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Nostalgiezug Sauschwänzle von Blumberg-Zollberg bis Weizen am 15. August 2010
Zug der Zeit
Im Zug der Zeit fährt jeder mit; gar mancher hält sich dabei fit.
Das Tempo macht die Spitze vorn Streckenweise ganz enorm.
Die Landschaft scheint nicht zu verweilen, man sieht sie durch das Fenster eilen; in Wirklichkeit steht sie ganz fest
es täuscht der Zug hier unterdes.
Vom ersten bis zum letzten Wagen jeder muß die Reise wagen.
So bewegt die Menschenmasse sich nicht nur in einer Klasse.
Jeder hat ein andres Ziel des Zuges Ziel erreichen nicht viel,
denn bei den Unterwegsstationen wechseln oft die Fahrpersonen.
Auch steht von vornherein schon fest, daß alle Wagen nicht zuletzt
verbunden bleiben bis zum Schluß der Kurswagen irgendwann ab muß.
Dann folgt das Ende dieser Reise, die teils auf schlecht´, teils gutem Gleise gar manch Erlebnis, Lebensweise mit sich nimmt auf´s Abstellgleise.
H.J. Geilenkirchen
Im Zug der Zeit fährt jeder mit; gar mancher hält sich dabei fit.
Das Tempo macht die Spitze vorn Streckenweise ganz enorm.
Die Landschaft scheint nicht zu verweilen, man sieht sie durch das Fenster eilen; in Wirklichkeit steht sie ganz fest
es täuscht der Zug hier unterdes.
Vom ersten bis zum letzten Wagen jeder muß die Reise wagen.
So bewegt die Menschenmasse sich nicht nur in einer Klasse.
Jeder hat ein andres Ziel des Zuges Ziel erreichen nicht viel,
denn bei den Unterwegsstationen wechseln oft die Fahrpersonen.
Auch steht von vornherein schon fest, daß alle Wagen nicht zuletzt
verbunden bleiben bis zum Schluß der Kurswagen irgendwann ab muß.
Dann folgt das Ende dieser Reise, die teils auf schlecht´, teils gutem Gleise gar manch Erlebnis, Lebensweise mit sich nimmt auf´s Abstellgleise.
H.J. Geilenkirchen
Um ca. 13 Uhr fuhr sie im Bahnhof Blumberg-Zollhaus stolz und blitze blank geputzt ein, unsere Lok 86 333 mit dem Lokführer, welchen wir Jim Knopf (Ähnlichkeit besteht wirklich) tauften und seiner Powerfrau, welche für das "Holz nachlegen" zuständig war. Schnaubend und dampfend sollte sie uns
Gaby, alias wolke111, Renate, alias mimi54, walter, alias haerlesräuber, walter, alias wieland, Bernd, alias Conzales und uschi, alias uschi_54 wollten am Sonntag, den 15. August 2010 um 14.05 Uhr mit dem Dampfzug aus vergangenen Jahrzehnten den Hochschwarzwald erkunden.
für zwei Stunden durch den Hochschwarzwald fahren über Brücken, durch Tunnels und durch Schleifen.
Die Fahrt des Museumszugs beginnt am Bahnhof Blumberg-Zollhaus. Die Bahn ist Mittelteil einer noch heute bestehenden eingleisigen Verbindung zwischen der badischen Schwarzwaldbahn und der Hochrheinbahn. Der Schienenstrang der bei Hintschingen von der Schwarzwaldbahn abzweigt und von Osten her Blumberg-Zollhaus erreicht, war früher eine DB-Strecke, und wurde inzwischen wie der Bahnhof selbst von der Stadt Blumberg übernommen. Hierdurch ergeben sich für die Museumsbahn neue Möglichkeiten. Sogar der lange stillgelegte Personenverkehr ist zwischenzeitlich imn Zusammenhang mit dem sogenannten Ringzug, einer vom Land Baden-Württemberg unterstützten Nahverkehrsversorgung im Bereich der Städte Tuttlingen, Immendingen, Donaueschingen, Villingen-Schwenningen, Rottweil und Trossingen wieder aktiviert. (Text entnommen aus Museumsbahn Wutachtal)
Bereits im Bahnhof Blumberg-Zollhaus (erbaut 1889, 702 m.ü.N.N.) gibt es vieles zu entdecken. Das Gelände rechts und links des Bahngleises war einst ein großes Torfmoor. Die Bahntrasse musste beim Bau von hier bis zum Buchbergtunnel sechs Meter tief ausgeschachtet und mit Kies und Steinen aufgefüllt werden. (entnommen aus Museumsbahn Wutachtal)
Unsere Teilnehmer geniessen die 20-minütige Pause beim Bahnhof Fützen bei Kaffee und anderem Gutem.
Die Museumsbahn Wutachtal durchquert viele Täler, die geologisch zum Jura der Schwäbischen Alb, geografisch aber schon zum Südschwarzwald gehören: das Aitrachtal, das Kommental, das Mühlbachtal und das Wutachtal. Das letztere gab ihr den Namen, denn es ist im Jura-Durchbruch ein überaus eindrucksvolles Tal, mit dem einzigen unregulierten Schwarzwaldfluss, der Wutach. (entnommen aus Museumsbahn Wutach)
Zur Geschichte der Wutachtalbahn - Die Zeit von 1890 bis 1976
Nach dem deutsch-französischem Krieg von 1870/71 waren das Elsass und Lothringen deutsch geworden. Da die Regierung des daraufhin neu gegründeten Deutschen Reichs, unter Kaiser Wilhelm I., in den folgenden Jahren mit einem erneuten Kriegg gegen Frankreich rechnete, ergab sich das Problem einer raschen Truppenverschiebung entlang der südlichen Reichsgrenze in Ost-West-Richtung. Die Schwarzwaldbahn und die Höllentalbahn waren zu steil für Militärtransporte und an der Hochrheinbahn rechnete man mit einer Blockade durch die neutrale Schweiz, durch deren Gebiete bei Schaffhausen und Basel die deutsche Strecke führte. Deshalb wurden entlang der südlichen Reichsgrenze die "Strategische Umgehungsbahnen" gebaut, im Volksmund "Kanonenbahnen" genannt. Sie stellten die kürzeste Verbindung zwischen der Bundesfestung Ulm und der französischen Festung Belfort jenseits der südlichen Flanke des Elsass da.Die Verbindung zwischen Immendingen und Waldshut war dabei der wichtigste Abschnitt und musste durch steil abfallende Täler des Juragebirgszugs gebaut werden, der hier den Südschwarzwald kreuzt. Ausgehend von der noch geringen Zugkraft der Dampflokomotiven der 1880er Jahre und den erwarteten schweren Militärzügen, wurde ein sehr kleiner Steigungswinkel von im Mittel 10 Promille gewählt. Dies verlängerte die etwa 9 km Luftlinie des Mittelabschnitts auf stattliche 25,88 km Streckenlänge! Dazu waren immense Bauwerke erforderlich, für die nach neuesten Erkenntnissen bereits in den 1880er Jahren Vorarbeiten stattfanden. Auch war zu diesem Zeitpunkt noch die Führung einer Wutachtalbahn zwischen Donaueschingen und der Schweiz in näherer Planung. Die Hauptbauzeit der nun verwirklichten Strategischen Umgehungsbahn war sehr kurz, nur drei Jahre zwischen 1887 und 1890. 4.500 Arbeiter, viele davon aus Italien, waren bei den Bauarbeiten eingesetzt. Denn es waren vier große Viadukte, stattliche Tunel und zahlreiche Stützbauwerke erforderlich. Am 20. Mai 1890 wurde der Betrieb durch die Großherzogliche Badische Staatseisenbahn aufgenommen, die zum Bau einen sehr hohen Zuschuss vom Reich bekommen hatte.
Der Verkehr auf der Strecke blieb jedoch von Beginn an gering, da die Region äußerst dünn besiedelt ist und die Mittelzentren der Umgebung schon damals an den anderen Hauptverkehrsachsen lagen. Der Erste Weltkrieg und die darauf folgende Inflation mit der französischen Besetzung von Rheinbrückenköpfen, brachte nur eine kurze Blütezeit im Verkehrsaufkommen. Dennoch wurde die Strecke bereits am 15. Mai 1932 von der Hauptbahn zur Nebenbahn deklassiert. Die 1935 eröffnete Doggererz AG in Blumberg und der Zweite Weltkrieg brachten nochmals eine Belebung des Bahnverkehrs. Doch es scheint so, als hätten nicht einmal die Alliierten der Bahnstrecke große Bedeutung beigemessen, denn sie wurde durch Fliegerangriffe und die Schlacht bei Fützen im April 1945 bei der Einnahme durch die Franzosen nur unbedeutend beschädigt. Nach der Abwicklung von Reparationszügen nach Frankreich 1945/46 ging der Verkehr schließlich immer weiter zurück.
Die Deutsche Bundesbahn legte schließlich am 22. Mai 1955 den Mittelabschnitt still. Während des Kalten Krieges wurde er dann zwischen 1962 und 1965 durch Zuschüsse der NATO erneut renoviert. Für die DB war in all den Jahren der Personen- und Güterverkehr unrentabel, weshalb 1976 auf dem Abschnitt Blumberg - Weizen die Betriebseinstellung erfolgte. Jetzt war für die Stadt Blumberg die einmalige Chance gegeben, die Bahnstrecke zu übernehmen. Schon ein Jahr später wurde auf Grund der Initiativen der Eurovapor und der Stadt Blumberg der Museumsbahnbetrieb aufgenommen. (entnommen aus Museumsbahn Wutachtal)
Impressionen aus dem Museum beim Bahnhof
Was wäre die Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Museumsbahn Wutachtal e.V. ohne ihre aktiven Mitglieder, welche die Bahnfahrten begleiten und organisieren. Vielen Dank den vielen ehrenamtlich helfenden Mitbürgern. Mehr zur Sauschwänzlebahn unter www.wutachtalbahn.de.
Unseren Abschluss des Ausflugs zum Südschwarzwald
hatten wir im Besen Schosemer Moscht-Schöpfli bei Hüfingen. Ein gemeinsames Vesper am Stammtisch brachte wiederum manch kleine amüsante Geschichte und auch manch erstes Gespräch zu Tage. Gegen 19 Uhr war der Ausflug beendet und die Teilnehmer begaben sich auf den Spätzleshighway Richtung Stuttgart. Wie den Anmeldungen am späten Abend bei der Regionalgruppe zu entnehmen war sind doch alle wohlbehalten Zuhause wieder angekommen. Viel Spass beim Betrachten der Bilder und lesen der Texte wünscht Uschi. 17. August 2010















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