senioren. Und das nutzen die betagten Surfer auch, um sich „im richtigen Leben“ zu verabreden – zu Radtouren, Museumsbesuchen oder zum Tanztee.
Rostock
Christine Weber
„Um Himmels Willen – was soll ich denn bloß damit machen?“ fragte Anita Buhl, als ihr Sohn ihr einen Computer schenken wollte. „Alles“, war seine knappe Antwort. Das war vor fünf Jahren. Inzwischen ist das anfangs rätselhafte Gerät für die 79-Jährige unentbehrlich geworden: täglich schreibt sie Emails, chattet, erledigt ihre Bankgeschäfte am Rechner und kommuniziert per Webcam mit ihren Enkelkindern im Rheinland.
In einer Internetcommunity für Senioren tauscht sie sich mit anderen darüber aus. „Feierabend“ ist der Name des Online-Portals, in dem die Internetnutzer der Generation 50plus über die Benutzerfreundlichkeit von Programmen und den besten Schutz vor Reklame-Emails diskutieren. Die Regionalgruppe Rostock trifft sich dazu nicht nur im Chatroom, sondern auch in ihrer Stammkneipe.
„Im Internet und im richtigen Leben“, wie Brigitte Dade sagt. Sie ist die Leiterin der Regionalgruppe Rostock und organisiert Treffen, Vorträge und Exkursionen. „In unseren Veranstaltungskalender kommt alles, was uns interessiert: Museumsbesuche, Buchlesungen, Radtouren, Computerkurse“, erzählt die ehemalioge Landwirtin. Zuletzt trafen sich rund 20 von ihnen zum Thema digitale Bildbearbeitung. Bei solchen Gelegenheiten werden auch Probleme am Rechner diskutiert. „Einige Programme gibt es nur in Fremdsprachen – meistens Englisch. Ich kann aber nur Platt“, sagt Waltraut Lenz. Die anderen haben Tipps parat und empfehlen gute Übersetzungsprogramme.
Geimeinsam erstellen die Mitglieder der Rostocker Regionalruppe auch eine Homepage. Die Themen darauf reichen von Kochrezepten zu Reiseberichten, von Abhandlungen zur mecklenburgischen Regionalgeschichte bis zu Gesundheitstipps. Und jeden Freitag stellt der Foto-Experte und Hobby-DJ Hubert Koffent die neuesten Fotos vom Donnerstags-Tanztee ins Netz. „Die Zahl unserer Mitglieder schwankt“, erzählt die 57-Jährige Brigitte Dade. „In der Regionalgruppe sind 213 Surfer angemeldet. Rund 30 beteiligen sich aktiv an unseren Unternehmungen.“
Für Anita Buhl sind die Treffen das wichtigste an der Senioren-Community im Internet: „Ich bin erst vor zwei Jahren aus Aachen nach Rostock gezogen. Über das Internet habe ich hier schon viele Kontakte geknüpft.“ Nicht nur Reisebegleitungen und feste Freundschaften seien durch die Gemeinschaft im Netz entstanden, erzählt der 70-jährige Gerd Hamann. Er habe auch seine Partnerin auf diese Weise kennen gelernt.
Was die Senioren-Gemeinschaft von anderen Internet-Communities unterscheidet: „Der Umgangston ist höflicher. Es gibt kaum flapsige Abkürzungen und Kommentare“, sagt Hamann. „Und wenn wir uns zu Unternehmungen treffen, ist es immer eine angenehm herzliche Atmosphäre“, ergänzt er. Der Kfz-Schlosser im Ruhestand könnte stundenlang auf den Seiten seiner Community stöbern. „Und es kostet ja nichts – außer Zeit“, sagt der 70-Jährige. „Und die haben wir ja“, fügt die älteste der Runde, Anita Buhl, hinzu.

