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Auch im Sommer nie ohne Rettungsdecke bergsteigen
München (dpa/tmn) - Bergsteiger sollten nie ohne eine Rettungsdecke aus Aluminium losgehen. «Die kostet nur ein paar Euro, ist leicht und klein, aber hilft bei Wetterstürzen ungemein», sagte Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein (DAV).
Wenn plötzlich die Temperatur fällt, isoliere die Decke den Körper und schütze ihn vor Wind. Fällt Regen oder sogar Schnee, bewahre ein Biwaksack vor Nässe. Dieses Standard-Notfallpaket sollten Bergsteiger immer dabei haben, empfahl der Ressortleiter Breitenbergsport und Sicherheitsforschung des DAV.
In der Nacht auf Dienstag (31. August) ist eine deutsche Bergsteigerin in den Ötztaler Alpen in ein Schneetreiben geraten und an Unterkühlung gestorben. Solche Wetterstürze seien ab Mitte August nicht unüblich, erklärte Winter. In der Regel müssten Wanderer bis in einer Höhe von 1500 Metern damit rechnen, «aber das kann auch bis auf 1000 Meter runtergehen.»
Wetterstürze kämen aber fast nie aus heiterem Himmel, meist würden sie von den Wetterdiensten recht präzise vorhergesagt, erläuterte Winter. Dennoch sollten Bergsteiger dem Wetterbericht nicht blind vertrauen, sondern selbst die Wolken beobachten. Wenn sich beispielsweise Quellwolken auftürmen und sich oben wie ein Amboss wölben, zeige das ein Gewitter an. In Schulungen der Alpenvereine können Wanderer lernen, solche Wetterzeichen zu lesen.
Wenn der Wetterbericht einen Kälteeinbruch vorhersagt oder sich ein Unwetter zusammenbraut, sollten Wanderer rechtzeitig umkehren: «Nicht auf Teufel komm raus zum Gipfel aufsteigen.» Auch die Kleidung ist dem Wetter anzupassen. Winter empfahl, ab dem Spätsommer einen Fleecepulli und eine Jacke gegen Wind und Wasser einzupacken. Das ganze Jahr über gelte die Faustregel: «Nie ohne Wechselwäsche in die Berge gehen.» Denn nasse Kleidung kühle den Körper schnell aus.
Wer trotz aller Vorsicht in ein Unwetter gerät, sollte sich eine windgeschützte Stelle suchen und sich mit seinen Mitwanderern eng zusammensetzen - am besten auf Isolierkissen. «Die wiegen fast nichts», sagte Winter. Gegen Unterkühlung helfen dann leichte Bewegung und warme Getränke - die bei längeren Touren ebenfalls in den Rucksack gehören.
Florian Sanktjohanser, dpa
Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH









Diesen Ratschlag halte ich für einigermaßen verantwortungslos - eine 'Rettungsdecke' heißt nicht umsonst so; sie ist gedacht für das kurzfristige Abdecken und den Transport von Verunglückten - als Schutz bei einem Wettersturz ist sie m.E. absolut ungeeignet. Die hauchdünne Plastikfolie in der Größe von ca. 1,5 x 2 m nimmt zwar kaum Platz und Gewicht weg, aber sich bei Regen, Schnee und Sturm so darin einzuwickeln, dass man auch nur halbwegs trocken und windgeschützt bleibt, dürfte reine Illusion sein. Bergsteiger haben häufig stabile Biwaksäcke dabei, die an drei Seiten geschlossen sind, heute meist auch aluminiumbeschichtet, und für zwei Personen geeignet - die sind aber deutlich größer, schwerer, und kosten entsprechend... Ein Kompromiss wäre ein 'Notzelt', Folienschlafsack o.Ä., wie sie manchmal angeboten werden - aus demselben Material und kaum schwerer als eine Rettungsdecke, aber rundum geschlossen wie ein Biwaksack, und um 5 - 10 Euro zu haben - dürfte allerdings nicht viele 'Einsätze' überstehen. Da die Dinger aber sowieso nur im Notfall verwendet werden, dann aber wirklich lebensrettend sein können, ist das wohl weniger wichtig - meinen alten Biwaksack habe ich in fast 50 Jahren wohl nicht mehr als zehnmal gebraucht - dann war er aber auch wirklich lebensnotwendig...
in den Rucksack für eine Wandertour in den Bergen gehören grundsätzlich wärmende Kleidung Wetterschutz , egal zu welcher Jahreszeit man geht - und vor allem ist es sehr sinnvoll sich vor Ort Einheimische nach den Wetterprognosen zu fragen Das mag zwar altmodisch klingen , ist aber die beste Lebsnversicherung die es gibt Eine Rettungsdecke ist sinnvoll , bei Unfällen um vor dem Auskühlen zu bewahren