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Afrika ist ein faszinierender und widersprüchlicher Kontinent. Traumhafte Landschaften, eine spannende Tierwelt und fremde Kulturen stehen politischer Instabilität, Armut und Krankheit gegenüber. Hier erfährst Du mehr über diese fremde Welt.
Landesdaten
Afrika im Überblick
Afrika ist mit einer Fläche von 30,3 Millionen Quadratkilometern (22 Prozent der gesamten Landfläche der Erde) nach Asien und Amerika der drittgrößte Kontinent und damit ungefähr dreimal so groß wie Europa. Die etwa 906 Millionen Einwohner machen 14 Prozent der gegenwärtigen Weltbevölkerung aus, wobei dieser Anteil durch die hohen Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten vermutlich noch steigen wird.Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer umgeben. Die Sahara teilt den Kontinent in das hauptsächlich von Arabern bewohnte Nordafrika und das subsaharische Afrika (Schwarzafrika). Geprägt wird der Erdteil von der kulturellen Vielfalt seiner unzähligen Völker, dem Erbe des Kolonialismus, den Folgen der extremen Armut weiter Teile der afrikanischen Bevölkerung sowie dem aktuellen Bemühen, Afrikas Marginalisierung in vielen Bereichen zu überwinden und nachhaltige Lösungen für seine zahlreichen Probleme zu finden.
Afrika wird im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. Die Küstenlänge beträgt 30.490 Kilometer, was gemessen an der großen Fläche relativ wenig ist. Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen, beziehungsweise zu Eurasien, bildet der Sinai, der zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nächsten.
Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Die weitgehend unbesiedelte Sahara trennt das zum Mittelmeerraum gehörende Nordafrika vom südlich gelegenen Schwarzafrika (subsaharisches Afrika).
Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Die weitgehend unbesiedelte Sahara trennt das zum Mittelmeerraum gehörende Nordafrika vom südlich gelegenen Schwarzafrika (subsaharisches Afrika).
Der kleinste Staat auf dem Festland, Gambia, ist etwa so groß wie Zypern und der größte, Sudan, ungefähr acht Mal so groß wie Deutschland. Die größte Insel ist Madagaskar, die vor der Südostküste Afrikas im Indischen Ozean liegt. Die Kanarischen Inseln und die Städte Ceuta und Melilla sind Teile Spaniens; die Insel Madeira ist Teil Portugals. Diese Gebiete gehören somit zur Europäischen Union. Die größte Stadt Afrikas ist Kairo in Ägypten mit 15.100.000 Einwohnern.
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. 75 Prozent der Fläche Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne. Im Bereich zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. 75 Prozent der Fläche Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne. Im Bereich zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.
Der drittgrößte Kontinent der Erde gilt als Wiege der Menschheit und ist mit der Sahara als weltweit größter Wüste und dem Nil als längstem Fluss ein Kontinent der geographischen Superlative. Die rund 906 Millionen Menschen leben in 53 Staaten; die meisten davon in Nigeria, Ägypten und Äthiopien. In Afrika gibt es über 3.000 verschiedene Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen.
Charakteristisch für eine Vielzahl afrikanischer Staaten sind die multikulturellen Gesellschaften, die aus den kolonialen Grenzziehungen entstanden sind. Allein in Nigeria leben rund 250 verschiedene Völker, welche sich jeweils durch eine eigene Kultur, eigene Organisations- und Wertesysteme und in der Regel über eine eigene Sprache auszeichnen. Seit der Kolonialzeit sind sie von einem Struktur- und Wertewandel gleichermaßen betroffen. Dieser wird verstärkt durch aktuelle demografische, politische und wirtschaftliche Entwicklungen in den relativ jungen unabhängigen Staaten Afrikas.
Charakteristisch für eine Vielzahl afrikanischer Staaten sind die multikulturellen Gesellschaften, die aus den kolonialen Grenzziehungen entstanden sind. Allein in Nigeria leben rund 250 verschiedene Völker, welche sich jeweils durch eine eigene Kultur, eigene Organisations- und Wertesysteme und in der Regel über eine eigene Sprache auszeichnen. Seit der Kolonialzeit sind sie von einem Struktur- und Wertewandel gleichermaßen betroffen. Dieser wird verstärkt durch aktuelle demografische, politische und wirtschaftliche Entwicklungen in den relativ jungen unabhängigen Staaten Afrikas.
Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen, die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt aufweist, beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie zum Beispiel die Amharen sind semitische Völker.
Südlich der Sahara, die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht.
Südlich der Sahara, die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht.
In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der Islam weit verbreitet. Mehr als 41 Prozent aller Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber) gehören dem Islam an. Daneben gibt es vor allem in West- und Südostafrika eine große Anzahl derer, die Animismus praktizieren. Man schätzt, dass weitere 10 Prozent der Afrikaner dem Animismus anhängen. Die restlichen rund 48 Prozent gehören christlichen Konfessionen an. Die Mehrheit der afrikanischen Christen lebt im Süden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, da in Äthiopien das Königreich Axum das Christentum zur Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den nicht-afrikanischen Minderheiten auch Bahai, Judentum, Hinduismus und Buddhismus verbreitet.
Ob ökologischer, demografischer oder politischer Natur: Afrika steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor vielen Herausforderungen. Das schnelle Bevölkerungswachstum ist nur ein Grund dafür, dass in bestimmten Regionen die Lebensbedingungen durch Trinkwasserknappheit schwierig sind. Der eingeschränkte Zugang zu natürlichen Ressourcen sowie die einseitige Kontrolle über gewinnbringende Rohstoffe bergen ein großes Konfliktpotenzial in sich. Eine Politisierung ethnischer und religiöser Zugehörigkeiten und das Fehlen eines funktionierenden Staates können so zum Entstehen von Gewaltmärkten führen
Ob ökologischer, demografischer oder politischer Natur: Afrika steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor vielen Herausforderungen. Das schnelle Bevölkerungswachstum ist nur ein Grund dafür, dass in bestimmten Regionen die Lebensbedingungen durch Trinkwasserknappheit schwierig sind. Der eingeschränkte Zugang zu natürlichen Ressourcen sowie die einseitige Kontrolle über gewinnbringende Rohstoffe bergen ein großes Konfliktpotenzial in sich. Eine Politisierung ethnischer und religiöser Zugehörigkeiten und das Fehlen eines funktionierenden Staates können so zum Entstehen von Gewaltmärkten führen














