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Von *Sebile*, Erstaunen in Krakau
Mein Besuch ..... in Krakau August 2006FOTO: Gerullis © NÜRNBERGER ZEITUNG
Mein Besuch und Erlebnis in Krakau....., hier als Interview von NÜRNBERGER ZEITUNG PLUS
Wenn Josef Harlos erzählt, was ihm kürzlich in Krakau passiert ist, glänzen die Augen des Rentners.
32 Jahre lang war Harlos als Verkehrsmeister für die VAG Nürnberg tätig, fuhr Straßenbahnen und Busse.
Die Fahrzeuge wiederzusehen, in denen er bis 1992 seinen Dienst verrichtete, und das in der Stadt,
die ihm so ans Herz gewachsen ist: Das rührte den Nürnberger zu Tränen.
Dabei entdeckte Josef Harlos die Straßenbahnen aus der Noris nur durch Zufall in der Nürnberger Partnerstadt.
Die Schwester eines Krakauer Studenten, mit dem er sich angefreundet hatte, feierte Hochzeit.
Harlos war zu der Feier eingeladen, blieb dann aber gleich zehn Tage in Polen, um auf eigene Faust
noch einige Ausflüge zu unternehmen.
Noch einmal auf dem Fahrersitz Platz nehmen
Auch eine Stadtrundfahrt quer durch Krakau stand auf dem Programm. Doch beim Anblick der Straßenbahn,
in der die Touristen durch die Stadt gefahren werden, stockte Josef Harlos der Atem. „Das war genau das Modell,
mit dem ich jahrelang gefahren bin, als ich noch Verkehrsmeister war“, erzählt er, immer noch sichtlich gerührt.
Noch einmal durfte er auf dem Fahrersitz Platz nehmen, ganz wie in alten Zeiten.
Auch eine Stadtrundfahrt quer durch Krakau stand auf dem Programm. Doch beim Anblick der Straßenbahn,
in der die Touristen durch die Stadt gefahren werden, stockte Josef Harlos der Atem. „Das war genau das Modell,
mit dem ich jahrelang gefahren bin, als ich noch Verkehrsmeister war“, erzählt er, immer noch sichtlich gerührt.
Noch einmal durfte er auf dem Fahrersitz Platz nehmen, ganz wie in alten Zeiten.
Aber wie kommt eine Nürnberger Straßenbahn in die polnische Stadt Krakau?
Des Rätsels Lösung: Von 1989 bis 2003 schickte die VAG insgesamt 77 Triebwagen der Serien 200 und 300
sowie 64 Beiwagen in die Partnerstadt. Zum einen wollte Nürnberg Krakau auf diese Weise unterstützen.
Aber auch für die Noris hatte das großzügige Geschenk seinen Nutzen, so Josef Harlos: „So konnte man die
alten Straßenbahnen entsorgen.“
Und alt sind die öffentlichen Verkehrsmittel wirklich: Die Serie 200 wurde von 1955 bis 1960 gebaut,
die Serie 300 von 1962 bis 1966. „Aber die funktionieren immer noch“, verkündet Harlos mit einem gewissen Stolz.
Die Straßenbahnen werden in Krakau übrigens nicht nur für Stadtrundfahrten eingesetzt, sondern fahren auch
„ganz normal“ als Linienfahrzeuge. An der Vorderseite prangt das Nürnberger neben dem Krakauer Wappen.
Des Rätsels Lösung: Von 1989 bis 2003 schickte die VAG insgesamt 77 Triebwagen der Serien 200 und 300
sowie 64 Beiwagen in die Partnerstadt. Zum einen wollte Nürnberg Krakau auf diese Weise unterstützen.
Aber auch für die Noris hatte das großzügige Geschenk seinen Nutzen, so Josef Harlos: „So konnte man die
alten Straßenbahnen entsorgen.“
Und alt sind die öffentlichen Verkehrsmittel wirklich: Die Serie 200 wurde von 1955 bis 1960 gebaut,
die Serie 300 von 1962 bis 1966. „Aber die funktionieren immer noch“, verkündet Harlos mit einem gewissen Stolz.
Die Straßenbahnen werden in Krakau übrigens nicht nur für Stadtrundfahrten eingesetzt, sondern fahren auch
„ganz normal“ als Linienfahrzeuge. An der Vorderseite prangt das Nürnberger neben dem Krakauer Wappen.
Josef Harlos hat die Nürnberger Partnerstadt schon vor langer Zeit ins Herz geschlossen: „Früher gab es für
städtische Bedienstete ein Mal pro Jahr organisierte Reisen nach Polen“, erzählt er. Irgendwann hat das Interesse
jedoch abgenommen, vor allem der Nachwuchs blieb aus. Schließlich wurden auf Grund mangelnder Nachfrage
keine Reisen mehr ausgeschrieben.
Das hindert Josef Harlos aber keineswegs daran, Krakau regelmäßig zu besuchen: „Ich reise im Schnitt zwei
Mal pro Jahr alleine dorthin.“ Ein paar polnische Brocken beherrscht er inzwischen auch, um sich vor Ort
zurechtzufinden: „Ich weiß, was geradeaus, rechts und links heißt“, erklärt Harlos mit einem Lächeln.
Krakau ist für ihn eine der schönsten Städte Europas: „Der Marktplatz ist einmalig. Alles ist voller Geschäfte
und Cafés, da pulsiert das Leben. Und trotzdem ist es unheimlich sauber. Die dunklen Kaugummiflecken,
die hier überall am Boden sind, findet man dort kaum.“
städtische Bedienstete ein Mal pro Jahr organisierte Reisen nach Polen“, erzählt er. Irgendwann hat das Interesse
jedoch abgenommen, vor allem der Nachwuchs blieb aus. Schließlich wurden auf Grund mangelnder Nachfrage
keine Reisen mehr ausgeschrieben.
Das hindert Josef Harlos aber keineswegs daran, Krakau regelmäßig zu besuchen: „Ich reise im Schnitt zwei
Mal pro Jahr alleine dorthin.“ Ein paar polnische Brocken beherrscht er inzwischen auch, um sich vor Ort
zurechtzufinden: „Ich weiß, was geradeaus, rechts und links heißt“, erklärt Harlos mit einem Lächeln.
Krakau ist für ihn eine der schönsten Städte Europas: „Der Marktplatz ist einmalig. Alles ist voller Geschäfte
und Cafés, da pulsiert das Leben. Und trotzdem ist es unheimlich sauber. Die dunklen Kaugummiflecken,
die hier überall am Boden sind, findet man dort kaum.“
Und noch etwas fasziniert Josef Harlos an der Partnerstadt: „Wenn einem jungen Mann ein fremdes Mädchen
gefällt, schenkt er ihm eine Blume, einfach so. Manchmal klappt es“, fügt er hinzu und lächelt verschmitzt.
Stephanie Siebert,
Interview mit Josef Harlos alias *Sebile*....von den FRANKENFREAKS NÜRNBERG
NÜRNBERG PLUS
22.9.2006 0:00 MEZ
gefällt, schenkt er ihm eine Blume, einfach so. Manchmal klappt es“, fügt er hinzu und lächelt verschmitzt.
Stephanie Siebert,
Interview mit Josef Harlos alias *Sebile*....von den FRANKENFREAKS NÜRNBERG
NÜRNBERG PLUS
22.9.2006 0:00 MEZ
Man ist jung, wenn man glaubt arbeiten zu müssen;
man ist reif, wenn man hofft, arbeiten zu dürfen,
und man ist alt, wenn man dankbar dafür wird,
noch arbeiten zu können.
(Ron Kritzfeld)





