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Menschen & Oasen im Hoggar
Sonderreise zum Tuareg-Fest in Tazrouk
1. und 2. Tag:Diese in Frankfurt startende Sonderreise führte uns über Algier in die 1390 m hoch liegende und 2000 km entfernt liegende Wüstenstadt Tamanrasset, ein wichtiger Handelsplatz der Zentralsahara und der Hauptstadt der Tuareg und des HOGGAR. Wir übernachten auf einem „Campingplatz“, um uns am nächsten Morgen mit wichtigen Gegenständen gegen den Wind und vor allem der Sonne – dem Schesch – der traditionellen Kopfbedeckung der Tuareg - zu versorgen. Erste Eindrücke zur Stadt, den Menschen und der Architektur werden wahrgenommen. Mittags sind es 37° bei 12% relativer Feuchtigkeit.
Keine Reise ohne Schech, der traditionellen Kopfbedeckung, die viel eher noch vor Austrocknung und zum Schutz des Kopfes und vor Hitzschlag dient!
3. Tag / 7.00h 26° 30% r.F. /mittags 34° 22% r.F. /abends 32°:
Wir verlassen das Campinglager und beginnen unsere Reise durch die Oasen des Hoggar. Hoggar ist die Bezeichnung der gesamten Region im äußersten Süden Algeriens, die auch dem sich dort erstreckenden Gebirgsmassiv seinen Namen gab. Verwegene Kegel, klotzige Festungen und hohe Dome unterbrochen von verwittertem Geröll und feinem Sand, die durch Wind und Sonne ständigen Veränderungen ausgesetzt sind. Hier befindet sich auch Tahat, der mit 2908 Metern höchste Berg Algeriens. Nachfolgend abgebildet der IHAREN, das Wahrzeichen des Hoggar.
Wir verlassen das Campinglager und beginnen unsere Reise durch die Oasen des Hoggar. Hoggar ist die Bezeichnung der gesamten Region im äußersten Süden Algeriens, die auch dem sich dort erstreckenden Gebirgsmassiv seinen Namen gab. Verwegene Kegel, klotzige Festungen und hohe Dome unterbrochen von verwittertem Geröll und feinem Sand, die durch Wind und Sonne ständigen Veränderungen ausgesetzt sind. Hier befindet sich auch Tahat, der mit 2908 Metern höchste Berg Algeriens. Nachfolgend abgebildet der IHAREN, das Wahrzeichen des Hoggar.
Über Wadi Outoul fahren wir auf steiniger Piste zum Guelta von In Houter und erreichen mittags die Oase Tit Abalessa, früher bedeutender als Tamanrasset, da sie der Sitz des Amenokals, des Tuaregfürsten war. Dieser Ort hat eine alte Geschichte, da von hier aus die erste Tuareg-Königin Tin Hinan im 5. Jh. n. Chrs. regierte. Wir besichtigen die Ruinen der Festung dieser legendären Tuaregherrscherin und finden auf einem Hügel Reste des aus 11 Kammern bestehenden Forts, in denen das Grab der sagenhaften Ahnfrau der Tuareg 1925 entdeckt wurde.
4. Tag:
Wir fahren in Richtung Tamanrasset zurück und erreichen Tit, den Ort, der als Schauplatz für den Widerstand der Tuareg gegen fremde Herrscher in der Neuzeit gilt. Wir besuchen kurz die Stelle, an der der Kampf damals stattgefunden hat und setzen unsere Fahrt zuerst über Asphaltstraße, danach durch sandige Wadis voller Akazien und Tamarisken bis hin zur Wasserquelle von Tamekrest fort. Das heutige Ziel ist der Wadi Ouan Tifinagh, wo wir überachten werden.
Wir fahren in Richtung Tamanrasset zurück und erreichen Tit, den Ort, der als Schauplatz für den Widerstand der Tuareg gegen fremde Herrscher in der Neuzeit gilt. Wir besuchen kurz die Stelle, an der der Kampf damals stattgefunden hat und setzen unsere Fahrt zuerst über Asphaltstraße, danach durch sandige Wadis voller Akazien und Tamarisken bis hin zur Wasserquelle von Tamekrest fort. Das heutige Ziel ist der Wadi Ouan Tifinagh, wo wir überachten werden.
5. Tag / 32° nachts 17° auf einer Höhe von 1700 m:
Wir beginnen mit einer kleinen Wanderung zu einer Stelle im Gebirge, um versteckte Felsmalereien anzusehen. Schon allein wegen der schönen Abbildungen eines Streitwagens mit Pferden lohnt es sich, diese wenig bekannten Felsbilder zu besuchen. Die Bilder stammen aus der Pferdezeit oder der Zeit der Garamanten ca. 1000 v. Chr.
Wir beginnen mit einer kleinen Wanderung zu einer Stelle im Gebirge, um versteckte Felsmalereien anzusehen. Schon allein wegen der schönen Abbildungen eines Streitwagens mit Pferden lohnt es sich, diese wenig bekannten Felsbilder zu besuchen. Die Bilder stammen aus der Pferdezeit oder der Zeit der Garamanten ca. 1000 v. Chr.
Anschließend erreichen wir die Quelle von Tanget. (1700 m hoch-2000 m) Hier in diesem Wüstenparadies fließt das Wasser von einer unterirdischen Quelle gespeist und macht das Tal zur grünen Oase. Wir verbringen hier die Mittagszeit und schlagen gegen Abend unser Nachtlager auf. Für das Nachtlager hat jeder Teilnehmer sein eigenes kleines Zelt, das schnell aufgebaut ist. Hinter den Felsen ist jeweils das „Bad“ versteckt.
6. und 7. Tag:
Durch weitere Wadis führt unsere Reise in eine beeindruckende Berglandschaft bis zum Azrou-Pass. Durch in Gebirgslandschaft eingeschnittene Wadis und Schluchten geht es in Richtung Norden und wir nähern uns dem Schauplatz des uns erwartetenden Tuareg-Festes: Tazrouk. Die ungefähr 3000 Einwohner zählende Tuareg-Oase wird, seit der Marabout Moulay Abdallah starb, einmal im Jahr zum Treffpunkt vieler Tuareg des Hoggar und des Ajjer, die zu seinem Gedenken eine Ziara (eine Art Wallfahrtsfest) feiern. Schon von weitem werden wir die Betriebsamkeit der aus allen Himmelsrichtungen zu Fuß und bis zu 250 km zu Kamel oder per Geländewagen anreisenden Gäste des Festes bemerken. Da in der Sahara bekanntlich Hotels und Jugendherbergen eher selten sind, schlagen alle Besucher des Festivals ihre Lager unter freiem Himmel auf.
Durch weitere Wadis führt unsere Reise in eine beeindruckende Berglandschaft bis zum Azrou-Pass. Durch in Gebirgslandschaft eingeschnittene Wadis und Schluchten geht es in Richtung Norden und wir nähern uns dem Schauplatz des uns erwartetenden Tuareg-Festes: Tazrouk. Die ungefähr 3000 Einwohner zählende Tuareg-Oase wird, seit der Marabout Moulay Abdallah starb, einmal im Jahr zum Treffpunkt vieler Tuareg des Hoggar und des Ajjer, die zu seinem Gedenken eine Ziara (eine Art Wallfahrtsfest) feiern. Schon von weitem werden wir die Betriebsamkeit der aus allen Himmelsrichtungen zu Fuß und bis zu 250 km zu Kamel oder per Geländewagen anreisenden Gäste des Festes bemerken. Da in der Sahara bekanntlich Hotels und Jugendherbergen eher selten sind, schlagen alle Besucher des Festivals ihre Lager unter freiem Himmel auf.
In den letzten Jahren hat auch bei den Tuareg merklich die Moderne Einzug gehalten, so dass beim Kamelrennen manch einer nicht auf dem Kamel, sondern im Geländewagen sitzend das Rennen begleitet. Manch ein Targi ist ebenfalls mit Kamera auf Bilderfang. Hier können wir wirklich erleben, wie Tradition auf Moderne trifft. Jenseits von ethnologischen Schilderungen in wissenschaftlichen Abhandlungen über Tuaregs begegnen wir hier der Seele der Tuareg von heute…
8. Tag / Tageswerte 30° 24% r.F.:
Wir verlassen heute Tazrouk und fahren in die Gegend um die Bergoase Idelès auf dem Wege zum Assekrem und fahren dabei über Hirafouk, dessen charakteristische Zeribas – aus Schilf gefertigte Hütten – man schon in der Anfahrt auf die kleine Ortschaft erkennen kann. Die landestypischen Stein- und Lehmhäuschen mit den zahlreichen Gemüse- und Obstgärten geben ein schönes Bild ab in dieser sonst so kargen Umgebung. Nun beginnt unser „Aufstieg“ ins Gebirge über teils holprige Pässe. Schon bald erreichen wir die teils von Oleander-büschen umsäumten Wasserbecken von Efef Mellen, in deren klarem Süßwasser manchmal einige Fische zu finden sind.
Wir verlassen heute Tazrouk und fahren in die Gegend um die Bergoase Idelès auf dem Wege zum Assekrem und fahren dabei über Hirafouk, dessen charakteristische Zeribas – aus Schilf gefertigte Hütten – man schon in der Anfahrt auf die kleine Ortschaft erkennen kann. Die landestypischen Stein- und Lehmhäuschen mit den zahlreichen Gemüse- und Obstgärten geben ein schönes Bild ab in dieser sonst so kargen Umgebung. Nun beginnt unser „Aufstieg“ ins Gebirge über teils holprige Pässe. Schon bald erreichen wir die teils von Oleander-büschen umsäumten Wasserbecken von Efef Mellen, in deren klarem Süßwasser manchmal einige Fische zu finden sind.
9. Tag:
Fahrt in Richtung Assekrem, Rast bei Tahifet.
Wir können den Sandalenpass nicht passieren, schlechte Wetterbedingungen haben den Paß unpassierbar für die Fahrzeuge gemacht und benutzen einen Umweg über Tazrouk – Akar Akar Richtung Assekrem, ca. 82 km, 1840 m hoch, 43 km von Tam nördlich.
TAM – Abalessa ca 100 km, Tam Richtung Tazrouk ca. 170 km
Fahrt in Richtung Assekrem, Rast bei Tahifet.
Wir können den Sandalenpass nicht passieren, schlechte Wetterbedingungen haben den Paß unpassierbar für die Fahrzeuge gemacht und benutzen einen Umweg über Tazrouk – Akar Akar Richtung Assekrem, ca. 82 km, 1840 m hoch, 43 km von Tam nördlich.
TAM – Abalessa ca 100 km, Tam Richtung Tazrouk ca. 170 km
10. Tag:
Richtung Assekrem, wir übernachten auf 2500 m Höhe und gehen zu Fuß bis zu 2890 m in ca. 20 Min zur Klause des Paters Charles de Foucauld, der von 1905 bis zu seinem Tod 1916 einen Großteil seiner Zeit im Hoggar verbrachte. Seine Idee eines „Christentums inmitten der Welt“ ist bis heute die Basis des von ihm begründeten Ordens der „Kleinen Brüder und kleinen Schwestern“, die überall auf der Welt tätig sind und auch auf dem Assekrem bis heute sein Andenken bewahren. Wir übernachten unterhalb des Gipfels in einer der Schutzhütten.
Richtung Assekrem, wir übernachten auf 2500 m Höhe und gehen zu Fuß bis zu 2890 m in ca. 20 Min zur Klause des Paters Charles de Foucauld, der von 1905 bis zu seinem Tod 1916 einen Großteil seiner Zeit im Hoggar verbrachte. Seine Idee eines „Christentums inmitten der Welt“ ist bis heute die Basis des von ihm begründeten Ordens der „Kleinen Brüder und kleinen Schwestern“, die überall auf der Welt tätig sind und auch auf dem Assekrem bis heute sein Andenken bewahren. Wir übernachten unterhalb des Gipfels in einer der Schutzhütten.
11. Tag:
Fahrt vom Assekem zum Rastplatz, nach schwerem Regenfall Autopanne durch spitze Steine, Reifenwechsel bei strömendem Regen. Temperaturen bis auf 20° runter.
Fahrt vom Assekem zum Rastplatz, nach schwerem Regenfall Autopanne durch spitze Steine, Reifenwechsel bei strömendem Regen. Temperaturen bis auf 20° runter.
Regen in der Nacht verhindert eine gute Sicht auf den sonst phantastischen Sonnenaufgang auf dem Assekrem. Nach dem Frühstück begeben wir uns bergab über die Wasserquelle von Afilal in Richtung Atakor, dort treffen wir nachmittags auf unsere Kamele und ihre Begleiter zu einem Kameltrekking.
12. Tag:
Kameltrekking im Atakor - Tamanrasset
Nachdem die Kamele alle gesattelt sind, geht es um die kostbarste Fracht – Aufsteigen der Reiter, damit die kleine Karawane beginnen kann. Bei einer durchschnittlichen Reitzeit von ca. 2 Stunden vormittags und 2 Std nachmittags durchwandern wir die weitläufigen Wadis, Schluchten und Plateaus des Hoggar. Die Geländewagen fahren voraus und der Koch bereitet jeweils das Mittag- bzw. Abendessen. Gemütliche Abende unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer warten auf den allabendlichen Tee. Jeder Gast erhält drei Gläser Tee
„das erste bitter wie das Leben,
das zweite süß wie die Liebe und
das dritte sanft wie der Tod“.
Nach einer sicherlich ereignisreichen Reise schlafen wir ein vorerst letztes Mal in einem Wadi nahe Tamanrasset unter dem Sternenhimmel der Sahara ein.
Kameltrekking im Atakor - Tamanrasset
Nachdem die Kamele alle gesattelt sind, geht es um die kostbarste Fracht – Aufsteigen der Reiter, damit die kleine Karawane beginnen kann. Bei einer durchschnittlichen Reitzeit von ca. 2 Stunden vormittags und 2 Std nachmittags durchwandern wir die weitläufigen Wadis, Schluchten und Plateaus des Hoggar. Die Geländewagen fahren voraus und der Koch bereitet jeweils das Mittag- bzw. Abendessen. Gemütliche Abende unter dem Sternenhimmel am Lagerfeuer warten auf den allabendlichen Tee. Jeder Gast erhält drei Gläser Tee
das zweite süß wie die Liebe und
das dritte sanft wie der Tod“.
Nach einer sicherlich ereignisreichen Reise schlafen wir ein vorerst letztes Mal in einem Wadi nahe Tamanrasset unter dem Sternenhimmel der Sahara ein.
13. Tag:
In Richtung Tamanrasset treffen wir auf die Wasserquelle Tahabort. Eine aus dem Berg natürlich gespeiste Mineralquelle mit köstlichem erfrischendem Trinkwasser.
In Richtung Tamanrasset treffen wir auf die Wasserquelle Tahabort. Eine aus dem Berg natürlich gespeiste Mineralquelle mit köstlichem erfrischendem Trinkwasser.
Wir treffen zum Abendessen wieder in unserem Camp ein und bereiten uns auf die Abreise vor. In gemütlicher Runde schwelgen wir in Erinnerungen, der Abend wird durch Gesänge und das Trommeln der Tuareg’s begleitet. Wir müssen leider wieder abreisen.
Fazit: Diese Reise war voller Erlebnisse, die Eindrücke unver-gesslich. Durch die professionelle Vorbereitung der in Frankfurt stationierten deutschsprachigen Reiseleitung eines im Tuareg-Land geborenen Ortskenners wurden wir bereits ab Flughafen Frankfurt auf Business-Niveau behandelt, in Algier wurden wir zusätzlich mit eisgekühlten Getränken empfangen und zum nationalen Airport begleitet, in Tamanrasset wurden wir von den Fahrern begrüßt und zu unserem Camp gefahren. Der erste Eindruck der Stadt Algier und Tamanrasset gibt nicht wirklich die Seele und das Tuareg-Land wieder; wir übernachteten am Stadtrand von Tamanrasset mit direktem Zugang in die Wüste: bereits im Camp und weiterhin auf der ganzen Reise ließen wir Türen, Taschen, Koffer unverschlossen. Gastfreundschaft und Ehre sind den Tuaregs heilig! Wer dagegen verstößt, wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Eine harte Form der Sozialkontrolle, die wirksamer ist als jede Polizei. Die Bewohner sind aufeinander angewiesen, hilfsbereit und sehr freundlich. Zwei Wochen lang bimmelte weder ein Handy noch wurden wir durch unliebsame Nachrichten belastet, dem Lärm, Zeitmangel und Druck unserer Tage konnten wir entfliehen. Mein besonderer Dank geht an unseren Reiseleiter Abdelkader Touhami und seiner liebenswerten Mannschaft. DANKE.
Weitere Bilder zu dieser Reise sind zu finden unter:
Galerie "ALGERIEN: Sonderreise Menschen&Oasen im Hoggar-Besuch des Tuareg-Festes "des Mitglieds Rose2406"
Bilder und Texte: Copyrigth Rose2406
Galerie "ALGERIEN: Sonderreise Menschen&Oasen im Hoggar-Besuch des Tuareg-Festes "des Mitglieds Rose2406"
Bilder und Texte: Copyrigth Rose2406
























..einfach fantastisch! Mußt nur noch erzählen, wie es sich auf einem Kamel reitet! Hab mir gleich die Desert-Adresse für die nächste Reise vermerkt... Danke! sagt Margret
wunderbare Bilder, traumhafte Landschaften und die Art wie Du Deinen Bericht geschrieben hast. Vielen Dank!
Einfach großartig!
Ich bin begeistert - am liebsten würde ich sofort aufbrechen, um diese Reise selbst erleben zu dürfen. TOP-Berichterstattung mit Super-Fotos. Bis bald. Liebe Grüße U.U.
Ich bin ganz begeistert von den schönen Bildern. Solche hautnahen Erlebnisse begleiten die Teilnehmer ein Leben lang. Rose, mach weiterhin so tolle Reiseberichte!
Liebe Rose. Du weckst Sehnsüchte und Begeisterung mit Deinem vorzüglichen Bericht und den sehr sorgfältig ausgesuchten Fotos. Man (Ich) merkt mit wie viel Liebe und Sorgfalt du gearbeitet hast. Ich danke Dir. Liebe Grüße Uli
W*U*N*D*E*R*S*C*H*Ö*N*E Aufnahmen, lebendiger Bericht... Ja,da paßt das alte Sprichwort: "Wenn einer eine Reise tut,dann kann er was erzählen!" Viele Grüße,Maria (:-))