Nordschwarzwald: Themen Forum Gästebuch Veranstaltungen Kleinanzeigen Kontaktanzeigen Chat

Mach mit bei Feierabend.de!

Finde neue Freunde für Leben, Liebe und Freizeit

Online Sofortkontakt zu 160.000 Gleichgesinnten

Triff nette Menschen „vor Ort“ in 120 Regionalgruppen

Jetzt kostenlos anmelden!


Automatisch einloggen?

Passwort vergessen?
R_regiostart
Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Nachtwächterführung in Weil der Stadt

Weil der Stadt
am 30. Juli 2010

Nachtwächter zu sein, das war früher nicht unbedingt eine Ehre, aber trotzdem eine wichtige Einrichtung, um für die Sicherheit der Bürger und deren Hab und Gut zu sorgen. Schon im 13. Jahrhundert gab es in Weil der Stadt diese Berufsgruppe. Franz Schönninger war von 1928 bis 1949 der letzte städtische Nachtwächter und Ausscheller. Mit den Klängen seiner Schelle verhallte der letzte Zeitabschnitt jener "guten, alten Zeit".

Weil der Stadt
Diese alte Tradition ließen die Weil der Städter Manfred Nittel und Gerd Diebold im Jahr 2002 wieder aufleben. Mit der feierlichen Vereidigung am 19. Juli 2002 wurden die beiden von Bürgermeister Hans-Josef Straub als Nachtwächter der Stadt Weil der Stadt eingesetzt. Seitdem ziehen sie im Nachtwächtergewand, ausgerüstet mit Hellebarde, Horn und Laterne, regelmäßig durch die historische Weiler Innenstadt und erzählen Geschichten aus dem Mittelalter. Die Teilnehmer der Rundgänge erfahren viel Interessantes, Erstaunliches und teilweise auch Gruseliges aus der Vergangenheit der ehemaligen freien Reichsstadt Weil der Stadt. Höhepunkt des Rundganges ist die Stadtmauerbegehung mit anschließender Besichtigung des Verlieses im Roten Turm, das die Nachtwächter im Jahr 2003 wieder hergerichtet haben.

Weil der Stadt
Doch auch außerhalb von Weil der Stadt sind die Nachtwächter Manfred Nittel und Gerd Diebold aktiv. Sie sind Gründungsmitglieder der seit Januar 2003 bestehenden Baden-Württembergischen Nachtwächter- und Türmerzunft e.V., die ihren Sitz in Heidelsheim/Bruchsal hat. Außerdem wurden sie im Mai 2003 beim 18. Europäischen Nachtwächter- und Türmertreffen in Chemnitz in die Europäische Zunft aufgenommen


Unsere "Mannschaft an diesem Abend"

Von links nach rechts:
Barbara, alias babs12, Gaby, alias wolke111, Gattin von Uli, alias bigman, Uli, alias bigman, Renate, mimi54, Uschi, alias uschi_54, Nachtwächter Herr Manfred Nittel, Kollegin von Renate, Ulla, alias Guera, Hans-Georg, alias pommerranze, Nichte von Barbara, Schwager von Guera. Vielen Dank für Eure Teilnahme.

Gruppenaufnahme mit dem Nachtwächter in Weil der Stadt

Ursprünglich eine alemannische Siedlung und zur Römerzeit bereits ein wichtiger Handelsplatz, entfaltete sich Weil der Stadt unter der Herrschaft des Klosters Hirsau und der Grafen von Calw zum mittelalterlichen Dorf, das im 13. Jahrhundert eine rasche Entwicklung zum befestigten Stadtwesen erfuhr.

Weil der Stadt

Unter dem Stauferkaiser Friedrich II. erhielt Weil der Stadt zwischen 1223 und 1242 Stadtrecht. 1275 erlangte die Stadt den Status der Reichsunmittelbarkeit.

Als Freie Reichsstadt war sie direkt dem Kaiser unterstellt und baute zusammen mit den süddeutschen Reichsstädten ihre Machtstellung gegenüber den Landesfürsten weiter aus. Nach der Niederlage 1388 bei Döffingen mussten diese Bestrebungen auf die Verteidigung der eigenen Unabhängigkeit beschränkt werden.
In diese Zeit fällt der Baubeginn der imposanten Hallenkirche St. Peter und Paul, die im Jahr 1519 endgültig fertiggestellt wurde.(Quelle: Stadt Weil der Stadt)


Wechselbild Weil der Stadt
Animation mit 4 Bildern

Bekanntlich steht vor der Arbeit das Vergnügen, also hatten wir uns bereits um 19 Uhr im Gasthof Post beim Marktplatz zum Essen getroffen und uns hier sehr gut für die bevorstehende zweistündige Führung gestärkt.

Weil der Stadt
Um 20.45 Uhr begann diese mit einer kurzen Einführung durch die zwei Nachtwächter unter den Arkaden des Rathauses. Hierzu kam Susanne, alias zusanna, aus Weil der Stadt in unsere Runde dazu.
Der Rundgang ging los beim Treffpunkt Rathaus
weiter zum alten Rathaus / früheres Gerichtsgebäude, Judengasse mit Judentor (Holztor wieder eingebaut), Zwingergasse, Zehntscheune / Herrenalber Hof, Besengasse (Weinhaus mit Neidkopf).
Erste Reichsburg von Weil der Stadt, Stadtkirche St. Peter und Paul (an welcher die früheren Maße Elle und Rute angebracht sind), vor der Kirche großer Vorplatz mit uraltem Lindenbaum, Latein-schule (hat Johannes Brenz besucht), Augustiner-kloster, Kapuzinerkloster, Viehmarktplatz (hier wurde früher der Großviehmarkt abgehalten!) gleich um die Ecke war ein Badehaus, Gerber- und Färberviertel, Storchenturm, dann über die Wehrmauer zum Roten Turm, in welchem sich das von den beiden Nachtwächter wieder hergestellte und mit Folterwerkzeugen versehene Verlies befindet,
Spital (früheres Krankenhaus) vom Seilerturm zum
Geburtshaus von Johannes Brenz = Rundgang Ende
(Quelle Nachtwächter Nittel)

Weil der Stadt

Viele schöne, auch manchmal schaurig schöne, und bizzare Anektoden aus vergangenen Jahrhunderten erzählte uns der Nachtwächter bei den Streifzügen durch die schmalen Gässchen und Winkel dieser geschichtsträchtigen Stadt an der Würm.

Weil der Stadt

Wir bedanken uns bei unserem Nachtwächter, Herrn Nittel und Renate, alias mimi54, für diese schöne Führung.

Diesen Artikel...

weiterempfehlen an:

  bewerten:
(bisher
5
Bewertungen)

  Um diesen Artikel zu kommentieren musst Du eingeloggt sein! Einblenden / verstecken hat 2 Kommentar(e):